Der direkte Vergleich zeigt, wo es bei der nackten Bandit hakte und warum sie schon lange in der Versenkung verschwand: ein klassisches Thema, halbherzig interpretiert, dazu technisch etwas in die Jahre gekommen.

Gesammelte MOTORRAD-Geschichten zur Suzuki Bandit 400/600/650/1200/1250/S Fette Beute für Banditen

Spätestens seit Mitte der 1990er-Jahre ist die Suzuki Bandit - GSF, wie sie lange offiziell hieß - eine verlässliche Größe auf der Straße. Den Ruf eines unkomplizierten, unprätentiösen und preiswerten Naked Bikes bzw. Sporttourers bewahrt sie sich bis heute. MOTORRAD hat die besten Geschichten aus knapp einem Vierteljahrhundert Suzuki-Bandit-Historie zusammengestellt.

Foto: Hersteller
Der direkte Vergleich zeigt, wo es bei der nackten Bandit hakte und warum sie schon lange in der Versenkung verschwand: ein klassisches Thema, halbherzig interpretiert, dazu technisch etwas in die Jahre gekommen.
Der direkte Vergleich zeigt, wo es bei der nackten Bandit hakte und warum sie schon lange in der Versenkung verschwand: ein klassisches Thema, halbherzig interpretiert, dazu technisch etwas in die Jahre gekommen.

Ob mit oder ohne "GSF" im Namen, ob mit oder ohne Halbschale, ob als 400er, 600er/650er oder 1200er/1250er, ob mit Luft-/Ölkühlung oder Wasserkühlung, ob in der Kult (GN77)-, der Pop (WVA8)-, der NEO- oder der EVO-Baureihe: Die Suzuki Bandit war in all ihren Varianten von Beginn an eine zuverlässige Begleiterin auf allen Straßen und über Jahre eines der meistverkauften Motorräder Deutschlands.

Die 1991er-Ausgabe des MOTORRAD Katalogs begrüßte die Suzuki Bandit 400 vor ziemlich genau 25 Jahren mit einem deutlichen "Endlich": "Endlich hat sich der deutsche Importeur entschlossen, die bislang nur auf dem japanischen Markt erhältliche Bandit zu importieren. Die Zeit für solche von jeglicher Plastikumhüllung befreiten Motorräder ist gekommen. Wer viel Technik sehen will, ist bei der Bandit willkommen."

1995 dann die stichhaltige Erkenntnis zur neu vorgestellten Suzuki GSF 600 Bandit: "Wenn ein kleiner Räuber schon gut ist, kann ein großer Räuber nur besser sein. Die GSF 600 Bandit verwendet den Motor der GSX 600 F. In der Spitzenleistung von 86 auf versicherungsfreundliche 77 PS zurückgenommen, verspricht der filigrane Vierzylinder immer noch genügend Feuer, um der unverkleideten Konkurrenz, die in dieser Leistungsklasse mit 750 cm³ daherkommt, kräftig einzuheizen."

Wieder ein Jahr später, 1996, lehnte sich der MOTORRAD Katalog zur Suzuki GSF 1200 Bandit weit aus dem Fenster: "Mit soviel Vorschußlorbeer ist bisher selten ein Motorrad gestartet. Doch ein über Grauhändler eingeschleustes Exemplar hatte bei MOTORRAD-Testern eben bleibenden Eindruck hinterlassen: In Beschleunigung und Durchzugsvermögen erzielte die große Bandit rekordverdächtige Werte. Da sie außerdem leichter und kompakter als die Big Bike-Mitbewerber ist, könnte ihr durchaus der Sprung auf einen vorderen Platz in den Verkaufscharts gelingen. Und sie sieht auch noch gut aus."

Zeitgleich brachte Suzuki die 3 Kilogramm schwerere und 700 Mark teurere halbverkleidete Version, die Suzuki GSF 1200 S Bandit. Auch über die Verkleidung urteilten die Katalog-Autoren richtig: "Der Fahrer bleibt besser fit für die nächste Kurvenhatz mit dem drehmomentgewaltigen Triebwerk und dem straff gefederten, stabilen Fahrwerk."

Selbst wenn im Laufe der Zeit leichtere, stärkere oder individueller designte Motorräder auf den Markt kamen (und wieder von ihm gingen): Mit der Summe ihrer Eigenschaften hat sich die Suzuki Bandit eine große und treue Fangemeinde aufgebaut. Wir wünschen viel Freude beim Schmökern!

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