Honda CBR 600 RR

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Hersteller: Honda

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2013

Die nächste Evolutionsstufe des erfolgreichen 600er-Sportlers steht bereit. Besonderes Augenmerk legten die Ingenieure auf die Fahrzeugfront, wo jetzt eine 41-mm-Upside-down-Gabel von Showa mit Big-Piston-Technologie zum Einsatz kommt. Druck- und Zugstufe sind jetzt am oberen Ende der Gabel einstellbar. Der Motor entspricht weitgehend dem Vorgängermodell, weist dieselbe Spitzenleistung und dasselbe maximale Drehmoment auf. Allerdings verspricht Honda durch ein überarbeitetes Mapping und durch die Steuerung der Ansaugluftmenge die Leistungsentfaltung im Teillastbereich verbessert zu haben. Jeder Zylinder wird von zwei Einspritzdüsen mit Kraftstoff versorgt, wobei der obere erst dann ins Geschehen eingreift, wenn das Gas mehr als ein Viertel geöffnet ist und die Drehzahl über 4800/min liegt. Alle anderen Annehmlichkeiten wie das sportlich abgestimmte, elektronisch gesteuerte Combined-ABS ("brake by wire") sind natürlich nach wie vor an Bord.

Technische Daten Honda CBR 600 RR (PC40)
Modelljahr 2012
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 67,0 / 42,5 mm
Hubraum 599 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,2
Leistung 88,1 kW ( 119,8 PS ) bei 13500 /min
Max. Drehmoment 66 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 135 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 220 mm Einkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1375 mm
Lenkkopfwinkel 66,5 °
Nachlauf 98 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 374 kg
Höchstgeschwindigkeit 265 km/h
Preis
Neupreis 12790 Euro
Anzeige

2012

Zum Glück gibt es in der CBR 600-Reihe die alltagstaugliche F. Damit kann sich die CBR 600 RR ganz und gar um die sportlichen Belange kümmern. Die Rennsport-affine Kundschaft weiß, was sie an der RR hat: Das wunderbar straffe Fahrwerk nebst ausgezeichneten Bremsen - das von der Fireblade geerbte Sport-ABS steht ihr ausgezeichnet - macht sie zu einem feinen, verzeihenden Rennmotorrad mit Straßenzulassung. Eine genügsame Begleitung für die Landstraße ist sie außerdem: Mit knapp über 4 Litern pro 100 km kommt sie klar, ohne sich wegen Unterforderung zu beschweren oder gar unwillig an der Kette zu rupfen. Im von der Sport-Konkurrenz gesteckten Rahmen mag sie sogar noch als bequem durchgehen, aber wie so vieles ist auch das relativ: Wer Gardemaß erreicht oder überrschreitet, muss sich ein wenig falten. Traditionell wird Honda im Laufe der Saison die Farbpalette der CBR 600 RR wohl durch die eine oder andere Sonderlackierung ergänzen.

Technische Daten Honda CBR 600 RR (PC40)
Modelljahr 2012
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 67,0 / 42,5 mm
Hubraum 599 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,2
Leistung 88,1 kW ( 119,8 PS ) bei 13500 /min
Max. Drehmoment 66 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 135 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 220 mm Einkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1375 mm
Lenkkopfwinkel 66,5 °
Nachlauf 98 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 374 kg
Höchstgeschwindigkeit 265 km/h
Preis
Neupreis 12790 Euro

2011

Zum Glück hat die CBR 600-Reihe Zuwachs in Form einer sehr alltagstauglichen Schwester F bekommen. Damit kann sich die CBR 600 RR wieder um die sportlichen Belange kümmern. Das von der Fireblade geerbte Sport-ABS, welches gegen Aufpreis verfügbar ist, steht ihr trotz 10 Kilogramm Mehrgewicht ausgezeichnet. Die Kundschaft weiß, was sie an der Honda hat: Die Zulassungshitparade der Sportmotorräder unter 1000 Kubikzentimetern - also Triumph Daytona 675, Suzuki GSX-R 750 und Ducati 848 eingeschlossen - führt sie, Stand Oktober, mit deutlichem Abstand an. Eine genügsame Begleitung für die Landstraße ist sie außerdem: Mit knapp über 4 Litern pro 100 km kommt sie klar, ohne sich wegen Unterforderung zu beschweren oder gar unwillig an der Kette zu rupfen. Im von der Sport-Konkurrenz gesteckten Rahmen mag sie sogar noch als bequem durchgehen, aber wie so vieles ist auch das relativ. Der 2011er-Jahrgang ist in originellen Lack-Optionen erhältlich, aber auch in dezentem Anthrazit.

Technische Daten Honda CBR 600 RR (PC40)
Modelljahr 2011
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 67,0 / 42,5 mm
Hubraum 599 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,2
Leistung 88,1 kW ( 119,8 PS ) bei 13500 /min
Max. Drehmoment 66 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 135 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 220 mm Einkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1375 mm
Lenkkopfwinkel 66,5 °
Nachlauf 98 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 364 kg
Höchstgeschwindigkeit 265 km/h
Preis
Neupreis 11790 Euro

2010

Es ist noch gar nicht lange her, da war die philosophische Frage „Konsequenter Renner oder Alltagssportler?“, in anderen Worten: „Yamaha R6 oder Honda CBR?“ laut Zulassungsstatistik ein unentschiedenes Problem. Nun hatte aber Honda die CBR 600 RR 2009 mit einem sporttauglichen ABS derart aufgewertet, dass sie das Zulassungsrennen gegen ihre Hauptkonkurrentin deutlich für sich entscheiden konnte. Die 10 Kilogramm Mehrgewicht, die das fein regelnde Antiblockiersystem der Honda auflastet, stehen der Beliebtheit nicht im Weg. Die weiteren Qualitäten der Sportlerin sind bekannt und schreiben die Geschichte der 24 Jahre alten CBR-Baureihe trefflich fort: Ein ausgewogenes Fahrwerk spielt der – nach Supersportler-Maßstäben – enormen Alltagstauglichkeit in die Karten. Hierzu gehört auch der mehr als moderate Verbrauch: Mit knapp über 4 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometer hat sich die Honda beim MOTORRAD-Alpenmasters 2009 zufriedengegeben. Dass der Motor kein Durchzugswunder sein kann, ergibt sich aus seiner Konzeptionierung – aber immerhin agiert er weder nervös noch unwillig, wenn er unterhalb seiner Möglichkeiten gefordert wird.

Technische Daten Honda CBR 600 RR (PC40)
Modelljahr 2010
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 67,0 / 42,5 mm
Hubraum 599 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,2
Leistung 88,1 kW ( 119,8 PS ) bei 13500 /min
Max. Drehmoment 66 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 135 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 220 mm Einkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1375 mm
Lenkkopfwinkel 66,5 °
Nachlauf 98 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 364 kg
Höchstgeschwindigkeit 265 km/h
Preis
Neupreis 12090 Euro

2009

In der deutschen Zulassungsstatistik liefern sich CBR 600 RR und Yamaha R6 ein supersportliches Kopf-an-Kopf-Rennen. Jetzt hat Honda die RR nicht nur im üblichen Rahmen renoviert, sondern mit einem (aufpreispflichtigen) Extra garniert, das ihr einen Vorsprung verschaffen sollte: mit der ersten sporttauglichen ABS-Kombibremse. Ihr Druckmodulator wird rein elektronisch angesteuert, das gewöhnungsbedürftige Pulsieren in den Hebeln während der Regelphase entfällt also. Außerdem berücksichtigt das System die speziellen Bedingungen von Sportlern, namentlich den kurzen Radstand sowie die enorm haftenden Reifen und die daraus resultierende Überschlagneigung bei zu starker Bremslast auf dem Vorderrad. Permanent überwacht der Rechner die dynamische Radlastveränderung - und justiert nach. Runde zehn Kilogramm Mehrgewicht bringt die Superbremse, nur ohne bleibt die CBR also die Leichteste ihrer Klasse. Kleine Änderungen an der Verkleidung unterscheiden das neue vom alten Modell, außerdem wurden Kolben, Zylinderkopf und Auspuffanlage modifiziert. Dabei soll im mittleren Drehzahlbereich spürbar mehr Kraft herausgekommen sein.

Technische Daten Honda CBR 600 RR (PC40)
Modelljahr 2009
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 67,0 / 42,5 mm
Hubraum 599 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,2
Leistung 88,1 kW ( 119,8 PS ) bei 13500 /min
Max. Drehmoment 66 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 135 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 220 mm Einkolben-Schwimmsattel
ABS Ja
Maße und Gewichte
Radstand 1375 mm
Lenkkopfwinkel 66,5 °
Nachlauf 98 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe 820 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 364 kg
Höchstgeschwindigkeit 265 km/h
Preis
Neupreis 10890 Euro

2008

Wer sich seinen 600er-Supersportler nicht ausschließlich für die Rennstrecke kauft, der muss Hondas CBR 600 RR in die engste Wahl ziehen. Denn während ganz Schnelle auf der Piste straffere Federelemente verlangen, erntet die Abstimmung des Fahrwerks auf öffentlichen Straßen nur Lob. Bei sensationellen 184 Kilogramm Gewicht kein Wunder, dass die Handlichkeit besonders gerühmt wird. Aber auch Stabilität und Lenkverhalten rangieren auf höchstem Niveau. Unterstützend wirkt unterwegs, dass Honda wieder mal ein unschlagbares ergonomisches Arrangement gefunden hat: Platz nehmen und wohlfühlen, allenfalls der Windschutz hinter der markant-löchrigen Verkleidung könnte auch bei einem Supersportler besser sein. Löblich zudem, dass die exorbitanten Tokico-Stopper in der Wirkung für Rennen, in der Dosierbarkeit aber auch für den Alltag taugen und dass Hondas elektronischer Lenkungsdämpfer Zuckungen beim harten Beschleunigen restlos wegfiltert. Im Kern des Erlebens steht jedoch der hochentwickelte Motor, der ab Leerlauf flott loslegt und dessen souveräne Leistungsentfaltung mehr Hubraum vorgaukelt. Typisch für ein Renommierprodukt von Honda: die tolle Verarbeitung.

Technische Daten Honda CBR 600 RR (PC40)
Modelljahr 2008
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 67,0 / 42,5 mm
Hubraum 599 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,2
Leistung 88,1 kW ( 119,8 PS ) bei 13500 /min
Max. Drehmoment 66 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 135 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 220 mm Einkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1375 mm
Lenkkopfwinkel 66,5 °
Nachlauf 98 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe 820 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 364 kg
Höchstgeschwindigkeit 265 km/h
Preis
Neupreis 10790 Euro

2007

Nicht immer unterscheidet sich ein neuer 600er-Supersportler so offensichtlich vom Vorgängermodell. Was im Fall der CBR 600 RR gewiss daran liegt, dass ihre Erbauer als erste daran gingen, den tieferen Sinn einer Vollverkleidung mal genau zu erforschen. Sie entdeckten dabei, dass es dem möglichst widerstandsfreien Vorbeiströmen der Luft dient, wenn diese hier und da Löcher in der Außenhaut findet. Also trägt die neue CBR eine Art Lochverkleidung, was erstens ihrer radikalen Silhouette nicht schadet, zweitens ungewohnte Anblicke leckerer Hochtechnologie gestattet, drittens die Kühlung immens hoch beanspruchter Triebwerkskomponenten fördert und viertens das Gewicht reduziert. Letzteres Ansinnen stand im Zentrum der Entwicklungsarbeiten, besonders stolz weist Honda auf ein zwei Kilogramm leichteres Triebwerk hin. Zu Recht, denn diese japanischen Wunderwerke dürfen schon seit Jahren als weltweit beste Weightwatcher gelten. Durch noch enger beieinander liegende Wellen konnte das Gehäuse knapper ausfallen, ein Zylinderkopfdeckel aus Magnesium spart ebenfalls einige hundert Gramm. Wie bei der Fireblade kommen die Pleuelfüße mit einer mutterlosen Verschraubung aus, selbst die eh schon hauchzarten, nun molybdänbeschichteten Kolben und die gertenschlanken Nockenwellen unterzogen sich einer Hungerkur. Die Einspritzanlage wurde überarbeitet, soll nun dank eines Leerlaufluft-Steuerungsventils auch nach dem kompletten Schließen der Drosselklappen wieder weich Leistung aufbauen. Racer wird freuen, dass die zulässige Maximaldrehzahl um 500 Touren stieg, Normalfahrer werden begrüßen, dass die Leistung im mittleren Drehzahlbereich wuchs. Den ebenfalls neuen und leichteren Rahmen bestückt Honda nun – bei leicht reduziertem Radstand – mit einer längeren Schwinge, die Federelemente blieben im Prinzip unverändert. Vorn bremst die CBR mit Radial-Bremspumpe sowie radial verschraubten Tokico-Zangen. Und: Auch die 600er trägt nun wie die Fireblade einen elektronisch gesteuerten Lenkungsdämpfer.

Technische Daten Honda CBR 600 RR (PC40)
Modelljahr 2007
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 67,0 / 42,5 mm
Hubraum 599 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,2
Leistung 88,1 kW ( 119,8 PS ) bei 13500 /min
Max. Drehmoment 66 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 135 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 220 mm Einkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1375 mm
Lenkkopfwinkel 66,5 °
Nachlauf 98 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe 820 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 364 kg
Höchstgeschwindigkeit 265 km/h
Preis
Neupreis 10790 Euro

2006

Supersport-Rennen: radikal, Hochleistung pur. Der Sieger der letzten Jahre hieß CBR 600 RR. Aber was sagt das übers Seriengerät? Dass die Basis stimmt. Zum wahren Triumph fehlte noch ein Sieg im MOTORRAD-Vergleichstest, und der gelang dieser Honda besonders eindrucksvoll: Erste in der Rennstreckenwertung, Erste im Gesamtklassement. Und das, obwohl der per Einspritzung versorgte Vierzylinder nicht zu den Stärksten zählt und sich aller CBR-Ausgewogenheit zum Hohn ruppige Lastwechsel gestattet. Aber er sitzt in einem Spitzen-Fahrwerk, und er sitzt vor allem in einem Fahrzeug, das seinen Benutzer nie unnötig fordert, sondern ihm entgegenkommt.

Technische Daten Honda CBR 600 RR (PC37)
Modelljahr 2006
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 67,0 / 42,5 mm
Hubraum 599 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,0
Leistung 86,0 kW ( 117,0 PS ) bei 13000 /min
Max. Drehmoment 66 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 130 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 220 mm Doppelkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1395 mm
Lenkkopfwinkel 66,0 °
Nachlauf 95 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 371 kg
Höchstgeschwindigkeit 265 km/h
Preis
Neupreis k.A.

2005

Die Fireblade ist nach Yamahas R1 Deutschlands meistgekaufter Supersportler, auch weltweit geht sie bestens. Da wäre blöd, wenn Honda nicht auch die 600er auf Blade gebürstet hätte. Operation gelungen, vor allem das Facelift, denn die neu geformten Scheinwerfer-Augen und der gierige Ramair-Schlund ergeben beinahe exakt ein CBR 1000 RR-Gesicht. Ansonsten standen die Arbeiten an der zweiten Generation der kleinen RR unter dem Motto: Stärken hoch, Gewicht runter. Die Entwickler sahen keinen Bedarf, Kawasaki auf dem Weg ins 130-PS-Traumland zu folgen, sondern beließen es bei einer Nennleistung von 117 PS. Um die Zylinderfüllung bei mittleren Drehzahlen zu verbessern, engten sie die Einlasskanäle im mittleren Bereich sogar etwas ein. Der winzige Knubbel erhöht die Ansauggeschwindigkeit, mehr Gemisch kann in den Zylinder zischen. Der Rest des äußerst kompakten Vierzylinders blieb prinzipiell unangetastet, zu hoffen wäre, dass die Nachhilfestunden ausreichten, um seine Kraftabgabe enger an die Nennleistungs-Vorgaben zu führen. Bislang nämlich hat noch keine CBR 600 RR bei MOTORRAD 117 PS gestemmt, fünf PS fehlten mindestens, und genau die fehlten, um den letztjährigen 600er-Vergleichstest zu gewinnen. Zum Fahrwerk: Die revolutionäre und vom MotoGP-Renner RC 211 V inspirierte Schwinge integriert das Federbein, dessen obere Aufnahme ist nicht länger angeschraubt, sondern wird in einem Stück mitgegossen. Vorn gab man den Kundenwünschen nach und montierte eine Upside-down-Kartuschengabel. Obwohl – so betont Honda – die konventionelle Gabel keinen Anlass zur Kritik gab. Stimmt irgendwie. Auch die allüberall beliebten radial verschraubten Bremszangen kann die 600 RR nun vorzeigen. Ganz wichtig ist Honda, dass von vorn bis hinten und sogar am eh schon leichten Alu-Gussrahmen Gewicht gespart wurde. Insgesamt fünf Kilogramm.

Technische Daten Honda CBR 600 RR (PC37)
Modelljahr 2005
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 67,0 / 42,5 mm
Hubraum 599 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,0
Leistung 86,0 kW ( 117,0 PS ) bei 13000 /min
Max. Drehmoment 66 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 130 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 220 mm Doppelkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1395 mm
Lenkkopfwinkel 66,0 °
Nachlauf 95 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 371 kg
Höchstgeschwindigkeit 265 km/h
Preis
Neupreis k.A.

2004

Ein Wunder an Leichtbau hatte Honda 2002 versprochen – und nun ist die RR unter allen aktuellen supersportlichen Nippon-600ern die Schwerste. Na? Und? Genau: na und? Denn sonst hält die rassigste CBR aller Zeiten sämtliche Versprechen. Versehen mit einem äußerst stabilen Fahrwerk, das bei aller Handlichkeit keinen Mucker tut, wenn es kurvenausgangs brutal ans Gas geht oder volles Rohr über Wellen. Das seine klassentypische Handlichkeit mit einer rattenscharfen Präzision paart und Schräglagenfreiheit bis zum Schwindeln bietet. Hinzu kommen Bremsen, die sowohl in Verzögerung als auch Dosierung zur absoluten Spitze zählen.

Der für die RR völlig neu konstruierte Motor dreht locker über 14000 Touren und lässt sich sein Gemisch von zwei Zwölfloch-Düsen pro Zylinder aufbereiten. Alles prima, wenn es um lineare Leistungsentfaltung geht. Toll, dass dabei auch unterhalb fünfstelliger Drehzahlen noch einige Kraft entsteht, selbst wenn beispielsweise Kawasakis 636er hier noch lässiger werkelt. Leider nerven gelegentlich die harten Lastwechsel. Dennoch: Zu Sprints über deutsche Landstraßen passen nur wenige Bikes besser als die neue RR. Und zu deutschen Rennstrecken? Klar, die Nordschleife als verlängerter Arm öffentlichen Straßenbaus, die liegt ihr. Moderne Hochgeschwindigkeitspisten dagegen entlarven eine etwas zu weiche Gabel. Die radikale und nicht sonderlich variable Sitzposition liegt auch nicht jedem, belastet die Handgelenke stark und bietet wenig Raum zum Turnen. Andererseits zahlt sich die bewusste Konzentration der Massen in einer hohen Flexibilität aus: Die RR verliert auch in trickreichsten Kurven keinen Deut ihres gutmütigen Handlings. Sie kommt aus jedem Eck – so oder so. Was bleibt unterm Strich? Landstraßensportler kriegen einen sehr wertig gemachten und aufregend gestylten Brenner, Rennfahrer sollten die hervorragende Basis noch ein wenig nachbessern.

Technische Daten Honda CBR 600 RR (PC37)
Modelljahr 2005
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 67,0 / 42,5 mm
Hubraum 599 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,0
Leistung 86,0 kW ( 117,0 PS ) bei 13000 /min
Max. Drehmoment 66 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 130 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 220 mm Doppelkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1395 mm
Lenkkopfwinkel 66,0 °
Nachlauf 95 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 371 kg
Höchstgeschwindigkeit 265 km/h
Preis
Neupreis k.A.

2003

Die Daten für Bohrung und Hub sind identisch, doch was bis vor kurzem anlässlich eines Modellwechsels als Indiz für einen unverändert übernommenen Motor gelten durfte, führt heute in die Irre. Wahrscheinlich haben 670 mal 425 Computerdurchläufe ergeben, dass 67,0 Millimeter Bohrung und 42,5 Hub bei einer leistungsorientierten 600er das Maß der Dinge sind. Und nur deshalb ist’s dabei geblieben. Außer Bohrung und Hub haben die CBR 600 F und ihre unlängst präsentierte Partnerin CBR 600 RR nämlich nur noch gemein, dass sie auf zwei Rädern stehen und Honda heißen.

Es muss Besessenheit sein, dieses Kultbike von vorn bis hinten verändern zu wollen. Vielleicht auch mit GP2 – oder wie sonst die „kleine“ Klasse im Motorrad-Grand-Prix demnächst heißen wird. Denn ganz klar zielen die Aktivitäten von Kawasaki, Yamaha und eben auch Honda nicht allein auf supersportlich orientierte Kunden, sondern zusätzlich auf werbewirksame Podestplätze. Einen Supersport-Weltmeister, den kann man mit der „alten“ F stellen, wer aber demnächst beide Grand-Prix- Klassen dominieren möchte, der sollte schon mal in die Vollen gehen. Der sollte ein Bike auf leichte Dreispeichenräder stellen, das endlich wieder als Anschauungsstück im Hauptseminar für Kraftfahrzeugtechnik taugt. Drehzahlen bis 15000, meine Damen und Herren, schon mal gehört? Richtig, bei der R6. Aber je zwei Zwölfloch-Düsen pro Zylinder, um an den irrwitzig rasenden Ventilen vorbei genügend und bestens aufbereitetes Frischgas zu hetzen, das ist neu bei den 600ern. Kolben, Ringe, Bolzen, Pleuel – alles noch mal erleichtert, und, jawohl, die Frage kommt zu Recht: Geht das gewichtsmäßig nicht in nächster Zukunft gegen Null?

Der Motor wurde kompakter und er wurde schmaler. Alles im Ringen um die optimale Schwerpunktlage. Der Radstand wurde kleiner, aber die Schwinge länger, der Endschalldämpfer wanderte – wichtig, wichtig, aber eben auch aerodynamisch richtig – unter den Sitz. In diesem Motorrad steckt so viel Hirnschmalz, dass es eigentlich drei Tonnen wiegen müsste. Und es verspricht Erlebniswelten, die nur Valentino Rossi ausloten kann. An einem sehr guten Tag.

Technische Daten Honda CBR 600 RR (PC37)
Modelljahr 2005
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 67,0 / 42,5 mm
Hubraum 599 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,0
Leistung 86,0 kW ( 117,0 PS ) bei 13000 /min
Max. Drehmoment 66 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 130 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 220 mm Doppelkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1395 mm
Lenkkopfwinkel 66,0 °
Nachlauf 95 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 371 kg
Höchstgeschwindigkeit 265 km/h
Preis
Neupreis k.A.
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