Suzuki V-Strom 1000

Größer könnte der Unterschied kaum sein als zwischen der 2002 erschienenen Suzuki DL 1000 V-Strom (so ihr voller Name) oder einer Honda Varadero und der oben beschriebenen KTM. Die beiden Erstgenannten wirken im Gelände ebenso deplatziert wie die Adventure in der morgendlichen Rushhour oder auf der städtischen Promeniermeile. Dessen ungeachtet bietet die V-Strom neben ihrer prägnanten Optik eine Menge Spaß fürs Geld. Obwohl der Motor dem der Cagiva Navigator zum Verwechseln ähnlich sieht, sind sie komplett unterschiedlicher Natur. In der Italienerin steckt das ehemalige TL 1000-Aggregat, für den Einsatz in der V-Strom allerdings in der Leistung gekappt, dafür mit mehr Dreh­moment in der Mitte und unten. Dieses kann sich wegen der langen Übersetzung nicht so entfalten, wie es gerne würde. Kurzweiligem Landstraßenvergnügen steht trotzdem nichts im Wege, umso weniger, als Komfort und Reich-weite auch längere Touren zulassen. Wobei der ellenlange sechste Gang dann Pause hat. Schnelle Autobahnfahrten sind nicht die Stärke der V-Strom, zu den Verwirbelungen hinter der Verkleidungsscheibe gesellt sich dann die Neigung zum Pendeln. 2004 wurde die V-Strom leicht überarbeitet, zu erkennen am besten an den Armaturen mit nunmehr drei statt zwei Kreisbogenelementen. Die Preise der ersten V-Strom-Generation beginnen bei rund 4500 Euro, Vorführ­modelle des Jahres 2007 sind mit etwas Glück für unter 7500 Euro zu bekommen. Und selbst­verständlich haben auch die Freunde der V-Strom ihr Brett im Internet: www.vstromforum.de. Wirkliche Probleme gibt es auch hier nicht zu beklagen.

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