Vorbesitzer-Reportage Die zehn Leben der PC14: Honda CB 450 N

Eine Honda CB 450 N wechselte in 23 Jahren neun Mal den Besitzer. Obwohl keiner von ihnen mehr als 400 Kilometer am Stück mit dem Motorrad gefahren ist, stehen letztlich 71000 Kilometer auf dem Tacho. Rolf Henniges hat den skurrilen Lebenslauf der CB nachgezeichnet und ist zu allen Vorbesitzern gereist.

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Niemals! Auf keinen Fall! Ein Motorrad mit zig Vorbesitzern kommt überhaupt nicht infrage. Da kann man ja gleich die Dorfhure heiraten...!" Andreas Berger ist erbost. Er wohnt in Leinfelden bei Stuttgart und findet meinen Vorschlag indiskutabel. Der 54-Jährige ist mit der Tagesmutter meines Sohnes verheiratet und vor Urzeiten einmal Motorrad gefahren: 250er-NSU, 500er-BMW. Auto und Kinder bestimmten schließlich das Ende seiner Zweiradkarriere. Seit einigen Jahren träumt er allerdings wieder vom Fahrtwind und maximal zwei Zylindern. Luftgekühlt und vor allem günstig muss motorradeln für ihn sein, denn seine Frau hat nur 700 Euro für den Traum genehmigt.

Für dies Budget hielt das Internetportal "mobile.de" folgende Anzeige parat: "Die Honda CB 450 N befindet sich in einem altersgemäßen Zustand, TÜV und Kettensatz neu, Reifen gutes Profil, Motor trocken, springt sofort an und läuft 1a, Ersatzteile gibt es dazu, Unfälle der Vorbesitzer sind bei diesem Nichtrauchermotorrad nicht erkennbar, Probefahrt jederzeit nach Terminabsprache möglich, Festpreis: 688 Euro." Witzige Anzeige, leider gab es einen Haken: Berger wäre der zehnte Besitzer... Ich will überprüfen, ob seine Bedenken berechtigt sind. Mein Ansatz: Ein Motorrad, das neun Besitzer lieb gehabt haben, ist immer noch besser als eines, das ein einzelner notorischer Nichtpfleger im Regen vergammeln ließ.
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Hamburg-Rotherbaum, einige Tage später...

Hamburg-Rotherbaum, einige Tage später. Das Objekt der Begierde ruht unter dem Dach eines Innenhofes: Erstzulassung: 16. 4. 1986, Farbe Rot, kleines Windschild, Gepäckträger, 27 PS-Eintrag. Schneiderin Christiane Rösch, die neunte Besitzerin der CB, empfängt mich mit einem Lächeln. Nach fünf Minuten Smalltalk ist auch klar, warum sie ihr Schätzchen wieder verkaufen möchte: Vor 26 Jahren hat die heute 46-Jährige ihren Motorradführerschein auf einer Kawasaki LTD 440 gemacht. Und seitdem von einer eigenen Harley geträumt. "Die wollte ich mir spätestens mit 40 kaufen, schwärmt die alleinerziehende Mutter. "Aber es war weder ausreichend Geld noch Zeit da." Der neue Lebensgefährte wollte ihren Traum vom Selbstfahren erfüllen und ersteigerte die CB bei ebay. ?Das war echt lieb. Die Honda wurde in allen Tests als optimales Einsteigermotorrad gelobt. Aber als wir dann vor dem Ding standen, bin ich kaum drauf gekommen. Die ist mir zu hoch." Die CB 450 N zu hoch? Ja, Frau Rösch hat Recht. Auf den zweiten Blick sieht man, dass die Sitzbank aufgepolstert wurde. Ich nutze die Gelegenheit und krieche in jeden Winkel der Maschine: Zwar hat der Vorderreifen noch ausreichend Profil, stammt aber aus dem Jahr 2002. Im Tank prangt eine Delle, er ist leicht verkratzt. Spiegel und linke Griffarmatur sind nicht original, die seitlichen Motordeckel wurden nachgedichtet, beide Seitendeckel sind per Holzstück und Spaxschrauben befestigt. Die Alu-Gleitrohre der Gabel waren korrodiert, hier hat jemand mit grober Stahlbürste liederlich nachgebessert. Auffälligstes Detail ist jedoch das mächtige Masseband, das aus einem Lkw stammen dürfte. "Anspringen tut sie sofort", lobt Frau Rösch euphorisch. "Hier, Ersatzschlüssel sind neu, die alten hat wohl irgendjemand verloren." Die Trennung scheint ihr leicht zu fallen. Kein Wunder. Erstens hat die CB mit einer Harley so viel gemein wie Britney Spears mit Angela Merkel. Und zweitens ist Christiane Rösch nur knapp 400 Kilometer gefahren. Ich bezahle, winke und biege vom Hof. 400 Kilometer in 14 Monaten Wahnsinn! Bis ich als neuer Besitzer meine Vorgänger besucht habe, hat sie unter mir garantiert 1000 Kilometer gebrummt. Denn brummen tut sie. Auf Knopfdruck. Wir biegen auf die A7 Richtung Süden. Erstbesitzer Ernst Rengers wohnt in Emsdetten, rund 270 Kilometer entfernt... Die Maschine hat tatsächlich noch 27 PS.

Mühsam krabbelt sie über die 120-km/h-Hürde, bergab liegend sind 150 drin. Eigentlich verwunderlich, dass in den 23 Jahren niemand die offene Leistung von 43 PS wollte. Hierzu müssen schärfere Nockenwellen verbaut und die Hauptdüsen getauscht werden. Wir pendeln uns bei 120 km/h ein. Wobei: Pendeln trifft es. Der alte Vorderreifen läuft quasi jeder Rille hinterher. Der Paralleltwin wirkt gequält und zugeschnürt, läuft aber nach 71000 Kilometern noch tadellos. Kein Klappern, kein Ölnebel, kaum Vibrationen. Bedingungslos vertrauenerweckend. Plötzlich stottert die CB. Panne? Nein, Benzinhahn auf Reserve drehen und rauf auf die nächste Tanke. 5,8 Liter hat sich die gedrosselte 450er auf 100 Autobahnkilometern genehmigt. Durst soll ja bekanntermaßen nicht so schlimm sein wie Heimweh. Ob's stimmt, kann ich gleich überprüfen.
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Das Haus von Ernst Rengers...

Das Haus von Ernst Rengers ist ein rotes Backsteingebäude an einer wenig befahrenen Straße. Hier muss die CB vor genau 23 Jahren und 41 Tagen das erste Mal geparkt haben. Jungfräulich, taufrisch, unzerkratzt. Eine rüstige alte Dame öffnet nach dem Klingeln. Als ich ihr mein Anliegen schildere, wird sie still, horcht in sich hinein. Ihr Mann Ernst wäre jetzt 76 Jahre alt, ist jedoch 2002 nach langer Krankheit gestorben. Hannelore Rengers setzt sich auf die Stufen vorm Haus. Die Erinnerungen sprudeln aus ihr, als wären all diese Dinge erst letzte Woche passiert. Ernst sei mit ganzem Herzen motorsportbegeistert gewesen. "In den Fünfzigern hat er jede Menge Pokale beim Sandbahnrennen geholt, erinnert sie sich. "Er ist immer Motorrad gefahren, und als die Kinder geboren wurden, sind wir kurz aufs Gespann gewechselt." Die Sonne brennt. Vögel zirpen in der Ferne. Ihre Worte schweben wie Monde in der Stille. ?Selbst als Ernst todkrank war, hat er sich jeden Abend in die Garage geschleppt und mit der Hand über sein letztes Motorrad, eine BMW, gestreichelt." Ich bin tief gerührt, halte Tränen zurück und drücke ihre Hand. Hannelore Rengers folgt mir, wir stehen vor dem Motorrad, dessen Bank sie vor zwei Jahrzehnten als Sozia begeisterte. "Hätte nicht gedacht, dass ich die noch einmal wiedersehen würde, sagt sie.

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Dieselben Worte...

Dieselben Worte höre ich auch dreißig Minuten später: Markus Beerbaum, 42, zweiter Besitzer, wohnt ebenfalls in Emsdetten und beargwöhnt seine Zweirad-Ex, die er seinerzeit von Rengers Sohn vermittelt bekam. Mit Kilometerstand 6000 hat er sie gekauft, und diesen in nur sechs Monaten verdoppelt. Dabei war seine längste Strecke gerade mal 250 Kilometer am Stück. Markus kocht Kaffee und meint: "Schon für die damalige Zeit waren die Bremsen arg bescheiden." Ich murmele vom unzeitgemäß hohen Verbrauch. "Watt se braucht, braucht 'se halt", kommentiert Beerbaum trocken und versinkt nebenbei langsam in seiner blauen Samtcouch. Er ist 41 Jahre alt. Und Frührentner. Hüfte und Knie mussten erneuert werden, eine Knochenmarktransplantation hat ihm das Leben gerettet. Sein Wohnzimmer ist vollgestellt mit Aquarien und Terrarien. Dutzende von Schlangen, unzählige Skorpione, Fische aller Couleur. Wir schweigen. "Eigentlich wollte ich immer XT fahren, platzt es aus Markus. "Die hab' ich mir danach auch gekauft." An irgendwelche Vorfälle kann er sich nicht erinnern. "Die Karre stand immer im Trockenen und sah noch aus wie neu, als ich sie meinem Kumpel Dirk verkauft hab." Es vergehen ein paar Stunden, bis ich den treffe. Stunden, in denen ich mir als Abergläubischer Sorgen mache: Der erste Besitzer der Maschine ist tot, der zweite Frührentner. Was kommt jetzt?

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Meine Bedenken sind unbegründet...

Meine Bedenken sind unbegründet. Dirk Borgmann, dritter Besitzer, steht mitten im Leben: braungebrannt, volles Haar, Ed-Hardy-Pulli, das Lächeln wie zementiert. Ein Sonnyboy. Hinter seinem opulenten Eigenheim wächst ein 60-Quadratmeter-Partyhaus mit offenem Kamin aus 2000 Quadratmetern Rasen, drei Schildkröten sonnen sich unter einem Fahnenmast mit brasilianischer Flagge. Der 43-Jährige kriegt sich gar nicht wieder ein: "Wahnsinn, die CB, mein Schätzchen, mein Baggersee-Liebling." So um die 8000 Kilometer hat er abgespult. Und wie? "Na, immer hier um den Pudding rum... Schau mal, die Beule, das haben wir damals gut hinbekommen, oder?" Tatsächlich, im Gegenlicht der untergehenden Sonne erhebt sich eine kleine Unebenheit aus der linken Tankflanke. "Baggersee, falsch geparkt, umgefallen, sagt Borgmann, während seine neue brasilianische Freundin langsam begreift, dass ihr Schatz im ersten Leben auch Motorrad fuhr. "War garantiert spannender", sagt sie und schaut aus dem Fenster. Draußen parkt Borgmanns Wagen, ein blauer Mercedes 200 D. Mausgraue Sitze, 55-PS-Power, anderthalb Tonnen schwer.

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Kurz darauf bin ich wieder on the road...

Kurz darauf bin ich wieder on the road, auf dem Weg zum Moto-Shop Eisenhardt in Neuenkirchen. Dort hat Borgmann die CB für eine 600er-Honda Shadow in Zahlung gegeben. Maria-Helena Eisenhardt wälzt ihre Bücher, Aufzeichnungen über An- und Verkauf sind jedoch unauffindbar. "Zu Beginn der Neunziger haben wir auf Computer umgestellt und die alten Akten vernichtet, entschuldigt sie sich. Weist ihren Mechaniker jedoch an, mal kurz nach dem Rechten zu schauen. "Bei so einer alten Bekannten machen wir das schon mal..."

Luftdruck und Ölstand okay, Kette gefettet, Tank voll glücklich stehe ich vor dem Eigenheim von Werner und Sabine Bals in Wettringen. "Springt sie immer noch so schlecht an, wenn sie mal 'ne Woche stand?" Keine Ahnung. Sprang sie? "Mann, war das ein Theater", erinnert sich Werner. "Wir haben sie mehrmals mit unserem Kombi angeschleppt, Seil um Gabel und Anhängerkupplung, ab dafür. Hat prima geklappt. Der Fahrschullehrer hat gestaunt." Fahrschullehrer? Ja, bei Balsens lief alles ein wenig anders als gewohnt: Sabine machte den Motorradführerschein erst, als ihre Tochter gerade auf die Welt gekommen war. "Die Fahrschule kam uns unter der Voraussetzung, dass ich ein eigenes Bike nutze, mit dem Preis sehr entgegen. Deshalb haben wir die CB gekauft." Abgesehen von Kupplungsgriff und Blinkerglas gab es keine Schäden. Die längste Strecke am Stück hätten sie zum "Laabersack-Treffen" zurückgelegt: 400 Kilometer. Nach rund 4000 Kilometern und einem halben Jahr landete die 450er wieder bei Eisenhardt Sabine Bals hat sie für eine CB 750 in Zahlung gegeben...
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Während der Fahrt rechne ich zusammen...

Während der Fahrt rechne ich zusammen: Die ersten vier Besitzer haben 24000 Kilometer in sieben Jahren abgespult. Kein Unfall, immer Garage. Was will man mehr? Auch der nächste Besitzer reiht sich in die Liste der Liebhaber. Rainer Lüttmann ist technischer Angestellter und wohnt in Rheine. Gerade ist er mit seiner Familie aus Mallorca zurück, als ich auf die Auffahrt zu seinem Bauernhof fahre. Die kleine Windscheibe fällt ihm sofort ins Auge: "Da hatte ich eine sehr große Scheibe montiert. Hab' sie aber nicht so recht genutzt, denn ich bin nie lange Touren gefahren. Als ich die CB damals an diesen Kerl für 2000 Mark verkauft hab, war mir klar: Der baut die Scheibe sofort ab."

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Den Kerl...

Den Kerl, der sie wahrscheinlich sofort abgebaut hat, treffe ich am Folgetag in Hörstel: Maik Büscher, 35, ist gelernter Maurer und arbeitet derzeit als Kraftfahrer. Zusammen mit seinem Kumpel Norbert genießt er das Feierabendpils und springt vor Freude um die Maschine herum. "Echt super, Mann.

Die hätte ich nie verkaufen dürfen", ruft er und schnippt mit dem Finger wie Wickie, der kleine Wikinger, wenn er eine seiner guten Ideen hat. "Moment mal, ich hab sogar noch den Schlüssel für das Ding." Büscher greift seinen Schlüsselbund. Tatsächlich: Lenkschloss- und Zündschlüssel sind noch dran. Waren acht Jahre dran. "Mann, die Kratzer auf dem Tank die sind von mir." Er rennt in den Keller, stolpert mit einem Eimer voll Kellen, Meißeln und Hämmern zurück, setzt sich auf das Moped und stellt den Eimer auf den Tank. "So bin ich morgens immer zur Maloche gefahren", sagt er stolz. Die eingerissene Sitzbank hat er kurzerhand neu beziehen und aufpolstern lassen. Auch die Holzklotz-Spax-Befestigung der Seitendeckel stammt von ihm: "Schau mal, rostet nicht und hält immer noch." Insgesamt, er ist sich nicht ganz sicher, hat er rund 20000 Kilometer auf der CB geritten. Und bis auf ein paar Kratzer, die kaputten Schalldämpfer und den zerborstenen Ölkühler sei auch nichts groß kaputt gegangen. Ölkühler? Ein Sturz, oder? "Weit gefehlt", lacht Büscher, "eher sturzbetrunken." Er sei beim Bund in Barnsdorf gewesen, 101 Kilometer eine Strecke. Stinkbesoffen hätte er an einem Januarmorgen bei minus 20 Grad die CB gestartet, wollte seinen Kameraden den Sound vorführen. "Anlassen, Vollgas im Stand. Da ist der Ölkühler einfach geplatzt..." Eine Frau hat die CB schließlich erlöst.

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Und zwar...

Und zwar die Ehefrau von Landwirt Friedrich Kaßling. Der kann sich jedoch absolut nicht daran erinnern, warum seine Frau ihm das Motorrad geschenkt hat. "Sie kam einfach damit an. Kein Geburtstag, kein Hochzeitstag, keine Ahnung warum", sagt er, steigt auf und dreht mit der CB ein paar Runden auf seinem Hof. "Die ist besser in Schuss als ich und hat sich gar nicht verändert. Schade, dass ich keine Zeit hatte..." Kaßling fährt in zwei Jahren nur knapp 1000 Kilometer und setzt die Maschine bei mobile.de ins Internet, Festpreis: 300 Euro.

 

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20 Kilometer entfernt...

20 Kilometer entfernt sitzt Peter Vennemeyer, der Bürgermeister von Greven, vor seinem PC und sucht ein günstiges Motorrad. Wiedereinsteigergeeignet. Nicht zu viele PS, nicht so weit entfernt. Ein Vernunftkauf. "Junge, sah die aus", sagt er. "Rechts und links mehrfach umgefallen, völlig verlebt. Blinker, Armaturen und Lenker hab' ich sofort ersetzt. Und dann kam das Drama um die Ölablassschraube. Deren Gewinde kam beim Ölwechsel nämlich gleich mit raus." Vennemeyer ersteigert über Ebay einen ganzen CB 450-Motor für 60 Euro im Sauerland. Er wechselt die Ölwanne und versteigert den Motor, Hinweis: Gewinde defekt, wieder für 60 Euro. Der Motor geht zurück ins Sauerland. "Mit der Elektrik hab' ich auch schwer gekämpft", sagt er und zeigt auf das gigantische Masseband. "Wenn es geregnet hat, ging das Licht aus. Aber liegen geblieben bin ich nie." Peter Vennemeyer steht im weißen Hemd neben seinem Berner Sennenhund Molle. Beide blicken nachdenklich auf die CB. "Die Maschine habe ich vor einem Jahr über Ebay nach Hamburg verkauft", brummt er. Hier schließt sich der Kreis, denn von Christiane Rösch habe ich sie vor drei Tagen bekommen. Der Motor tickt, wir schweigen. 23 Jahre Abenteuer Alltag, nachvollzogen in 76 Stunden. "Ich will Ihnen mal was zeigen", sagt Vennemeyer. Ich folge ihm in seine Garage. "Die hier habe ich mir anschließend gegönnt", raunt der Bürgermeister. "Honda CX 500 C, 26 Jahre alt, Garagenfahrzeug, weiß-silber, nur 11000 Kilometer auf der Uhr, ein Vorbesitzer. Sieht aus wie neu. Da kann man wirklich nix falsch machen..."
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The making of...

Kaum zu glauben, aber die Vorbereitung zu dieser Story zog sich über ein halbes Jahr hin. Insgesamt hat Autor Rolf Henniges rund 100 Telefonate geführt, um ein geeignetes Motorrad für die Story zu beschaffen. Denn die Voraussetzungen waren speziell: fahrbereit, mindestens acht Vorbesitzer, möglichst viele Anekdoten, und: sämtliche Briefe noch vorhanden. An Letzterem sind viele Deals gescheitert. Hatte man ein geeignetes Motorrad gefunden, scheiterte der Kauf meist an der Beschaffung der Fahrzeugbriefe. Zum einen unterliegen deren Eintragungen dem Datenschutz, zum anderen zeigten sich die meisten Straßenverkehrsbehörden wenig kooperativ. Darüber hinaus gab es ein Problem mit der Datensicherung: Zu Beginn der Neunziger haben viele Straßenverkehrsämter auf digitale Verwaltung umgestellt, ältere Fahrzeugbriefe wurden einfach nicht erfasst, nach vorgeschriebener Aufbewahrungsfrist jedoch vernichtet. Im Fall der CB 450 N gelangte die letzte Besitzerin, Christiane Rösch, ganz einfach per Nachfrage bei der zuständigen Behörde an die Fahrzeugbriefe und händigte sie aus. Ein Glücksfall.
Bleibt die Frage: Was passiert nun mit der Honda? Kaufinteressenten wenden sich bitte an: rhenniges@motorpresse.de – damit die Story weitergeht.

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