Vorschau auf die IDM 2017 in Zolder

Es wird heiß in Belgien

In Zolder geht die IDM in die zweite Runde, die Teams haben in der langen Pause aufgerüstet und die Karten völlig neu gemischt. Dazu kündigt sich ein spannender WetterMix aus viel Sonne mit vereinzelten Schauern an.

Das Warten hat ein Ende. Nach sieben Wochen Pause sind Fahrer und Fans heiß auf die nächste Runde in der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM), die vom 6. bis 9. Juli 2017 in Zolder stattfindet. Auf dem knackigen belgischen Kurs haben sich im Vorfeld bereits einige Topteams warmgefahren. „Das ist auch gut so“, sagt Marc Moser von Triple M-Racing, der in Belgien sein Saisondebüt gibt. Eine schnelle Passage geht über in abgehackte Bremsmanöver. Ein Sprunghügel und blinde Kurven runden das Streckenprofil ab. Moser weiß wovon er spricht. Bei seinem ersten Ausflug auf die Strecke musste der 23-jährige Kawasaki-Fahrer aus Dieburg einen Sturz einstecken, „aber jetzt wie ich ganz genau, wo die Bodenwellen sind.“

Fünf verschiedene Motorradhersteller vertreten

In der IDM sind fünf verschiedene Motorradhersteller vertreten: BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha. Um die Serie neu zu beleben, haben sie sich in einer Arbeitsgruppe unter dem Dach des Industrieverbandes Motorrad (IVM) verbündet und dabei besonders der Nachwuchsförderung verschrieben. So geschlossen und einig haben sich die Hersteller noch nie präsentiert. Mit dem Beginn der Saison 2017 wurde in der IDM ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Teilnehmerzahlen sprechen für sich

Dass die neue IDM bei Fahrern und Fans ankommt, hat sich bereits gezeigt. Die Teilnehmerzahlen sprechen für sich. Allein über 30 permanente Anmeldungen sind in der Klasse IDM Superbike 1000 eingegangen. Dazu schreiben sich bei jeder Veranstaltung Gastfahrer ein. Die Zuschauer erwartet hochkarätiger Motorsport. Im Moment stellt sich die Frage: Wer kann in Zolder den momentanen Superbike-Spitzenreiter Markus Reiterberger (Obing) auf der BMW S 1000 RR schlagen? Bei den Zolder-Tests war der zweifache Meister und Superbike-WM-Rückkehr mit Abstand am schnellsten unterwegs. Doch in seinem Windschatten lauert sein eigener Teamkollege Danny de Boer (Staphorst). Und Yamaha hat mit Florian Alt (Gummersbach) und Bastien Mackels (Sprimont) zwei Trümpfe am Start. Mackels ist Belgier, kennt die Strecke in Zolder ganz genau und gilt als Regenspezialist. Doch alles muss passen. Weil er unter allen Umständen schneller als Reiterberger sein wollte, landete Mackels beim Training unsanft im Kies und schürfte sich derb den Finger ab. Suzukis Speerspitzen heißen Vittorio Iannuzzo (Brescia) und Dominic Schmitter (Altstätten). Die italienisch-schweizerische Kombination versucht die brandneue GSX-R 1000 auf dem Podium zu platzieren. Kawasaki hat sich den Franzosen Romain Maitre (Vesoul) aus der Langstrecken-WM geangelt und Hondas Hoffnungen liegen auch in diesem Jahr auf dem Tschechen Jan Halbich (Prag).

Kevin Wahr der Favorit in der SSP 600?

In der Klasse Supersport 600 hat Kevin Wahr (Nagold) gleich beim ersten Aufschlag Nägel mit Köpfen gemacht. Zwei Siege gehen auf sein Konto, das bedeutet maximale Punktzahl. Einer kann dem Yamaha-Fahrer vorerst keine Punkte streitig machen: der immer noch verletzte Christian Stange (Heidenau) auf der Kawasaki. Statt seiner aktiviert das Team aber den aktuellen Meister der Klasse, den Niederländer Bryan Schouten (Zevenbergen). Wahr sieht aber auch in seinen Markenkollegen Max Enderlein (Hohenstein-Ernstthal) und Thomas Gradinger (St. Marienkirchen/A) ernsthafte Konkurrenten.

Heiße Zweikämpfe in allen Klassen

Auf heiße Zweikämpfe können sich die Besucher in Zolder auch in den IDM-Klassen Supersport 300 und Sidecar freuen. Der Twin 700-Cup, der Suzuki GSX-R 1000-Cup sowie der renommierte Yamaha R6-Dunlop Cup machen die Veranstaltung rund. In die Vollen geht es diesmal schon donnerstags mit dem freien Training. Am Freitag vormittag stehen die Räder still, bevor nachmittags die ersten Qualifyings ausgetragen werden. Vier Tage Action sind auf und neben der Strecke garantiert mit dem offenen Fahrerlager, den öffentlichen Pressekonferenzen, dem Pitwalk und den Autogrammstunden.

Fans kommen auf ihre Kosten

Bei der IDM kommen die Fans auf ihre Kosten. Und das bei einem Eintrittspreis von je 14,00 Euro am Samstag und Sonntag. Das Kombiticket für das ganze Wochenende kostet 25,00 Euro. Ebenfalls mit 25,00 Euro ist der Biker beim VIP-Korso dabei. Die Teilnahme ist begrenzt und beinhaltet neben dem Korso über die Rennstrecke am Sonntag auch einen VIP-Motorradparkplatz. Wer noch ein paar Euro drauflegen möchte, kann den Genuss noch erhöhen, nämlich mit dem VIPTicket von Suzuki, mit dem sich die Tür in die Hospitality öffnet. Das ist eine starke Nummer – das ist eben IDM!

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