Best Brands 2016 Des Lesers liebste Marken

Zum elften Mal wurden im Rahmen der Motorrad des Jahres-Leserwahl auch die Best Brands von den MOTORRAD-Lesern gewählt. Hier erfahren Sie, welche Marken in der Lesergunst weit vorne liegen, wo es einen Wechsel an der Spitze gibt und was die Siegermarken Ihnen, den Kunden, zu bieten haben.

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Foto: Pompe

Wenn eine hohe Wahlbeteiligung ein Indikator für die Bedeutung einer Wahl ist, was sind dann immer weiter steigende Wählerzahlen? Eben, und so freut es alle Beteiligten, dass sich mit 52172 Teilnehmern über 4000 mehr MOTORRAD-Leser­ aus Deutschland für eine Abstimmung über ihre Lieblingsmarken begeistern konnten. Fast doppelt so viele wie 2011. Ob es an den attraktiven Preisen lag? Oder an den neuen Kategorien?

Neu dabei sind Action Cams, Biker-Jeans und Sitzbänke, nach den Präferenzen bei Kommunikationssystemen und Kraftstoffen wurde hingegen nicht mehr gefragt.

In manchen Kategorien geht es an der Spitze verflixt eng zu, bei anderen gibt es einen einsamen Sieger. Egal wie: Wer hier gewinnt, ist nicht nur bekannt und gut, sondern auch bekannt dafür, gut zu sein.

Die Damen und Herren im Bild dürfen sich mit Fug und Recht freuen, denn sie haben gute Produkte und schaffen es auch, diese den Kunden nahezubringen. Einige von ihnen liegen damit sogar schon seit über zehn Jahren an der Spitze: Chapeau!

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Foto: Motor Presse Stuttgart

Grußwort von Peter-Paul Pietsch

Auch die Wahl der besten Marken, der Best Brands, geht mit der Zeit. So, wie sich Unternehmen wandeln müssen, um am Markt bestehen zu können, sorgen auch wir stets durch eine Anpassung der Kategorien für die Aktualität dieser Umfrage.

Neu dabei sind Nachrüst-Sitzbänke, die beliebten Biker-Jeans und die geradezu überall präsenten kleinen Action-Kameras. In nunmehr 21 Kategorien von A wie Action Cam bis Z wie Zubehör/Umbauten sollten Sie, liebe Leser, Ihr Votum abgeben für all jene Firmen, deren Produkte Sie überzeugen. Bei den wie in den Vorjahren abgefragten Rubriken fasziniert die Konstanz der Platzierungen. In 17 Kategorien heißt der Sieger genauso wie im letzten Jahr, nur bei den Gepäcksystemen gab es einen Wechsel.

Das zeigt klar, wer es schafft, seine Markenpräsenz erfolgreich zu kommunizieren und die Kunden von der Qualität der Produkte zu überzeugen. Gerade in einem ­sensiblen Freizeitmarkt spielt Qualität die entscheidende Rolle, denn diese Artikel braucht man nicht. Man will sie, wenn sie einen begeistern – oder eben nicht. So eben zufrieden sein reicht da nicht. Nicht umsonst bieten viele der Siegermarken hochpreisige Produkte, die Freude bereiten und daher mit Freude gekauft werden.

In diesem Sinne: Eine freudvolle Saison wünscht
Peter-Paul Pietsch, Leitung Geschäftsbereich Motorrad

Foto: mps-Studio

Action Cams

Angesichts der unglaulichen Beliebtheit der kleinen, wasserdichten Kisten kommt die neue Kategorie wie gerufen. Sah man vor ein paar Jahren mal ab und zu jemanden mit einer Mini-Kamera durch die Gegend fahren, scheint heute fast auf jedem Helm, Sturzbügel oder Lenker solch ein Filmaufzeichnungsgerät montiert zu sein. Meist eines von GoPro, passend dazu der Name: Hero3. Auch beim Test in MOTORRAD 19/2014 war GoPro Testsieger, nun setzt sich die bekannteste aller Digicams gleich mit riesigem Abstand zum Zweitplatzierten an die Spitze der MOTORRAD-Leserwahl. Die neue, ebenfalls hochpreisige TomTom Bandit will mit Action-Sensoren punkten: Die markieren Filmabschnitte mit besonders heftigen Bewegungen, um sie automatisch zu einem tollen Video zu schneiden.

Foto: Hersteller

Auspuff

Warum eigentlich? Jedes Motorrad wird mit einer eigens entwickelten Auspuff­anlage ausgeliefert. Heute sogar meist rostfrei, was den Ersatz durchgegammelter Anlagen äußerst selten nötig macht. Warum also Zubehörschalldämpfer? Ganz einfach: Weil sie die Erwartung an schö­neren Klang, weniger Gewicht, tolle Optik und gar ein paar zusätzliche PS wecken. Sprich: als reiner Lustkauf durchgehen. Akrapovič, der ewige Platzhirsch aus Slowenien, schafft es seit nunmehr elf Jahren in Folge, den MOTORRAD-Lesern Lust auf seine Produkte zu machen. Zwischen Platz eins und zwei hätten alle anderen gut Platz, drängeln sich stattdessen im Bereich unter 20 Prozent Zustimmung. Remus rutschte ein wenig nach vorne, auch weil das Umfeld Punkte einbüßte.

Foto: Louis

Biker-Jeans

Früher ein Nischenprodukt, gibt es heute  eine breite Auswahl an Jeans, die für den Einsatz auf dem Motorrad besonders abriebfest und mit Protektoren ausgerüstet sind. Beim Test in MOTORRAD 6/2015 schnitt die Blaue von Vanucci mit "sehr gut" ab, erobert passend dazu aus dem Stand den Sieg in der neuen Kategorie Biker-Jeans. Das wundert auch deshalb nicht wirklich, weil Vanucci eine Hausmarke von Louis ist, dem Seriensieger bei den Filia­listen. Dem Zweitplatzierten Held trauen die MOTORRAD-Leser ebenfalls zu, prima Biker-Jeans zu liefern. Auch die bekamen übrigens ein "sehr gut" im Test. Auch  beliebt: die verstärkte Denim von BMW, die sich im Test eher durch Komfort und zurückhaltende Optik als durch Sicherheit auszeichnete. So findet dann jeder etwas – passend zu seinen Prioritäten.

Foto: Schmieder

Bremssysteme

Bremsen ist einfacher geworden in den letzten 20 Jahren, die technischen Wunderwerke verwandeln Tempo schneller  in Wärme, als wir beschleunigen können. Ein kurzer Bremsweg, feinste Dosierbarkeit, vehemente Wirkung kalt, warm oder nass, das erwarten wir heute von einer Bremsanlage, die bis zu 200 PS im Zaum halten soll. Hier heißt das Stichwort ganz klar: Vertrauen. Ob es nun nur um Bremsbeläge geht wie bis 2014 oder um ganze Bremsanlagen wie in der Umfrage seit 2015, das meiste Vertrauen haben die MOTORRAD-Leser in den bekannten Erstausrüster, die italienische Firma Brembo. Ob BMW, Ducati, KTM oder Moto Guzzi: Stets verrichten Stopper aus der Provinz Bergamo ihren verzögernden Dienst. Mit fast 50 Punkten Distanz folgen in nämlicher Reihenfolge wie im letzten Jahr die Plätze zwei bis zehn. Lucas, Magura und Spiegler dürfen sich steigenden Zuspruchs erfreuen, alpha Technik ebenso. Firmen wie EBC oder Ferodo sind wohl nur Insidern bekannt, manch andere leider vielleicht noch nicht einmal diesen.

Foto: Öhlins

Fahrwerks-Tuning

Öhlins auf eins. Das ist wie immer. Seit Beginn der Aufzeichnungen thronen die Schweden mit der gelben Feder 20 Prozentpunkte über dem Rest. Öhlins – wenn ein Hersteller wie beispielsweise Ducati oder Yamaha ein teures Spitzenmodell krönen will, kommen die Gelben zum Zuge. Das nützt dem guten Ruf, sofern das bei den Schweden noch nötig sein sollte. Der Herr Wilbers, Benny mit Namen, zeichnet sich ebenfalls durch Konstanz aus, bei den Votings wie der Qualität immer ganz vorne mit dabei. WP-Suspension ist nun seit Jahren mit KTM liiert, was auf die Beliebtheit augenscheinlich keinen Einfluss hat – das Abo gilt für Platz drei. Wie Kai aus der Kiste kamen dann 2014 die Leute von Touratech mit ihren Dämpfern zu den Best Brands, rauschten vorbei an alteingesessenen Marken wie Marzocchi und Showa durch auf Platz vier und setzten sich fest. Ob sie wohl in die Dreierspitze einbrechen können?

Foto: Louis

Filialisten

Ebenfalls seit der ersten Best Brands-Wahl 2006 hält sich Louis als beliebteste Shop-Kette auf Platz eins. Die eineinhalb Pünktchen, die die Hamburger abgeben mussten, kamen vielleicht Polo zugute, die um etwas mehr als jenen Wert zulegten und so fast zu alter Stärke zurückgefunden haben. Hein Gericke muss immer mehr Federn lassen, hält aber tapfer Platz drei. Die Abstände sind sichtbar gewaltig, gegen die Marktpräsenz des Platzhirschs Louis mit seinen vielen ­Filialen, dem guten Service und einem breiten lieferbaren Sortiment ist derzeit kein Kraut gewachsen. Mit nur 15 Filialen in Baden-Württemberg und Bayern hält sich die seit über 30 Jahren aktive Motorrad-Ecke hartnäckig um sechs Prozent Zustimmung. Auch ­angesichts der Größe ist das einen Tusch wert!

Foto: mps-Studio

Gepäcksysteme/Koffer

Knapp, aber es ist geschafft: Die Krone ist wieder in Niedereschach. Nach äußerst engem Ergebnis im letzten Jahr liegt Touratech nun wieder vor Hepco & Becker. Nein, die Alu-Boxen erfunden haben sie nicht bei Touratech, aber ohne Frage salonfähig gemacht. Die Zega-Box und so langsam auch die hier unten abgebildete Zega-Pro sind zum Inbegriff des Fernreisekoffers geworden und verdanken ihren Erfolg natürlich auch dem Boom bei den Reiseenduros, an denen sie sich in ihrem angestammten Lebensraum befinden. Hepco & Becker hat zwar auch derartiges im Programm, wurde aber mit hochwer­tigen Kunststoffkoffern bekannt und liefert heute Gepäcksysteme für fast jedes am Markt befindliche Motorrad. Stark im Kommen: Der Zusammenschluss aus SW-Motech und Bags Connection.

Foto: mps-Studio

Handschuhe

Die Helden aus Burgberg im Allgäu haben den ersten Platz gepachtet – mit schwankendem, aber immer reichlichem Abstand zum Rest. Aber weil man ja durchaus mehrere Handschuhe haben kann, bekommen die reichlich vorhandenen Verfolger ebenso reichlichen Zuspruch. Alpinestars hält sich seit Jahren auf Platz zwei, aufs Engste verfolgt und bisweilen verdrängt von Dainese. Ihnen auf die Pelle rückt Vanucci aus dem Hause Detlev Louis. Was auch daran liegt, dass die Platzhirsche nachlassen. Dem begegnet Held zum Beispiel mit Innovationen, etwa dem neuen Hybridhandschuh: eine Kammer als luftiger Sommerhandschuh, die andere mit Gore-Tex gegen Regen.

Foto: Schuberth

Helme

Bei den Helmen tut sich was, aber nur auf den Plätzen jenseits des Treppchens. Eins bis drei sind – mit einem kleinen Ausrutscher 2013 – seit zehn Jahren gesetzt. Schuberth und Shoei bilden Kopf an Kopf die Doppelspitze. Arai belegt den dritten Platz mal mehr, mal weniger sicher, aber auch nur, weil BMW über die Jahre merklich abgeben musste. Von hinten rücken HJC und X-Lite, die Edelmarke von Nolan, eben dieser mit stetigen Zuwachsraten auf den Pelz. Die Traditionsmarke AGV konnte zwar zuletzt deutlich Punkte gewinnen, wurde aber trotzdem von den Newcomern durchgereicht. Der Spitzenplatz indes dürfte den Magdeburgern auch nächstes Mal schwer zu nehmen sein: Soeben erschien ein ­neues Produkt der Marke Schuberth – der neue E1 – ein Enduro-Klapphelm.

Foto: Dr. Wack

Kettensprays/Reinigungs-/ Pflegemittel

Im Jahr zwei der zusammengelegten Kategorie – davor waren Kettenspray und Reiniger getrennte Kategorien – bleiben die ersten fünf weiterhin vorne. Offenbar trauen die MOTORRAD-Leser sowohl den Kettenpflegemitteln wie den Reinigern von S100/Dr. Wack, denn die belegten auch schon zu Zeiten getrennter Wertungen den Spitzenplatz. Das Angebot ist vielfältig, ­diverse Testsiege belegen über­zeugende Qualität. WD40 ist legendär als Universal-Rei­nigungs- und Schmiermittel, ist
im Segment aber mittlerweile auch als Voll­sortimenter bekannt. Liqui Moly setzt sich vor Castrol auf den dritten Platz. Ob die Ulmer Schmierstoffspezialisten wohl von ihrem guten Ruf bei den Ölen profitieren? Egal wie, sie legten zehn Prozent gegenüber 2015 zu.

Foto: mps-Studio

Lederkleidung

Ähnlich wie bei den Helmen gibt es bei den Lederklamotten eine Doppelspitze. Und wie dort steht sie ziemlich in Stein
gemeißelt da. 2009 ging Schwabenleder an Dainese vorbei an die Spitze und blieb. Platz zwei und drei belegen wie bei den Handschuhen Dainese und Alpinestars, allerdings stets mit deutlichem, indes kleiner gewordenem Abstand. Dahinter schiebt sich Held auf die Vier, verdrängt BMW bis auf Platz sechs. Immer wieder zeigt sich, dass Qualität und Tradition zwar wichtig, aber eben nicht alles sind. Präsenz an den richtigen Stellen und treffsicheres Marketing zahlen sich ebenso aus wie passgenau gefertigte Anzüge. Die an Marken reiche ­Kategorie bietet ein enorm vielfältiges ­Angebot und konnte sich allen Unken­rufen zum Trotz prima neben den Textilklamotten halten. Die meisten Hersteller beliefern denn auch beide Lager.

Foto: Castrol

Öle/Schmiermittel

Elf Wahlen, elf Siege: Castrol scheint wirklich alles richtig zu machen. Liqui Moly kämpft sich seit acht Jahren mit wenigen Schwankungen immer dichter heran. Die Firma mit Standort Ulm bekannte sich in Kampagnen zum Produktionsstandort Deutschland, hat sich mit ihrem umfangreichen Sortiment ein gutes Image erarbeitet und ist z. B. bei Polo zu haben. Primus Castrol, zur BP-Gruppe gehörig und an Aral-Tankstellen ebenso präsent wie beim Filialisten Louis, engagiert sich auch stark im Rennsport. Zahlreiche Siege gemeinsam mit Honda zeugen davon. So entsteht Vertrauen, und das brauchen die Motorradfahrer auch zu diesem im Verborgenen agierenden Produkt. Lange Standzeiten sollen ebenso schadlos am Motor vorbeigehen wie lustige Pässe-Heizerei. Ab Platz drei scheint das Vertrauen und die Bekanntheit allerdings deutlich nachzulassen.

Protektoren

Dainese gilt als Erfinder der "Schildkröte", diesem eigentlich eher dem Rücken eines Gürteltieres gleichenden Panzer aus beweglichen Gliedern. Und der soll im Ernstfall gut schützen, dabei aber in jedem Fall allzeit möglichst bequem sein. Obwohl die Kategorie schon 2015 mit den übrigen Protektoren zusammengelegt wurde, denken wohl die meisten in erster Linie an das Teil im Rücken, sei es zum Umschnallen oder integriert in die Jacke. Dainese bringt in seinen Jacken auch schon mal beides zusammen, sogar kombiniert mit einem Nackenschutz. Innovationsfreude, Sport als Entwicklungsmotor und der Blick über den Tellerrand in andere Sportarten wie Mountainbiken oder Skifahren bringen Firmen wie Dainese oder auch Alpinestars nach vorne. Über­raschung: Auch in der Kategorie Protektoren schiebt sich Held an BMW vorbei und stößt die Bayern vom Podest.

Foto: Metzeler

Reifen

Das Duell zwischen Metzeler und Michelin um die Gunst der MOTORRAD-Leser verfolgen wir nun seit elf Jahren. Sechsmal war wie diesmal Metzeler vorne, fünfmal Michelin. Pirelli und Bridgestone balgen sich in gemessenem Respektabstand um die Plätzedrei und vier, wobei die jetzt einem Chinesen gehörenden ehemaligen Italiener mit deutscher Adresse die Japaner 2014 vom Podest verdrängt haben. Continental musste ebenso Einbußen hinnehmen wie Dunlop. Heidenau konnte zwar bis 2014 zulegen, aber trotz breiteren Angebotes auch für den Massenmarkt nicht mehr Menschen überzeugen. Ob das an fehlenden Testergebnissen lag? In den letzten Reifentests sind die Favoriten jedenfalls je nach Segment schön auf die Marken verteilt: Metzeler bei den Tourenreifen, Pirelli bei den Großenduros mit Straßenpräferenz und Dunlop bzw. Continental bei den geländeorientierten Pellen für Großenduros. Und Michelin? Liegt bei den aktuellen Testergebnissen meist weit vorne, einen Ausrutscher leisten sich die Franzosen nur beim mäßig handlichen Nässephobiker Anakee III.

Foto: Daytona

Stiefel

Bei den Stiefeln ist es wie bei Lederkombis und Handschuhen: Auf Platz zwei und drei tummeln sich Alpinestars und Dainese, auf der Eins thront ein ewiger Platzhirsch – hier heißt er Daytona. Der deutsche Stiefelhersteller Frey, der die Stiefel mit dem Namen Daytona produziert, spielt seit Jahren erfolgreich die Karten mit Namen Service und Qualität und überzeugt zusätzlich mit guter Passform sowie einer breiten Produktpalette, die alles bietet außer Hardcore-Geländetreter. Seit es Best Brands-Abstimmungen gibt, steht er so auf Platz eins, also seit inzwischen elf Jahren. Interessant: Überzeugend finden die MOTORRAD-Leser auch und gerade in dieser Kategorie drei hochpreisige Marken, die sie aufs Treppchen heben. Im Feld bietet sich ein Bild, das wir bereits aus anderen Kategorien kennen: Auch bei den Stiefeln wird BMW nach hinten durchgereicht, überzeugt scheinbar weniger als früher. Traditionshersteller Sidi kann sich behaupten, und ganz unmerklich pirscht sich die Louis-Hausmarke Vanucci auch bei den Stiefeln an allen vorbei auf Platz vier.

Foto: Touratech

Tankrucksäcke

Nachdem Touratech und Held sich jahrelang an der Spitze dieser Kategorie abwechselten, haben die Schwarzwälder nun alles klargemacht: knapp zehn Punkte Vorsprung. Für alle Reiseenduros, aber auch für immer mehr Straßenmaschinen passen die Tankrucksäcke vom Abenteuerausrüster. Die müssen fest sitzen und auch so geschnitten sein, dass man mal im Stehen fahren kann. Dabei zum Tanken ohne große Fummelei abzunehmen sein, gut unterteilt und auch halb leer nicht rumhängen wie der sprichwörtliche nasse Sack. Gegen Nässe geschützt sollten sie auch sein, heftigere Güsse hält eine Regenhaube ab. Die Kartentasche fasst zwei Blätter einer Generalkarte nebeneinander. Held und einige andere bieten ein brei­tes Sortiment an Behältern auch für Sportler – mit innovativen Befestigungen, Stromanschluss für Navi und Smartphone oder gleich mit Halterung im Sichtbereich zur Nutzung statt Karte.

Foto: Held

Textilkleidung

Hoppla, was geht denn hier ab? Held setzt sich nach knapper Eroberung der Pole Posi­tion im letzten Jahr nun deutlich von Rukka ab, Dainese wird auf Platz drei durch­gereicht. Und BMW? Der ewige Zweikampf zwischen Dainese und BMW findet nicht mehr an der Spitze statt, die Bayern mit ihren einstmals hochgelobten Textilklamotten landen auf Platz vier. In der Kategorie mit über 40 Marken geht es traditionell recht eng zu, zu den Topmarken schließen nun aber auch Vanucci und Touratech auf. Letztere sind erst 2012 dazugekommen und liegen sogar vor Stadler, der Firma, die für Touratech die Anzüge schneidert. Der Konkurrenzkampf der Spitzengruppe im Textilsegment kommt den Kunden zugute. Sie übertreffen sich bei innovativen Materialien, ausgeklügelten Komfort­features und mal speziell auf einen Zweck zugeschnittenen Anzügen oder "einem für alles" mit drei Futtern und 28 Reißverschlüssen. Da findet jeder was.

Versicherungen

Wie kann eine Versicherung überzeugen? Guter Service zum günstigen Preis ist der Weg der HUK Coburg, so hat sie es sich auf die Fahnen geschrieben. Und schafft es anscheinend, den MOTORRAD-Lesern dies auch rüberzubringen. Noch deutlicher als im letzten Jahr liegt die HUK vorne bei den Votings. Auch die Online-Tocher aus demselben Hause konnte auf Platz zwei weiter zulegen, den ADAC weiter distanzieren. Die Anbieter auf den Plätzen vier bis neun mussten allesamt gegenüber dem letzten Jahr Ein­bußen hinnehmen. Das wertet das Ergebnis der HUK-Doppelspitze zusätzlich auf. Ganz offenbar alles richtig gemacht!

Foto: Hazet

Werkzeuge

Gutes Werkzeug macht Freude. Gut heißt: Die Schraube gibt nach, nicht das Tool. Qualität heißt also das Zauberwort – mal wieder. Hazet hat sie und bringt das auch rüber, seit inzwischen elf Jahren. Egal ob einer schrauben will oder muss, Werkzeug muss sich gut anfühlen, prima funktionieren und darf auch optisch was hermachen. Dann darf es auch etwas kosten. Gedore und Proxxon schaffen es so bei gelegentlichem Plätzetausch ebenfalls seit elf Jahren ungefährdet aufs Treppchen. Der Rest hält Respektabstand.

Foto: Touratech

Zubehör, Umbauten

Diese Kategorie ist die größte bei der Best Brands-Umfrage, sie nennt 43 Marken. Die Spitzengruppe liegt vergleichsweise dicht zusammen, aber breite Zustimmung verteilt sich auf viele Marken. Kein Wunder, denn die diversen Hersteller decken ja auch ein enormes Spektrum an Bedürfnissen ab, jeweils mit eigenem Spezialgebiet. Touratech und Wunderlich sind Vollsortimenter, Letzterer spezialisiert auf BMW. Kellermann bietet bildschöne Blinker für alle, Rizoma vertreibt edle ­Frästeile. LSL bietet Umbauteile, die ein ­Motorrad komplett verändern können. Magura überzeugt mit mehr als Lenkerarmaturen. Total umbauen lassen kann man sich sein Motorrad bei AC Schnitzer in ­Aachen. Der Schwerpunkt von Lucas/TRW liegt bei Bremsen und Kupplungen, aber auch Material für andere Um- und Anbauten ist hier zu bekommen. Alle, auch die hier nicht genannten, bieten schöne Teile zum Individualisieren des eigenen Motorrads.

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