Erschienen in: 06/ 2013 MOTORRAD

Gebrauchtberatung: Suzuki Intruder M 1800 R Schwer in Ordnung

Weit über 100 PS - die Cruiser-Rakete liegt im Japaner-Vergleich vorn und kann bei jüngeren Cruiser-Fans punkten. Ein Sonderangebot ist der Leistungsgigant aber auch als Gebrauchte nicht.
In diesem Artikel: Suzuki Intruder C 1800 RSuzuki Intruder M 1800 RSuzuki Intruder M 1800 R2

Suzuki Intruder M 1800 R_2013

2013er Suzuki Intruder M 1800 R.  

Foto: Hersteller  

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Mächtige 125 PS, ellenlanger Radstand, megabreiter 240er-Hinterreifen, sieben Zentner schwer - das ist keine Maschine für verzagte Bonsai-Piloten oder zarte Damenhände. Als sich 2006 die Suzuki Intruder M 1800 R mit modernem Doppelnocken-V2 und sportlicher Upside-down-Gabel im Rod-Stil präsentierte, war klar: Bei der bisher größten Ausgeburt der traditionsreichen Intruder-Familie steht das „M“ für „Macho“. Suzuki wollte wohl dem Ami-Ampelkracher Harley V-Rod vors Knie treten, der schon seit 2002 mit ähnlich imposanter Leistung (117 PS) die Szene aufmischte. Aber auch gut 5000 Euro teurer war und somit für jüngere Fahrer mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten nur ein Traum blieb.

Allerdings störten sich Powercruiser-Fans an Dingen wie Plastikabdeckungen, mangelnder Handlichkeit, schlecht dosierbaren Vierkolben-Radialbremsen und heiklen Anfahrmanövern, weil die Kupplung mitunter unsensibel reagiert. Geänderte Reibscheiben sollten ab 2010 dieses Problem lösen, aber generell dürfte klar sein dass bei derart großen Getrieberädern und brutalem Drehmoment nicht die Geschmeidigkeit einer 250er erwartet werden darf. Von 2008 bis 2012 ergänzte die C 1800 R das Programm, ebenfalls mit Kardan, aber mit 16-Zoll-Rädern, tiefer gezogenen Schutzblechen und klassischem Scheinwerfer.

Mit „nur“ 114 PS verliert sie das Ampelduell gegen die M-Schwester, versteht sich aber auch nicht als Konkurrentin - wie gesagt: anderes Motorrad, andere Käufer, vornehmlich gesetztere Fahrer. Die übrigen Intruder-1800-„Modelle“ verdienen sich den Zusatztitel (R2, RZ, RT) nur durch Ausstattungsvarianten (siehe unten) - Geschmackssache, aber auch eine gute Wahl.


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28.02.2013 |  Artikel drucken | Senden | Kommentar

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