Honda RC 211 V

Hondas aktuelle MotoGP-Waffen, die RC211V. Hier mit der Startnummer 69 von Nicky Hayden, dem WM-Führenden in der MotoGP.
Foto: Honda
Hersteller: Honda

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Es war nun wirklich keine Überraschung. Die Honda RC 211 V und ihr Pilot Valentino Rossi rissen im ersten Jahr der neuen Zeitrechnung der Grand-Prix-Welt alles nieder. Die Mitbewerber, die sich ebenfalls von Anfang an auf die neuen Regeln, 990er-Viertakter mit je nach Zylinderzahl unterschiedlichen Mindestgewichten, eingelassen hatten, waren nur Staffage. Yamaha, Suzuki, Aprilia und zum Saisonfinale auch Kawasaki fuhren mitunter peinlich hinterher. Zu überlegen und vor allem für die Gegner erschreckend ausgereift war der neue V-Fünfzylinder-Motor. Lediglich die bisweilen überforderte Anti-Hopping-Kupplung machte den Honda-Werksfahrern Ärger. Aber ansonsten glänzte der, was Hightech-Gimmicks angeht, eher konventionelle Motor, vor allem durch sein sehr intelligentes Gesamtkonzept. So erreichte Honda mit eher schrägen 75,5 Grad Zylinderwinkel einen sehr kompakten Motor im Vergleich zu den wesentlich ausladenderen Konkurrenzprodukten. Auch die vergleichsweise schlechte Aerodynamik der RC 211 V kommt nicht von ungefähr. Denn so wird die Maschine in den Kurven sehr viel handlicher. Und auf der Geraden hilft bisher noch der liebe Gott, sprich die von den Gegnern zumindest 2002 unerreichten rund 230 PS. 2003 wird die Konkurrenz zwar durch die Superbike-WM-Spezialisten von Ducati und den Honda-Nachbau Proton erweitert. Dennoch wird es auch künftig äußerst schwer bleiben, an einer Honda RC 211 V vorbeizuziehen, wenn man nicht selber eine hat.

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