Praxistest Sporthandschuhe Ring frei ...

...für zwölf Paar Sporthandschuhe der preislichen Mittelklasse. Im direkten Schlagabtausch mussten sie Griffgefühl, Tragekomfort und Sicherheit unter Beweis stellen.

Foto: Bilski
Nicht alles, was Rennfahrern lieb und teuer ist, macht im Alltag Sinn. Bei Handschuhen haben sich die vorgeformten Karbon-/Kevlar-Einsätze für Otto Normalfahrer jedoch
bewährt. Sie verteilen punktuelle Krafteinwirkungen auf eine größere Fläche und verbessern außerdem den Schleifschutz. Was einst sündhaft teuren Spezialanfertigungen für Rossi und Co. vorbehalten war, findet sich mittlerweile an Handschuhen der preislichen Mittelklasse.
Die geformten Einsätze sind allerdings nicht automatisch ein Indiz für einen guten Sporthandschuh, wie MOTORRAD beim Test von zwölf Exemplaren zu Preisen zwischen 70 und 100 Euro feststellen musste. Neben der passiven Sicherheit kommt es beim sportlichen Kurventanz mit leistungsstarken Supersportlern vor allem auf ein gutes Griffgefühl und die uneingeschränkte Beweglichkeit von Fingern, Daumen sowie Handgelenk an. Ein gut
gemachter, eng sitzender Sporthandschuh besitzt daher eine stark vorgekrümmte Innenhand aus weichem, geschmeidigem Leder. Des Weiteren müssen Nähte so gearbeitet sein, dass sie selbst auf längeren Touren nicht drücken.
Vorteilhaft für einen guten Schleifschutz sind außerdem Dopplungen aus abriebfestem Ziegen- oder Känguruleder an den sturzrelevanten Zonen (Handballen, Außenkante, kleiner Finger), am besten unterlegt mit einem reißfesten Kevlargewebe. Nicht zu vergessen natürlich ein
stabiler und eng schließbarer Klettriegel am Handgelenk, der verhindert, dass der Fingerling bereits beim ersten Asphaltkontakt verloren geht. Unterm Strich erfüllen längst nicht alle getesteten Modelle die Ansprüche, die auch ein Normalfahrer an seine Handschuhe stellen sollte.

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