Kawasaki Ninja ZX-12R

Foto: Gargolov
Hersteller: Kawasaki

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2005

Viele haben einen kurzfristigen Ansturm aufs blaue Band des schnellsten Serienbikes vermutet, doch Kawasaki richtet sich durchaus längerfristig bei den schnellen Sporttourern ein. Das nämlich ist die ZX-12R, und die letztjährigen Modellpflegemaßnahmen unterstreichen dieses Urteil. Eine überarbeitete Einspritzung gestattet im unteren und mittleren Drehzahlbereich weiches Gasanlegen. Leider konnte sie den bisweilen hohen Verbrauch nicht mindern – eine der noch harrenden Aufgaben, um diesen Prachtmotor zur Vollendung zu bringen. Wenig Handlungsbedarf auch beim Fahrwerk. Straff, aber nicht unkomfortabel abgestimmt, überzeugt es mit enormer Highspeed-Souveränität.

Modell: Kawasaki Ninja ZX-12R
Hubraum:  ccm
Leistung KW (PS):  ()
Zylinder: R 0
Takt: Viertakt
Höchstgeschwindigkeit:  km/h
Verbrauch: 
Sitzhöhe: 
Trockengewicht: 

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2004

Sie stellt keine Fragen, sondern gibt Antworten. Werbetextet Kawasaki – und trifft den Nagel auf den Kopf. Niemand fragt mehr, wie schnell die 12er ist. Am schnellsten eben. Und niemand will mehr wissen, wozu 298 km/h gut sind? Sie sind einfach nicht das Ziel, der Weg in diese Regionen ist es, der beeindruckt. Durchzugswerte aus einer anderen Welt, eine uneinholbare Souveränität, auch und erst recht auf der Landstraße.

Anfangs hatte die ZX-12R dort so ihre Probleme. Wollte wegen ungeeigneter Geometrie und fetten 200er-Reifens nicht recht da hin, wo der Fahrer sie hinlotste. Doch schon für den Jahrgang 2002 ging Kawasaki das Problem äußerst gründlich an. Längerer Nachlauf, geringerer Gabelbrückenversatz, tiefere Schwingenaufnahme und die Empfehlung der deutschen Vertretung, das Heck deutlich anzuheben, vollbrachten ein segensreiches Werk. Das Handling geht nun völlig in Ordnung, selbst wenn der fette Hinterreifen immer noch ein spürbares, aber harmloses Eigenleben führt, indem er bei Bodenwellen leichte Unruhen in die Heckpartie einleitet. Die Stabilität des Fahrwerks blieb unverändert hoch, der einzigartige Monocoque-Rahmen und die tollen Federelemente zeigen keine Schwächen.

Was sich vor allem auf der Autobahn auszahlt, wo die angestrebte Führungsrolle mit einer unbeirrbaren Geradeauslaufstabilität untermauert wird. Querfugen in Schräglage – sonst schon mal Schreckensthema selbst teurer Edelrenner – ignoriert die 12er einfach, Windschleppen von Lastautos durcheilt sie völlig ungerührt. Und bietet ihrem Fahrer, wenn er sich nur ein wenig duckt, dabei einen unerwartet hohen Windschutz. Sogar ein recht gemütliches Plätzchen hält sie ihm bereit, bestens geeignet, stundenlange Landstraßeneroberungen oder Highspeed-Orgien durchzuziehen. Schade, dass der Pilot dabei ob geeigneten Beifahrerplatzes meist allein bleiben wird.

Modell: Kawasaki Ninja ZX-12R
Hubraum:  ccm
Leistung KW (PS):  ()
Zylinder: R 0
Takt: Viertakt
Höchstgeschwindigkeit:  km/h
Verbrauch: 
Sitzhöhe: 
Trockengewicht: 

2003

Das Wettrüsten hat ein Ende. Weil es nix mehr zu beweisen gibt. Auch für die Kawasaki ZX-12R. Die 300-km/h-Hürde hat sie locker geknackt. Dann kam die freiwillige Selbstbeschränkung. Auf 299. Dennoch ließen sie bei Kawasaki nicht locker. Und gingen ins Detail. Über 100 Änderungen wurden der ZX-12R für das Modelljahr 2002 zuteil. Mit manchmal wundersamer Wirkung. Der ersten Version – angetreten, um der Suzuki GSX 1300 R Hayabusa gehörig den Marsch zu blasen – fehlte der letzte Feinschliff. Typisch Kawasaki, etwas rau, etwas ungehobelt, aber dafür unbändig stark.

Keine Angst, von ihrer schieren Kraft hat sie auch nach der Überarbeitung nichts verloren. Wenn’s denn sein muss, stürmt sie in knapp sieben Sekunden aus dem Stand auf Tempo 200. Dabei gibt sie sich jetzt aber viel manierlicher. Lästiges Konstantfahrruckeln, eine verzögerte Gasannahme, verbunden mit derben Lastwechseln – all das wurde mit einem neuen Kennfeld und viel Feinarbeit an der Saugrohreinspritzung getilgt. Gut, die Lastwechselreaktionen treten dann und wann noch immer auf, aber dennoch fährt sich die ZX-12R viel, viel geschmeidiger. Ein wahrhaft bärenstarkes, dabei bequemes Sportmotorrad, das seine Domäne auf Landstraße und Autobahn hat. Ihr ohnehin schon vorbildlicher Windschutz wurde nochmals verbessert, Tempo 250 und mehr, wenn es die Verkehrslage denn mal zulässt, ist überhaupt kein Problem. Da ist sie der Hayabusa um Lichtjahre voraus. Dazu verfügt die Kawasaki über die wahrscheinlich besten Scheinwerfer auf dem Markt, schnelle Nachtausflüge sind mit ihr eine erhellende Erfahrung. Woran Kawasaki noch ein bisschen feilen dürfte? Der Spritverbrauch. Die 1200er trinkt gerne mal etwas zu viel, um die sieben Liter verlangt das Triebwerk immer, der Expresszuschlag auf schnellen Autobahnetappen liegt meist bei drei zusätzlichen Litern. Dafür entschädigt dann nur eins: Wo andere, sogar kraftvolle Zwei- und Vierräder, an ihre Grenze kommen, da legt der Kawasaki-Motor so lässig eine Schippe nach, dass man beinahe meinen möchte, die ZX-12R könne tatsächlich physikalische Gesetze außer Kraft setzen.

Modell: Kawasaki Ninja ZX-12R
Hubraum:  ccm
Leistung KW (PS):  ()
Zylinder: R 0
Takt: Viertakt
Höchstgeschwindigkeit:  km/h
Verbrauch: 
Sitzhöhe: 
Trockengewicht: 

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