Technik und Wertverlust Was man beim Kauf eines Luxustourers beachten sollte

Für die Motorrad-Oberklasse gelten die gleichen Gesetze wie bei Autos. Der Wertverlust beträgt in den ersten beiden Jahren zwischen einem Viertel und einem Drittel, dann pendeln sich die Preise auf einem recht konstanten Niveau ein. Da Tourer nicht jedes Jahr modifiziert werden, spielt das Baujahr nur eine untergeordnete Rolle. Die großvolumigen Motoren haben eine geringe spezifische Leistung mit entsprechend hoher Lebensdauer. Wichtig ist, dass alles funktioniert, auch sämtliches Zubehör. Bei älteren Bikes mit fest ein-gebauter Beschallung sind oft noch Kassettendecks am Werk. Die Umrüstung auf aktuelle Technik ist meist aufwendig und teuer.

Motorräder mit sehr geringer Laufleistung (die es öfter gibt, als man glaubt) sind nicht unbedingt die bessere Wahl, Stichwort Standschäden. Besonders in der Harley- und Gold-Wing-Szene wird gerne an- und umgebaut und beleuchtet, was der Markt oder die Lichtmaschine hergibt. Längst nicht alles findet die Zustimmung des TÜV. Bei derart gepimpten Exemplaren kann also ein ausgiebiges Studium der Papiere späteren Ärger ersparen. Überhaupt sollte man sich nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen, denn gemessen an ihrer optischen Wuchtigkeit fahren sich die Dickschiffe recht leicht. Allerdings erst, wenn sie fahren. Bei den ersten Rangierversuchen kann ein Helfer mit kräftigen Armen in Reichweite peinliche Niedergänge mit hohen Folgekosten vermeiden helfen.
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