Leistungstechnisch liegen die beiden Renner sehr dicht beieinander.

Umfrage: Zweizylinder - MOTORRAD 3/2011 Nervige Rappelkiste oder perfekter Motorradantrieb?

Nach dem Zweizylinder-Vergleich aus MOTORRAD 3/2011 stellten wir uns und Ihnen die Frage, welcher Antrieb mehr Anhänger findet. Eine repräsentative Auswahl Ihrer Antworten finden Sie hier zusmmengefasst.

Foto: fact
Leistungstechnisch liegen die beiden Renner sehr dicht beieinander.
Leistungstechnisch liegen die beiden Renner sehr dicht beieinander.

Nach dem Zweizylinder-Vergleich aus MOTORRAD 3/2011 stellten wir uns und Ihnen die Frage, welcher Antrieb mehr Anhänger findet. Eine repräsentative Auswahl Ihrer Antworten finden Sie hier zusmmengefasst.Als 16-Jähriger bin ich mit meinem Vater, der immer ein Motorrad besaß, vor unserem Haus gestanden, als eine Königswellen-Ducati vorbeifuhr. Das war das Schlüsselerlebnis, als mein Vater meinte: „Sowas müsste man haben.“ 1992 hab ich mir dann versuchsweise eine Ducati 750 SS gekauft und bin seitdem bei den Zweizylindern geblieben. Da ich Maschinenbau gelernt habe, habe ich auch ein Verständnis für die Technik und finde das „Rasseln, Vibrieren und Scheppern“ der Trockenkupplung einfach schön. Die Motorcharakteristik, speziell auf der Landstraße, ist unschlagbar. Zum ungehobelten Verhalten kann ich nur sagen, ohne Anpassung der Endübersetzung ist so eine Ducati eine Prüfung, in der Stadt und allgemein. Ich gehe aber davon aus, dass keine unmodifiziert herumfährt.
Franz Feyertag, A-Sieghartskirchen

Zweizylinder? Nein, danke!  So faszinierend die Leistungsentfaltung vielleicht auch sein mag, mit einer rappelnden oder polternden Klapperkiste könnte ich mein Hobby nicht genießen. Fahrtwind und (gesetzeskonformer) Auspuffsound genügen als Geräuschkulisse. Wenn’s nicht auf die absolute Top-Leistung ankommt, entwickeln auch Vierzylinder ein mehr als ausreichendes Drehmoment.
Axel Paeprer, Seevetal

Jahrelang Vierzylinder gefahren, dann die RSV Mille  von meinem Freund probiert und sofort zweizylindrig angefixt. Also für die Nordschleife und drum herum KTM 1190 RC8 gekauft. Jetzt steht die für den Alltag gedachte 636er Ninja meist ungenutzt in der Garage. Habe meinem Freund letztes Jahr (auf besonderen Wunsch wg. altersgerechter Elektronik) die S 1000 RR geschenkt. Er hat schon auf Tausch gedrängt, aber keinesfalls werde ich die lebendige KTM wieder hergeben!
Claudia Lehmann, per E-Mail

Meiner Meinung nach ist der Zweizylinder  der für jeden Bedarf beste Antrieb in einem Motorrad. Vorzugsweise in V oder L-Form angeordnet, generiert er ein Drehmonent, das einem die Fliegen vom Visier wischt. Klar, haltbar und langlebig ist was anderes! Aber mit welchem Antrieb kann ich sonst beim Kurveneingang einen schwarzen Strich hinterlassen und im Kurvenausgang lässig bei 6000 Touren das Vorderrad in die Luft strecken? Mit Vernunft kaufe ich eine Waschmaschine, aber doch kein Mopped!
Stephan Meier, Garching

„Tschak. Beim Druck auf den Anlasser zuckt die Buell  Lightning Long zusammen wie der kitzelige Kumpel, dem man soeben den Finger in die Rippen gerammt hat,“ schrieb Andreas Bildl in MOTORRAD im August 2006. Der treffende Vergleich kommt mir jedesmal in den Sinn, wenn ich anfeure. Bin ich allein in unserer großen Garage, lass ich dann jeweils das Fauchen, Stampfen, Röhren und Grummeln noch einige Sekunden von den Wänden zurückwerfen, ehe ich – kawumm – den ersten Gang reindrücke und die Landstraße entere. Beim Warten am Kreisverkehr glaube ich, auf einem störrischen Esel zu sitzen, und Ampeln mag meine Buell sowieso nicht. Aber wenn wir dann zusammen durch die Botanik poltern, entlockt mir jede Kurve einen Jauchzer, und ich gebe Mini Koch völlig Recht: Twins only!
Christian Ulrich, CH-Glattfelden

Werner Koch hat Recht!  Auf der Suche nach einem bequemeren (und ABS-gebremsten) Ersatz für meine alte VTR habe ich schon mehrere Vierzylinder ausprobiert. Prima Autos, funktionieren perfekt, stressen nicht – geben mir aber nicht das Gefühl vom „Motor-Rad“.
Hans-Jörg Weinbrenner, Aspach

Nach elf Jahren Vierzylinder-Säuseln  in langweilig lebloser Perfektion habe ich auf die Kraft der zwei Herzen gesetzt und seither keinen einzigen Verbrennungsvorgang bereut! Das ist Musik, die von den Hängen am Straßenrand widerhallt, Rock’n’Roll, der deine Glieder durchfährt, Donnerschläge, die dich daran erinnern, dass Leben Fühlen ist!
Danny Pockrandt, per E-Mail

Vierzylinder fahre ich gern,  eben weil sie so nah an die Perfektion heranreichen. Vierzylinder bieten Klang (R6!), Laufkultur und stets erfreulich Drehmoment. Der Grenzfall an Laufkultur ist ein V4, ungleichförmiger sollte es nicht sein. Die Literleistung der Vierer ist unerreicht, siehe die Klimmzüge der V2 in der Superbike-WM und IDM bis hin zur Illegalität.
Olaf Schulte, per E-Mail

Nach 25 Jahren mit Ein- und Zweizylindern  (XS 650, R 80 G/S, R 80 GS, R 100 GS PD) habe ich mir 2006 eine BMW K 1200 R gekauft. Das Bike ist toll und gefällt mir optisch nach wie vor gut, aber irgendwie vermisse ich das Fahrgefühl des Zweizylinders. Deshalb habe ich nach vier Jahren Vierzylinder eine Rückkehr zum Zweizylinder beschlossen.
Rainer Maschek, per E-Mail

Für mich als Tiroler sind PS-starke Vierzylinder sinnlos,  da man die Kraft auf kurvigen Alpenstraßen mit teilweise schlechtem Belag nicht auf die Straße bringen kann. Für die Rennstrecke oder als Reise-Tourer (nicht Sport-Tourer), oder für lange Autobahnetappen, würde ich einen Vierzylinder vorziehen. Geht es jedoch um die Mischung aus Sport und Touren, sehe ich den Zweizylinder (speziell den Boxer) durch den homogenen Drehmomentverlauf von unten bis oben im Vorteil.
Gerhard Keuschnigg, per E-Mail

Wer einmal den seidenweichen Lauf  eines Vierzylinders gespürt und erlebt hat, wird sich wohl auf einem Zweizylinder nie wohl fühlen. Ich habe es mit mehreren Modellen probeweise versucht (zum Glück nicht gekauft) und war froh, diese wieder abgeben zu dürfen. Wehe, man hat einmal vergessen runter zu schalten und die Drehzahlnadel bewegt sich unter 3000, dann fühlt man sich wie auf einem bockigen Pferd, und in engen Kurven kann das sogar gefährlich werden. Ehrlicherweise muss man sagen, dass der Sound natürlich unvergleichlich ist, zumindest bei den meisten Zweizylindern.
Andreas Huber, Zwickau

Mittlerweile fahre ich meine vierte Ducati, zur Zeit eine Monster 1000 i.e. Dark. Ich werde mir niemals wieder einen Vierzylinder kaufen. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber die Emotionen, die dieses Motorenkonzept weckt und die Endorphine, die bei flotter Fahrt ausgeschüttet werden, das ist mit einem Vierzylinder, glaube ich, nicht zu erreichen.
Dietmar Seeger, per E-Mail

Motorräder mit Vierzylinder-Triebwerken haben nur Motoren, Zweizylinder-Moppeds haben Herzen.
Börnie Poschen, Sankt Augustin

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