Preiskategorie bis 8000 Euro Sport-Motorräder aus drei Preiskategorien

Lieber aktiv im Sattel eines Sportbikes unterwegs als passiv im Sofa vor der Glotze? 2Räder informiert über neue und gebrauchte Sportler.

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Sportmotorräder bis 8000 Euro

Bier und Chips oder Sprit und Öl? Die Wahl der Betriebsstoffe unterscheidet den aktiven Sportfan vom passiven. Der eine lümmelt auf der Couch und schaltet von ARD auf ZDF, der andere kauert auf seinem harten Sitzbänkchen und schaltet auf kurvenreicher Strecke vom dritten in den vierten Gang. Die 2Räder-Tipps auf den folgenden Seiten sind in erster Linie für alle aktiven Sportfans gedacht, die gern auf zwei Rädern schnell unterwegs sind. Wobei der sportliche Anspruch gar nicht unbedingt etwas mit horrender Leistung zu tun haben muss, wie die kleine Aprilia RS 125 oder der sprintstarke Roller Gilera Runner FXR 180 beweisen.

>> Sportmotorräder bis 5000 Euro
>> Sportmotorräder über 8000 Euro

Es ist mehr eine Sache der Einstellung, ob man lieber Honda Helix oder Gilera Runner, lieber Gold Wing oder Ducati 1198 fährt. Zugegeben: Bequem ist anders. Das gilt für fast alle sportlichen Roller oder Motorräder. Ein gewisses Maß an Leidensfähigkeit und Kompromissbereitschaft sollte man also mitbringen, wenn man den Kauf eines Sportlers erwägt. Nicht zwingend notwendig ist hingegen eine prall gefüllte Geldbörse oder die Oma als Sponsor: Richtig gute Gebrauchte, mit denen man sich auch heute noch sehen lassen kann, gibt es schon zu relativ günstigen Preisen.

Alle News, Tests und Foto-Shows zu den Herstellern

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Suzuki GSX-R 1000 K5/K6

Von der seit 2001 gebauten Suzuki GSX-R 1000 gibt’s inzwischen fünf verschiedene Modellvarianten – alle zwei Jahre ­setzen die Japaner noch eins drauf, um im umkämpften Markt der Supersportler bestehen zu können. Besonders erfolgreich gelang das dem Modell K5, das in der Saison 2005 zum meistverkauften Supersportler gekürt wurde. Vergleichstests dominierte die mit brachialen Fahrleistungen und exzellentem Fahrwerk gesegnete GSX-R nahezu nach Belieben. Sogar das baugleiche ­K6-Modell der darauffolgenden Saison konnte sich zuweilen noch gegen die erstarkte Konkurrenz durchsetzen. Ihre geschmeidige Gasannahme und der vehemente Antritt bereits aus mittleren Drehzahlen katapultieren sie vorzugsweise auf Rennstrecken und Landstraßen weit nach vorn. Ein Supersportler mit feinen Manieren, angenehmer Sitzposition und erstaunlicher Alltagstauglichkeit. Und wenn’s mal richtig zur Sache geht, entzündet die 1000er ein wahres Feuerwerk.

Technische Daten

Hubraum 999 cm³
Leistung 131 kW (178 PS)
Zylinder 4, Reihe
Vmax 295 km/h   
Gewicht vollget. 200 kg
Sitzhöhe 810 mm
Tankinhalt 18 Liter

 

Stärken/Schwächen

Plus:

  •  Top Fahrleistungen
  •  Voll einstellbares Fahrwerk
  •  Tadellose Bremsen
  •  Ordentlicher Sitzkomfort
  •  Homogene Leistungsentfaltung
  •  Astreines Getriebe

 

 

Minus:

  •  Schwülstiger Titan-Schalldämpfer


Preise:
Die K5/K6-Modelle der Baujahre 2005 und 2006 ­mit rund 25 000 Kilometern kosten ab 5000 Euro, blitzsaubere Exemplare mit geringer Laufleistung teils über 7500 Euro.

 

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Aprilia RSV 1000 R

Dass nicht nur Ducati charaktervolle V2-Sportler auf die Räder stellen kann, zeigte Aprilia 1998 mit der RSV Mille. Einige Jahre später erschien Die Noch sportlichere R-Version mit geschmiedeten Leichtmetallrädern, jeder Menge Karbon-Teilen, hochwertigen Federelementen, Lenkungsdämpfer sowie einer geänderten Programmierung der Einspritz-anlage. Bei unkonzentriertem Bummeltempo rappelt und taumelt die R noch wenig zielgenau durch die Landschaft. Sobald jedoch der Gashahn gespannt wird und das Tempo steigt, ballert sie
wie auf Schienen durch Kurven aller Art.

Technische Daten

Hubraum 998 cm³
Leistung 92 kW (125 PS)
Zylinder 2, V
Vmax 273 km/h   
Gewicht vollget. 211 kg
Sitzhöhe 820 mm
Tankinhalt 18 Liter

 

Stärken/Schwächen

Plus:

  •  Tolles Fahrwerk
  •  Hochwertig verarbeitet
  •  Drehfreudiger, potenter V2
  •  Zuverlässig

 

 

Minus:

  •  Umständliches Ölnachfüllen
  •  Starke Vibrationen
  •  Taugt nicht für Bummeltempo


Preise:
Modelle der Jahre 2001 bis 2003 mit wenigstens 25 000 Kilometern gibt’s für 4800 bis 6000 Euro; jüngere Aprilia mit weniger Laufleistung kosten 6500 bis 7500 Euro.

 

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Kawasaki ER-6f

Das in einer sportlich-kantigen Verkleidung steckende Mittelklasse-Motorrad glänzt zwar nicht mit brachialen Fahrleistungen, doch lässt sich die ER-6f sehr wohl sportlich bewegen. Draufsitzen und Wohlfühlen lautet das Motto – das gilt auch oder besonders für Kleingewachsene, die mit dem engen Kniewinkel besser klarkommen. Der Fahrer sitzt dank des nicht zu niedrig angebrachten, breiten Lenkers angenehm aufrecht, die Kawasaki lässt sich spielerisch dirigieren. Und das beste von allem: Sie hat serienmäßig ABS.

Technische Daten

Hubraum 649 cm³
Leistung 53 kW (72 PS)
Zylinder 2, Reihe   
Vmax 210 km/h   
Gewicht vollget. 204 kg
Sitzhöhe 785 mm
Tankinhalt 15,5 Liter

 

Stärken/Schwächen

Plus:

  •  ABS serienmäßig
  •  Gleichmäßige Leistungsentfaltung
  •  Sehr handlich
  •  Nahezu vibrationsfrei
  •  Sauber verarbeitet

 

 

Minus:

  •  Bockiges Federbein
  •  Sehr enger Kniewinkel

 

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Cagiva Mito SP525

Ihr Name sorgt zunächst für Verwirrung, denn hinter der Mito SP525 von Cagiva verbirgt sich eine 125er. Dabei sieht die sportliche Italienerin tatsächlich aus wie ein ausgewachsener Supersportler. ­­Erst beim zweiten Blick verraten der dünne Endschalldämpfer und die einsame vordere Bremsscheibe, dass hier die Achtelliter-Klasse am Start steht. Bereits seit 20 Jahren lässt die Mito die Herzen sportbegeisterter Jugendlicher und Junggebliebener höher Schlagen. In der aktuellen Version mit Leichtmetallrahmen, wichtig aussehender Bananenschwinge, üppig dimensionierter Upside-down-Gabel und wassergekühltem, 15 PS starkem Zweitaktmotor unter der schicken Schale. Fahrwerk und Bremsen arbeiten tadellos, die Bereifung (hinten 150er-Schlappen) sorgt für sichere Bodenhaftung, auch bei größeren Schräglagen. Die Mito SP525: ein echter Jungbrunnen.

Technische Daten

Hubraum 125 cm³
Leistung 11 kW (15 PS)
Zylinder 1   
Vmax 124 km/h   
Gewicht vollget. 145 kg
Sitzhöhe 780 mm
Tankinhalt 14 Liter

 

Stärken/Schwächen

Plus:

  •  Scharfes Design
  •  Sehr gute Bremsen
  •  Leicht und handlich
  •  Hochwertig ausgestattet
  •  Sieht nach mehr aus

 

 

Minus:

  •  Sieht nach mehr aus
  •  Nicht billig

 

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Kawasaki ZX-10R

Seit 2004 tummelt sich die giftgrüne Kawasaki ZX-10R im Teich der 1000er-Superbikes. Und das erfolgreich. Das pfeilschnelle Bike, dessen erster Gang bis 150 km/h reicht, ermöglicht nicht nur exzellente Fahrleistungen und Beschleunigungswerte, es lässt sich mit der bissigen Bremse auch jederzeit wieder sicher einfangen. Für einen Supersportler bietet die ZX-10R eine erträgliche Sitzposition – zumindest für den Fahrer, den Soziusplatz meidet man besser. An die schwergängige Kupplung gewöhnt man sich schnell, und die nicht wirklich empfehlenswerte Erstbereifung lässt sich glücklicherweise problemlos gegen handlichere Gummis tauschen. Dann lässt sich der starke, grüne Giftzwerg noch sportlicher bewegen, fährt äußerst kurvenstabil durch Radien aller Art und lässt sich auch durch brutales Gasaufreißen am Kurvenausgang nicht aus der Ruhe bringen.

Technische Daten

Hubraum 998 cm³
Leistung 129 kW (175 PS)
Zylinder 4, Reihe   
Vmax 298 km/h   
Gewicht vollget. 205 kg
Sitzhöhe 800 mm
Tankinhalt 17 Liter

 

Stärken/Schwächen

Plus:

  •  Bissige Bremsen
  •  Grimmiger Motor
  •  Top Fahrleistungen
  •  Akzeptabler Sitzkomfort
  •  Stabiles Fahrwerk

 

 

Minus:

  •  Schwergängige Kupplung
  •  Unhandliche Serienbereifung


Preise:
Die Baujahre 2004 und 2005 gibt’s ab etwa 5000 Euro aufwärts; jüngere, gepflegte Modelle mit wenig Kilometern kosten locker 6000 bis über 7500 Euro.

 

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Ducati 996

Als Nachfolgerin der legendären Ducati 916 kam das Modell 996 im Jahr 1999 in den Handel. Rein äußerlich kaum von der 916 zu unterscheiden, innerlich jedoch mit etlichen Neuerungen, die für mehr Standfestigkeit und einige Mehr-PS sorgten. Bei untertouriger Fahrweise und im Stadtverkehr hackt die zierliche Ducati noch unwirsch auf die Kette ein. Nach dem Ortsschild feuert sie jedoch befreit über den Asphalt – Untermalt von einem herrlich-kernigen V2-Sound aus der Underseat-Auspuffanlage. Und auf der Rennstrecke fühlt sie sich richtig wohl, durchpfeilt zielgenau jede Kurvenkombination. Dafür passt die spartanisch-sportliche Sitzposition, die jedwede Reiseambitionen im Keim erstickt. Ganz nebenbei will die Ducati 996 gern penibel gepflegt und gewartet werden, sonst beginnt sie zu zicken – wie es sich für eine italienische Diva gehört.

Technische Daten

Hubraum 996 cm³
Leistung 83 kW (113PS)
Zylinder 2, V
Vmax 265 km/h   
Gewicht vollget. 219 kg
Sitzhöhe 790 mm
Tankinhalt 17 Liter

 

Stärken/Schwächen

Plus:

  •  Tolles Design
  •  Klasse kerniger Motor
  •  Endlose Schräglagenfreiheit
  •  Zielgenaues Fahrwerk

 

 

Minus:

  •  Wenig soziustauglich
  •  Hohe Wartungskosten
  •  Verschleißanfällige Kupplung


Preise:
Modelle von 1999 mit rund 30 000 Kilometern kosten ab 5500 Euro; für wenig gefahrene, neuere 996 müssen noch 7000 bis 8000 Euro und mehr bezahlt werden.

 

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Honda VTR 1000 SP2

Die käufliche Version des Motorrads, mit dem Colin Edwards einst die Superbike-WM für sich entschied, nennt sich VTR 1000 SP2 und hat mit der weichgespülten VTR 1000 F Firestorm nur wenig gemein. Die extrem sportliche Sitzposition mit hoch angebrachten Fußrasten und niedrigem Lenker taugt wenig für den Alltag, jedoch bestens für die Rennstrecke. Das Fahrwerk zeigt sich sportlich-straff und der Motor spritzig und kraftvoll – und das schon bei niedrigen Drehzahlen. Außerdem besitzt die SP2 eine gelungene Verkleidung und superbe Bremsen.

Technische Daten

Hubraum 999 cm³
Leistung 99 kW (135 PS)
Zylinder 2, V
Vmax 278 km/h   
Gewicht vollget. 218 kg
Sitzhöhe 820 mm
Tankinhalt 18 Liter

 

Stärken/Schwächen

Plus:

  •  Exzellente Bremsen
  •  Stabiles Fahrwerk
  •  Potenter V2-Motor
  •  Prima Verkleidung
  •  Riesige Schräglagenfreiheit

 

 

Minus:

  •  Ultrasportliche Sitzposition
  •  Eingeschränkter Lenkeinschlag


Preise:
2003er-Modelle mit über 25 000 Kilometern gibt’s mit Glück für unter 6500 Euro, neuere Modelle bis Baujahr 2005 mit weniger Kilometern kosten 7500 Euro und mehr.
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Suzuki Hayabusa 1300

Die Suzuki Hayabusa, benannt nach einem japanischen Jagdfalken, durchbrach 1999 als erstes Großserienmotorrad die 300-km/h-Grenze – dank effektiver, wenn auch schwülstig wirkender Verkleidung und eines bärenstarken 1300er-Motors. Das straffe, Dennoch komfortable Fahrwerk hält die Fuhre dabei stets sicher in der Bahn und sorgt für zielgenaues Handling. Seit 2001 endet der brachiale Schub elektronisch begrenzt bei 295 km/h – noch immer mehr als genug für den Einsatz auf öffentlichen Straßen.

Technische Daten

Hubraum 1299 cm³
Leistung 129 kW (175 PS)
Zylinder 4, Reihe
Vmax 295 km/h   
Gewicht vollget. 251 kg
Sitzhöhe 820 mm
Tankinhalt: 22 Liter

 


Stärken/Schwächen

Plus:

  •  Begeisternder Motor
  •  Spitzen Durchzug
  •  Stabiles Fahrwerk
  •  Erstaunlich bequem

 

 

Minus:

  •  Stumpfe Bremsen
  •  Pummeliges Design
  •  Mäßiger Windschutz


Preise:
Modelle bis 2001 mit 40- bis 50 000 Kilometern gibt’s für 4000 bis 5000 Euro; Hayabusa bis Baujahr 2006 mit 10- bis 30 000 Kilometern kosten 5500 bis 7500 Euro.

 

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