IDM-Saisoneröffnung 2017 Rang und Namen geben Vollgas

Die neue IDM fährt vom 12. bis 14. Mai 2017 auf dem Nürburgring in die neue Saison, Zuschauer profitieren von mehr Action als je zuvor und günstigeren Preisen.

Nach langen Verhandlungen mit vielen Fragezeichen startet die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) auf dem Nürburgring in die neue Saison. Vom 12. bis 14. Mai 2017 wird in der nationalen Top-Serie des deutschen Motorradrennsports um die ersten Punkte gekämpft. Zugleich beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der Meisterschaft. Erstmals haben sich die beteiligten Marken BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha in einer Arbeitsgruppe unter dem Dach des Industrieverbands Motorrad (IVM) verbündet. So eine geschlossene Einheit gab es noch nie. Alle ziehen an einem Strang. Fakt ist: Als neuer Promoter der IDM wird die Arbeitsgruppe Zeichen setzen und auch der Nachwuchsförderung in Deutschland neue Impulse verleihen. Als Ausrichter der Serie fungiert das MOTORRAD action team. Es überzeugte in den Vertragsverhandlungen nicht nur als sportlich versierter Veranstalter, sondern auch mit einem großen Paket Medialeistungen.

Was wäre die IDM ohne Sidecars?

Wenn die Motoren auf dem Nürburgring warm laufen, geht die Post ab. Rund 220 PS und Höchstgeschwindigkeiten über 300 km/h lautet die Ansage in der renommierten Superbike 1000-Klasse. Hier kämpfen die Werke um ihr Image und sie haben keine Mühen gescheut, potentielle Siegkandidaten für die Jagd um den Titel zu verpflichten. BMW trumpft mit dem zweifachen deutschen Superbike-Champion Markus Reiterberger (Obing) auf, der neue Kräfte für seine geplante Rückkehr in der Superbike-Weltmeisterschaft tanken will. Dazu kommen Jan Bühn (Kronau), Danny de Boer (Staphorst/NL) und Arnaud Friedrich (Limbach-Oberfrohna). Die jungen Wilden verdrängen die alten Hasen immer mehr. Die IDM wird auch in den größeren Klassen zu einem Sprungbrett für den internationalen Nachwuchs. Yamaha hält im Titelkampf vor allem mit Florian Alt (Gummersbach), dem Vizemeister von 2016, dagegen. Der Gummersbacher ist 21 Jahre alt und kennt die Materie inzwischen genau. Honda setzt auf ein neues Motorrad und den Tschechen Jan Halbich (Prag). Auch Suzuki schiebt eine brandneue Maschine an den Start. Die Hoffnungsträger heißen Luca Grünwald (Waldkraiburg) und Dominic Schmitter (Widnau/CH). Kawasaki hat mit Romain Maitre (Vesoul) einen Franzosen mit Langstrecken-Erfahrung engagiert. Dem aktuellen Stand nach haben sich fünf Tage vor dem heißen Start auf dem Nürburgring 31 Teilnehmer für die IDM Superbike 1000 eingeschrieben. Die Nennungen werden bis zum Veranstaltungsbeginn entgegen genommen.

In der Klasse Supersport 600 rollt ein kleines, aber feines Feld mit 18 Piloten an. Zu den Titelfavoriten zählen die Yamaha-Piloten Kevin Wahr (Nagold) und  Thomas Gradinger (St. Marienkirchen/A) sowie Kawasaki-Konkurrent Christian Stange (Heidenau).

Ganz neu und erst im Aufbau ist die Klasse IDM Supersport 300. Hier bekommt der Nachwuchs ab 15 Jahren die Chance, sich unter annähernd gleichen Bedingungen zu messen. An den Motorrädern, die etwa 46 PS leisten, darf nicht viel geändert werden. Damit es richtig brummt auf der Strecke, macht die IDM mit den Niederländern gemeinsame Sache. Die beiden nationalen Meisterschaftsfelder schließen sich für die Rennen zusammen, fahren jedoch mit getrennter Wertung. 

Was wäre die IDM ohne Sidecars? Die Dreiräder haben weiterhin ihren festen Platz in der Meisterschaft und ihre Fans. Wie in den Soloklassen werden auch bei den Sidecars zwei Rennen pro Veranstaltung ausgetragen.

Im Rahmenprogramm auf dem Nürburgring geben sich der Suzuki GSX-R 1000-Cup und Twin-Cup die Klinke in die Hand. Das ganze Wochenende ist Action angesagt. Das gilt auf und neben der Rennstrecke. Schon bei der Auftaktveranstaltung passieren zwei ganz wichtige Dinge: Es wird mehr geboten, aber weniger dafür verlangt. Bei Probefahrten mit Motorrädern aus den aktuellen Modellreihen von Honda, Kawasaki und Yamaha, beim Motorrad-Korso auf der Strecke, bei der Fahrerlager-Party am Samstagabend oder dem Pitwalk am Sonntag kommen die Fans voll auf ihre Kosten. Bei der öffentlichen Pressekonferenz nach den Rennen erleben sie die Sieger ganz nah, live und ohne Helm. Und das alles bei einem Eintrittspreis von je 14,00 Euro am Samstag und Sonntag. Das Kombiticket für das ganze Wochenende kostet 25,00 Euro. Darin sind der Eintritt ins Fahrerlager und der Pitwalk schon enthalten. Für Jugendliche einschließlich 17 Jahre ist der Eintritt frei. Wer sich etwas Besonderes gönnen und ein paar Euro drauflegen möchte, kann bei Honda und Suzuki ein VIP-Ticket buchen und sich in deren Hospitality verköstigen lassen.

Serienmanager Normann Broy, der mit seinem Organisationsteam eine Mammutaufgabe zu bewältigen hat, ist optimistisch: „Wir müssen die Zuschauer zurück an die Strecke bringen, das ist das A und O. Und damit die IDM in die Köpfe der Menschen. Nicht nur als nationale Serie, sondern auch als eine Meisterschaft, aus der sich der nationale Motorsportnachwuchs für internationale Aufgaben rekrutiert.“ Die neue IDM hat Fahrt aufgenommen und gibt richtig Gas.

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