Supermoto ist klasse. Findet Honda, obwohl der weltgrößte Hersteller sich in der Rennserie bislang gedrückt hat. Offiziell jedenfalls. Nun gut, immerhin hat man die Möglichkeit erkannt, im attraktiven Supermoto-Look ein Gerät aufzubauen, das Einsteiger ebenso anspricht wie jugendfrische Freunde ausgelassener Kurztripps. Die FMX hat nämlich null Wettbewerbsambitionen, und das ist gut so. Kann doch nicht jeder mit spitzer Motorcharakteristik durch die City sprinten. Muss doch auch was für Leute geben, denen ordentlicher Druck im mittleren Drehzahlbereich genügt, die aber auf gute Fahrbarkeit schon ab Leerlauf stehen. Eben, und deshalb nahm sich Honda den betagten Single aus der Dominator vor, kultivierte sein dermaleinst explosives Laufverhalten etwas, steckte ihm zwei U-Kats in den Supertrap-Auspuff und schickte ihn über die Homologations-Hürden. Im Ziel wurden 38 PS gemessen, das muss genügen. Genügt das? Man wird sehen, ob die angepeilte jüngere Kundschaft mit dem Abstand zur Yamaha XT 660 oder zur KTM 640 Supermoto leben kann. Der beträgt nämlich zehn respektive 17 PS. So, und nun die gute Nachricht: Der Preisunterschied beläuft sich auf rund 1000 beziehungsweise 2000 Euro. Dabei ist die Honda wirklich gut gemacht: Die Abgase entweichen über eine komplett aus Edelstahl gefertigte Anlage, die Fußrasten stecken in einer großen Alu-Platte, auch der winzige Klarglas-Scheinwerfer und der Renthal-Alu-Lenker heben die Stimmung. Am auffälligsten sicher die stämmige Upside-down-Gabel. Sie gestattet 218 Millimeter Federweg, das progressiv angelenkte Gasdruck-Federbein hinten immerhin 186. Den schwarz eloxierten 17-Zoll-Alu-Felgen wurden Niederquerschnitt-Straßenreifen in den zivilen Dimensionen 120/70 und 150/60 aufgezogen. Das spricht für ein praxisbezogenes Bemühen um agiles Handling. Ob der Elf-Liter-Tank auch praktisch ist, werden spätestens die FMX-Besitzer herausfinden.

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