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Allwetter-Textilkombis im Test 7 Kombis zwischen 800 und 1400 Euro

Mollige Wärme an kalten Tagen, ein frisches Lüftchen bei brütender Hitze, Behaglichkeit, wenn Sturm und Regen ans Visier klopfen: MOTORRAD hat bei sieben Textilkombis zwischen 800 und 1400 Euro getestet, in welchem Anzug man den Wetterwechsel am besten verkraftet.

Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt allenfalls falsche Kleidung. Natürlich eine Binsenweisheit, aber eine, die seit gefühlt 111 Jahren die Motorradfahrer begleitet. Zum anderen aber auch ein Spruch, der massiv vom Aussterben bedroht ist. Denn die Bekleidungsindustrie der Motorradszene ist auf dem bestem Wege, den Faktor „Falsche Kleidung“ an den Bügel zu hängen. Die Zeiten, als man sich unter Autobahnbrücken in der Gischt des vorbeifahrenden Verkehrs in widerspenstige Regenhäute zappeln musste: allenfalls Stoff für verklärende Stamm­tischgespräche.

Schon längst sind moderne Funktionsstoffe Standard bei der Ausrüstung von ­Motorradfahrern jedweder Couleur. Branchenkenner schätzen, dass drei von vier ­Fahranzügen, die in Deutschland über die ­Ladentheke wandern, aus Textil sind. Wo so viel Erfolg herrscht, sind Wettbewerb und Konkurrenz natürlich groß. Was wiederum das Budget schont. Wer sich in allwettertaugliche Synthetikware hüllen will, kann schon für kleines Geld zuschlagen. Bereits unter 300 Euro sind solide Fahranzüge mit wind- und wasserdichter Klimamembran erhältlich. Besonders eng ist die sogenannte Mittelklasse besetzt. Zwischen 500 und 750 Euro werden zahlreiche Kombis zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten, wie unser Test entsprechender Hardware in MOTORRAD 7/2014 gezeigt hat.

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Was gibt es fürs Geld?

Doch damit ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Wer will, kann auch deutlich tiefer in die Tasche langen. Weshalb wir uns in diesem Test gezielt der Oberklasse im Textilgeschäft zuwenden: Kombis zu einem Preis, für den man auch schon ein gepflegtes Youngtimer-Motorrad in ansehnlichem Zustand be­kommt. Die günstigsten Exemplare unserer Zusammenstellung kosten knapp 800 Euro, die teuersten springen locker um einige Hunderter über die 1000-Euro-Schallmauer. Was gibt es für das Geld?

Blickt man zunächst auf die im Stoff vernähten Typenschilder, macht sich Ernüchterung breit. Der Materialmix aus Polyamid, Nylon, Polyester & Co liest sich bei der De-luxe-Ware genauso wie beim 299-Euro-Angebot beim Motorrad-Discounter des Vertrauens. Auch unter dem Aspekt der Wertschöpfung zieht der kritische Verbraucher die Stirn in krause Falten. Sechs der sieben Testmuster kommen aus asiatischen Fertigungsstätten. Einzig das Familienunternehmen Stadler bekennt sich noch halbwegs zum heimischen Standort. Die Standardgrößen werden in einer eigenen Produktion in Kroatien immerhin noch in Europa gefertigt, spezielle Maßanfertigungen (übrigens ein Unikum bei Textilkombis) schneidert man weiterhin am Stammsitz im bayerischen Aidenbach.

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Umfassende Protektorenausstattung längst nicht Standard

Bieten sie alle nun mehr Funktionen und Features als die Konkurrenzmodelle zum ­halben Preis? Immerhin lässt sich diese Frage mit einem entschiedenen „Jein“ beantworten. Kommen wir zunächst zu den Fahrlässigkeiten. Wer zum Beispiel unter der These „Mehr Geld, also auch mehr Sicherheit“ das Testfeld sondiert, zuckt bei manchen Exemplaren erschrocken zusammen. Denn eine umfassende Protektorenausstattung ist auch in der textilen Oberklasse noch längst nicht Standard. Einen besonders krassen Bock schießt die französische Marke Bering, deren Modell California zwar vorbildlich mit einem gut dämpfenden Fullsize-Rückenprotektor auftrumpft, dafür aber mit den eingesetzten Gelenkprotektoren enttäuscht. Nicht nur, dass diese zum Teil in viel zu kleinen Größen verbaut werden. Auch mit den extrem hohen Restkraftwerten ist man weit von heute üblichen Standards entfernt. Auf dem Fallprüfstand enttäuscht der Schulterprotektor mit einer durchschnittlichen Restkraft von knapp 36 Kilonewton – nach offizieller Norm sind maximal 35 erlaubt!

Andere Teilnehmer im Test überzeugen in dieser Kategorie mit durchaus ansehn­lichen Werten, sparen dafür aber am zeitge­mäßen Rückenschutz. Wer bei Held, Lindstrands oder Rev’it in das vorhandene ­Rückenfach greift, knautscht ein dünnes ­Alibipölsterchen zusammen, das einem ­harten Aufprall auf Asphalt nahezu nichts entgegensetzen kann. Louis legt bei seiner Vanucci Ventus IV ­immerhin einen ordentlich zertifizierten Rückenschutz dazu, weist aber auch darauf hin, dass sich der Preis damit nochmals um 21,99 Euro erhöht. Kleines Trostpflaster: Immerhin sind die Hüftprotektoren in der Hose nicht aufpreispflichtig. All-inclusive wird erst bei den beiden teuersten Anbietern im Test geboten. Rukka und Stadler trumpfen durch erstklassig dämpfende Protektoren an allen stark gefährdeten Körperteilen auf. Unterm Strich bleibt es aber ärgerlich, dass auch im Premiumsektor immer noch auf Sparflamme gekocht wird. Denn rein von den Beschaffungskosten her würde das Rundum-sorglos-Paket bereits für eine Handvoll Euros realisierbar sein.

Schutz an nasskalten Tagen sowie bei Gluthitze

Bleiben wir bei der Sicherheit, wechseln aber von der passiven auf die aktive Seite: Was wird getan, damit sich der Fahrer wohl und behaglich fühlt? Denn klar ist: Wer fröstelt oder durchnässt ist, verkrampft und begeht die gleichen Fahrfehler, die auch einem Fahrer drohen, der im Hochsommer im eigenen Saft köchelt und rapide an Konzentration und Aufmerksamkeit verliert.

Das Zugriffsraster für diesen Test war wie schon bei den Mittelklasse-Angeboten in Ausgabe 7/2014 definiert: Die Kombis sollen an nasskalten Tagen genauso schützen wie in der Gluthitze des Sommers, wo eine komplett herausnehmbare Klimamembran für maximalen Luftdurchsatz bürgt. Wünschenswert, aber kein Muss: Als dritte Lage deckt ein eingezipptes Thermofutter die frühen und späten Tage der Saison ab oder trimmt den Anzug gar auf den ganzjährigen Einsatz. In dieser Preisklasse gehört das Feld fast ausnahmslos dem Platzhirschen der Mem­bran-Industrie – gleichsam das Synonym für Allwetterschutz. Fünf der sieben Marken vertrauen auf das Know-how von Gore-Tex. Louis rüstet das Vanucci-Set mit der Sympatex-Mem­bran aus, und Lindstrands verarbeitet die eher unbekannte Marke Dryway.

Technisch unterscheiden sich die Anbieter grundsätzlich. Während „Erfinder“ Gore-Tex auf eine mikroporöse Struktur seiner Mem­branfolie setzt, durch die Schweiß in Wasserdampfmolekülen verdunsten kann, wollen Sympatex & Co den gleichen Prozess durch die Molekülketten des als Werkstoff ver­wendeten Polyesters erreichen. Umgekehrt sollen die im Vergleich zum Dampfmolekül 700-fach größeren Wassertropfen außen ­keine Angriffsfläche haben. So viel in zwei Sätzen zum theoretischen Überbau der so­genannten Atmungsaktivität. Aber was sagt das für die Praxis aus?

Massivem Wasseransturm sind alle gewachsen

Unser Test ist da eindeutig. Einem massiven Wasseransturm wie in der Simulation eines kräftigen Gewitterschauers zeigen sich alle Jacken und Hosen, ob nun mit Gore-Tex, Sympatex oder Dryway bestückt, gewachsen. Neuralgisch sind allerdings konstruktiv bedingte Schwachstellen: Wie dichtet der Anzug an den Übergängen ab? Sickert Wasser über den Helm in einen zu tief oder zu weit ausgeschnittenen Kragen? Dringt Feuchtigkeit über die Schnittstelle Handschuhstulpen/Ärmel ein? Oder kann sich der Regen durch ein nachlässig aufgebautes Frontlabyrinth den Weg ins Innere bahnen? Um es aufzulösen: Ein wirkliches Problemkind gab es nicht. Keine der Kombis fiel durch Verarbeitungsmängel oder problematische Konstruktionen auf.

Die festgestellte Restfeuchte an manchen Ärmeln oder Kragenabschlüssen ist bei diesem Hardcore-Test mittels Beschuss aus dem Hochdruckstrahler mit feinstem Sprühnebel noch tolerierbar. Allerdings muss auch berücksichtigt werden, dass die Testmuster im neuwertigen Zustand mit wasserabweisender Ausrüstung förmlich zugejaucht sind. Je nach Intensität des Gebrauchs arbeiten sich die wasserabweisenden Eigenschaften des Außengewebes aber zunehmend ab, weshalb neben einer regelmäßigen Wäsche zum Erhalt des berühmten Dittsche-Effekts („Das perlt ja mal wieder“) das Auffrischen der Imprägnierung wichtig ist.

Gern gemachter Fehler: Baumwollprodukte unter der Kombi

Apropos Perlen: Natürlich rinnt je nach ­Wetterlage weiterhin Schweiß in die Kombis. ­Fatal wäre die Annahme, dass die textile S-Klasse aufgrund des irreführenden Wörtchens „atmungsaktiv“ mit einer Klimaanlage ausgerüstet sei. Schwitzen gehört nun einmal zu den elementaren Eigenschaften der Haut. Man kann aber mittels geschickter Kniffe dafür sorgen, dass man auch in der Hitze des Hochsommers nicht im eigenen Saft schmort und möglichst viel kühlende Luft über die Haut streift. Das ist aber mit den Kombis alleine nicht getan. Oft gesehene und gern gemachter Fehler: Baumwollprodukte wie T-Shirt oder gar Jeans, die unter der Kombi getragen werden. Baumwolle saugt den Schweiß auf und hemmt den Verdunstungsprozess gewaltig. Gegen das feuchtklamme Klima hilft als Basis für die eigene Kleiderordnung ein Funktionswäscheset, das keine Feuchtigkeit aufnimmt bzw. diese schnell vom Körper wegtransportiert. An schwülheißen Tagen heißt es sowieso: Raus mit der Klimamembran, denn ohne ein bestimmtes Druckgefälle zwischen Innen- und Außenluft kommt die Funktionalität komplett zum Erliegen.

Und wo setzt sich die Upperclass-Ware nun vom günstigeren Verfolgerfeld ab? Eine Frage, die über einen solchen Vergleich wie hier nur schwer zu beantworten ist. Manche Details in diesem Testfeld fassen sich einfach besser an, ob es zum Beispiel das Zuziehen solide laufender Reißverschlüsse oder das satte Schließen von Druckknöpfen oder Magnetverschlüssen ist. Es ist wie das berühmte Türklappen bei zwei Autos. Beide dicht, aber beim einen scheppert’s, beim anderen macht es vertrauenerweckend plopp. Und aus Erfahrung wissen wir, dass gerade die mit Gore-Tex ausgestatteten Produkte einen sehr langen Lebenszyklus haben beziehungsweise Garantieansprüche auch nach Jahren noch sehr kulant abgewickelt werden. Das höhere Investment kann sich also über die Jahre durchaus auszahlen.

Foto: mps-Fotostudio
Wer auf maximalen Komfort im Sommer setzt, auf effektiven Regenschutz aber nicht verzichten möchte, sollte beim Kauf einer Textilkombi auf eine herausnehmbare Klimamembran achten.
Wer auf maximalen Komfort im Sommer setzt, auf effektiven Regenschutz aber nicht verzichten möchte, sollte beim Kauf einer Textilkombi auf eine herausnehmbare Klimamembran achten.

Richtig kaufen: Allwetterkombis

Klimatische korrekte Anzugswerte

Wer auf maximalen Komfort im Sommer setzt, auf effektiven Regenschutz aber nicht verzichten möchte, sollte beim Kauf einer Textilkombi auf eine herausnehmbare Klimamembran achten.

Kragen: Hoher Abschluss, eng anliegend, aber ohne zu drücken. Und der Verschluss sollte auch mit Handschuhen leicht zu schließen sein. Am besten, man probiert den Sitz mit dem eigenen Helm aus.

Ärmel: Gleiches wie beim Kragen. Unbedingt mit den eigenen Handschuhen ausprobieren, ob sich die Stulpen unter die Ärmel ziehen lassen. Auch hier kommt es auf einen möglichst engen Abschluss ohne Druckstellen an.

Belüftung: Sind leicht erreichbare Einlässe vorhanden, oder sorgt ein großflächiges Mesh-Gewebe für kühlende Zirkulation? Manche Modelle haben auch Kragen oder Frontleisten mit spezieller Belüftungsfunktion.

Taschen: Was wird mitgenommen? Manchen reicht ein schnell erreichbares Dokumentenfach im Brustbereich („Napoleontasche“), für andere sind 100 Prozent wasserdichte Außentaschen unverzichtbar. Muss individuell beantwortet werden.

Wasserdichte Innenjacke: Beim Motorradurlaub kommt es auf jeden Kubikzentimeter Stauraum an. Idealerweise lässt sich das Klimainsert bei der Entnahme in eine ausreichend große Rückentasche packen und obendrein als eigenständige Freizeit- oder Regenjacke nutzen.

Verbindung Jacke/Hose: Auch in Sitzhaltung ausprobieren, ob der Hosenbund hoch abschließt und im Rücken für ausreichende Überlappung gesorgt ist. Lässt sich dazu der (umlaufende!) Reißverschluss komfortabel schließen?

Protektoren: Den Sitz unbedingt auf dem Motorrad überprüfen. Fahrhaltung einnehmen, Abdeckung und Halt checken. Falls es drückt: Manche Knieprotektoren lassen sich auch in der Höhe verstellen.

Beinabschluss: Lässt sich idealerweise weit öffnen, um den Stiefelschaft unter die Hose zu bekommen, und ist ausreichend lang, damit das auch während der Fahrt so bleibt. Muss sich eng anlegen lassen.

Foto: mps-Fotostudio
Bering California; MOTORRAD-Urteil: gut.
Bering California; MOTORRAD-Urteil: gut.

Bering California

Bezuginfos: Shark Helme Deutschland, Tel. 0 41 08/45 80 00, www.shark-helme.com;
Preis: Jacke/Hose/Gesamtpreis 599,90/439,90/1039,80 Euro;
Extras im Test: keine;
Größen: S bis 4XL;
Farben: Schwarz, Grau/Schwarz;
Gewicht (in Gr. L): 5,2 Kilogramm;
Materialien: Außengewebe aus Nylon/PU (Cordura), Futter aus Polyester/Nylon, her­ausnehmbares Thermofutter aus Polyester;
Klimamembran: Gore-Tex;
Herstellungsland: China

Plus: Satter Sitz; kuschelweiches Thermofutter wärmt angenehm an sehr kalten Tagen; gut platzierte Belüftungseinlässe lassen sich problemlos während der Fahrt öffnen und schließen, Wirkungsgrad an warmen Tagen noch akzeptabel; Frontlabyrinth lässt sich einfach und sicher verschließen; Protektoren druckfrei und exakt positioniert; Rückenprotektor serienmäßig; breite Reflektoren mit hoher ­Signalwirkung; wasserdichte Außentaschen.

Minus: Regenschutz wird durch Spritzwassereintritt am Kragen und dürftigen Ärmelabschluss geschmälert; störende Zugluft am Rücken (Über­gang Jacke/Hose); Protektoren zum Teil zu klein bemessen, Dämpfungswerte teilweise grenzwertig; sehr schmutzanfällige Stoffe; Druckstellen durch hoch platzierten Hüftgurt.

Fazit: Berings Tourenanzug punktet durch ­einen bequemen Sitz, die ordentliche Ausstattung und eine solide Verarbeitung. Mit Thermofutter ist die Kombi auch ganzjährig einsetzbar. Bei den Protektoren besteht Nachholbedarf.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Held Montero Salerno; MOTORRAD-Urteil: gut (MOTORRAD-Kauftipp).
Held Montero Salerno; MOTORRAD-Urteil: gut (MOTORRAD-Kauftipp).

Held Montero/Salerno

Bezuginfos: Held, Tel. 0 83 21/6 64 60, www.held.de;
Preis:
Jacke/Hose/Gesamtpreis (Herren­größe) 499,95/379,95/879,90 Euro;
Extras im Test:
keine;
Größen:
S bis 3XL (in Schwarz bis 5XL) plus Damen-, Kurz- und Langgrößen (Hose);
Farben:
Schwarz, Schwarz/Rot, Schwarz/Weiß, Schwarz/Blau, Schwarz/Pink, Schwarz/Kiwi;
Gewicht (in Gr. L):
4,6 Kilogramm;
Materialien:
Außengewebe aus Poly­amid (Cordura), Futter aus Polyester (Coolmax), herausnehmbares Thermofutter (Jacke) aus Polyester;
Klimamembran
: Gore-Tex;
Herstellungsland
: Vietnam

Plus: Knackig-sportlicher Sitz, bleibt auch bei hohem Autobahntempo top in Form; lässt sich mit breiten Weitenverstellern sehr gut feintrimmen; zugfreie Überlappung von Jacke und Hose; Frontlabyrinth inklusive Kragen mit haftstarkem Magnetverschluss lässt sich bestechend einfach verschließen; erstklassiger Regenschutz; schnell erreichbare Belüftungsreißverschlüsse mit sehr hohem Luftdurchsatz; aufgeräumtes Taschenangebot mit Extra-Handyfach und Kabelkanal innen.

Minus: Wenig Protektoren; Hose ohne Thermofutter; Außentaschen zum Teil nicht wasserdicht.

Fazit: Allwetterkombi für flotte Fahrer zum attraktiven Preis. Der Held-Anzug gefällt durch Komfort (Stichwort Turn­anzug) und durchdachte Details: Das Gore-Tex-Inlay lässt sich auch außen überstreifen. Wunsch? Mehr Protektoren!

MOTORRAD-Urteil: gut(MOTORRAD-Kauftipp)

Foto: mps-Fotostudio
Lindstrands Qattara/TT; MOTORRAD-Urteil: befriedigend.
Lindstrands Qattara/TT; MOTORRAD-Urteil: befriedigend.

Lindstrands Qattara/TT

Bezuginfos: Jofama, Tel. (Schweden) 00 46-2 80/5 55 55, www.jofama.se;
Preis: Jacke/Hose/Gesamtpreis 449,00/349,00/798,00 Euro;
Extras im Test: keine;
Größen: 48 bis 64;
Farben: Schwarz, Grafit;
Gewicht (in Gr. 52): 4,9 Kilogramm;
Materialien: Außengewebe aus Poly­amid/PU, Futterstoff aus Polyester/Polyamid;
Klimamembran: Dryway;
Herstellungsland: Vietnam

Plus: Sehr guter Regenschutz; wasserdichte Außentaschen.

Minus: Sehr sackartiger, wenig geschmeidiger Sitz; rascheliges Gewebe mit plastikhafter An­mutung; Anzug insgesamt sehr windanfällig, flattert bei flotter Autobahnfahrt, Jacke rutscht beim Kurvenwedeln hoch, Hüftgurt sehr hoch platziert, drückt auf Dauer auf ­Rippenbogen; Protektoren drücken unan­genehm (vor allem an Hüfte und Knie); ins­gesamt verwirrender und verschachtelter Aufbau mit umständlich gestalteten Luft­einlässen (störende Wulstbildung beim Verschließen); Reißverschlüsse zum Teil nicht ­gesichert, schieben sich während der Fahrt, bzw. beim Schließen der Klettverschlüsse an den Ärmeln wieder auf; Weitenversteller umständlich zu bedienen; kein Thermofutter.

Fazit: Die schwedische Marke Lindstrands setzt in der Hauptsache auf einen exzellenten Regenschutz. Damit kann die Kombi noch überzeugen, doch in der Praxis nerven schlechter Sitz, fehlender Kälteschutz und umständliche Details.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Foto: mps-Fotostudio
Revit Neptune GTX: MOTORRAD-Urteil: gut.
Revit Neptune GTX: MOTORRAD-Urteil: gut.

Rev’it Neptune GTX

Bezuginfos: Rev’it, Tel. (Niederlande) 00 31/4 12/69 67 40, www.revit.eu;
Preis: Jacke/Hose/Gesamtpreis 449,99/349,99/799,98 Euro;
Extras im Test: keine;
Größen: M bis XZL plus Kurz- und Langgrößen (nur Hose);
Farben: Schwarz, Silber;
Gewicht (in Gr. 52): 4,4 Kilogramm;
Materialien: Außengewebe aus Polyester, Futterstoff aus Polyester/Polyamid, her­ausnehmbares Thermofutter aus Polyester;
Klimamembran: Gore-Tex;
Herstellungsland: Vietnam

Plus: Geschmeidiger, komfortabler Sitz; top Passform, sehr leichtes Tragegefühl; bleibt auch bei hohem Reisetempo top in Form; angenehm gefüttert; satt anliegender Kragen mit weichem Abschluss; leicht erreichbare und sinnvoll platzierte Belüftungseinlässe mit breiten Reißverschluss-Schiebern.

Minus: Ohne Thermofutter unangenehme Kälte­brücken an Reißverschlüssen im Brustbereich; dickere Handschuhstulpen stoßen an Gore-Tex-Inlay (Gefahr von Durchnässen); Hosenbeine fallen kurz aus, können bei aktiver Fahrweise über Stiefelschaft rutschen; Weiten­versteller mit Schnallen (Hüfte, Hosenbund) schwer zu greifen; Außentaschen zum Teil mit unpraktischem Netzfutter; wenig Protektoren.

Fazit: Optisch wirkt die Rev’it-Kombi wie Knack & Back, doch beim Reinschlüpfen stellt sich Wohlbehagen ein. Vor allem das hautfreundliche Futter gefällt. Bei den Protektoren wird allerdings nur Minimalstandard geboten.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Rukka Päijänne; MOTORRAD-Urteil: gut.
Rukka Päijänne; MOTORRAD-Urteil: gut.

Rukka Päijänne

Bezuginfos: Rukka, Tel. 0 40/5 51 10 55, www.rukka.de;
Preis: Jacke/Hose/Gesamtpreis 699,00/549,00/1248,00 Euro;
Extras im Test: keine;
Größen: Herren 46 bis 62 (in Schwarz bis 66) plus Kurz- und Langgrößen (nur Hose);
Farben: Schwarz, Sand/Schwarz, Neongelb/Schwarz;
Gewicht (in Gr. 52): 5,8 Kilogramm;
Materialien: Außengewebe aus Poly­amid/Nylon (Cordura), Futterstoff aus Poly­ester/Polyamid/Nylon;
Klimamembran: Gore-Tex;
Herstellungsland: China

Plus: Satter Sitz, bleibt auch bei hohem Tempo flatterfrei in Form; umfangreiches Protektorenset mit exzellenten Dämpfungswerten; Frontverschluss bestechend einfach zu schließen; lässt sich hervorragend gegen Wind und
Regen abdichten (Sturmkragen, Ärmel, Beine).

Minus: Hohes Gewicht, trägt sich sehr schwer; Gitterstruktur der Protektoren beginnt auf langen Fahrten unangenehm zu drücken; Gore-Tex-Insert mit temperaturregulierender Outlast-Ausstattung schützt bereits an mäßig kalten Tagen (unter 15 Grad) nur dürftig; Außen­taschen mit schwach haftenden Magnetverschlüssen können aufklappen und sind (bis auf das Rückenfach) nicht wasserdicht.

Fazit: Nicht nur gegen Wind und Regen schützt die Rukka-Kombi hervorragend. Mit der kompletten Protektorenaus­rüstung und sinnvollen Verstärkungen passt es auch in puncto passiver Sicherheit. Dafür mangelt es an Komfort.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Stadler Voyager GTX/Cargo GTX; MOTORRAD-Urteil: sehr gut (MOTORRAD-Testsieger).
Stadler Voyager GTX/Cargo GTX; MOTORRAD-Urteil: sehr gut (MOTORRAD-Testsieger).

Stadler Voyager GTX/Cargo GTX

Bezuginfos: Stadler, Tel. 0 85 43/9 62 00, www.stadler-bekleidung.de;
Preis: Jacke/Hose/Gesamtpreis 839,00/549,00/1388,00 Euro;
Extras im Test: keine;
Größen: Herren 48 bis 62 plus Damen- und Zwischengrößen (nur Herren);
Farben: Grau/Schwarz, Schwarz/Neongelb;
Gewicht (in Gr. 52): 5,4 Kilogramm;
Materialien: Außengewebe aus Poly­amid (Cordura), Futterstoff aus Polyamid, her­ausnehmbares Thermofutter aus Polyester;
Klimamembran: Gore-Tex;
Herstellungsland: Kroatien/Deutschland

Plus: Jacke und Hose mit sportlich eng anliegen­dem, aber geschmeidigem Sitz; bleibt auch bei hohem Reisetempo erstklassig in Form; leichtgängige Reißverschlüsse, lassen sich auch mit Handschuhen perfekt greifen; komplette Protektorenausstattung mit Fullsize-Rückenprotektor und erstklassigen Dämpfungswerten; breite, top platzierte Reflekto­ren mit hoher Strahlkraft; eng anliegender Kragen mit weichem Abschluss; durch hohen Mesh-Anteil in Jacke und Hose im Hochsommer extrem gut durchlüftet; gut isolierendes Thermofutter.

Minus: Reißverschlüsse an den Ärmeln schlecht ge­sichert; Hose ohne wasserdichte Taschen.

Fazit: Wenn die Temperaturen nicht gerade in den Eiskeller purzeln, ist der Stadler-Anzug perfekt für klassische Saisonfahrer. Durch den hohen Mesh-Anteil ist die Luftkühlung aber auch mit Thermo- und Gore-Inlay auf „Dauer-An“ gestellt.

MOTORRAD-Urteil: sehr gut (MOTORRAD-Testsieger)

Foto: mps-Fotostudio
Vanucci Ventus IV; MOTORRAD-Urteil: befriedigend.
Vanucci Ventus IV; MOTORRAD-Urteil: befriedigend.

Vanucci Ventus IV

Bezuginfos: Detlev Louis, Tel. 0 40/73 41 93 60, www.louis.de;
Preis: Jacke/Hose/Gesamtpreis (Standard-Herrengröße) 509,95/409,95/919,90 Euro;
Extras im Test: Rückenprotektor „Super-Shield“ 21,99 Euro;
Größen: Herren 48 bis 58 (Schwarz/Anthrazit auch in 46 und 60 bis 64) plus Damen- und Zwischengrößen;
Farben: Herren Schwarz/Anthrazit, Neongelb/Schwarz, Grau/Schwarz/Blau, Damen Hellgrau/Lila, Anthrazit/Lila, Neongelb/Schwarz
Gewicht (in Gr. 52): 5,5 Kilogramm;
Materialien: Außengewebe aus Poly­amid (Cordura), Futterstoff aus Polyamid/Polyes­ter, herausnehmbares Thermofutter aus Polyamid/Polyester (Primaloft);
Klimamembran: Sympatex;
Herstellungsland: Vietnam

Plus: Bis auf Rückenprotektor (kostet Aufpreis) komplette Protektorenausstattung mit guten Dämpfungswerten; behaglich wärmendes Thermofutter.

Minus: Reißverschlüsse zum Teil sehr fummelig, mit Handschuhen schwer zu greifen; Taschen­volumen sehr knapp bemessen; enge Ärmel nur unzureichend gegen Nässe abgedichet, saugen sich bei starkem Regen voll; Front­laby­rinth sehr umständlich zu handhaben.

Fazit: Mit der Ventus IV seiner Hausmarke ­Vanucci will Shopmulti Louis in der Oberklasse mitspielen. Doch in der Praxis hapert es durch mäßigen Sitz, unzureichenden Nässeschutz und vor allem nicht wirklich durchdachte Details.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Foto: mps-Fotostudio
Gestaltungsspielraum bei Rückenprotektoren: Die Modelle von Louis (Mitte) und Stadler (links) sind echte Fullsize-Schützer. Rukka (rechts) verbaut dagegen einen vergleichsweise schmalen und schweren Centralback-Protektor.
Gestaltungsspielraum bei Rückenprotektoren: Die Modelle von Louis (Mitte) und Stadler (links) sind echte Fullsize-Schützer. Rukka (rechts) verbaut dagegen einen vergleichsweise schmalen und schweren Centralback-Protektor.

Protektoren auf dem Prüfstand

Überarbeitete Normen, schärfere Grenzwerte. Bei den Protektoren ist einiges in Bewegung geraten. Doch nicht alle Anbieter sind auf dem neuesten Stand.

Für Protektoren-Zulieferer ist klar: Seit Juli 2014 müssen die ­Protektoren den neuesten Standards entsprechen, wenn sie das not­wendige CE-Label erhalten wollen. Eine Überarbeitung der Norm war überfällig. Schließlich basiert die Urversion für die Zertifizierung von Gelenkprotektoren auf fast zwei Jahrzehnte alten Standards. Dass technisch inzwischen weit mehr geht, haben zahlreiche MOTORRAD-Tests bewiesen. Beim Testprozedere fällt ein fünf Kilo schweres Gewicht auf den Protektor, ein darunterliegender Amboss misst das Dämpfungsvermögen. Ursprünglich sah die Europäische Norm EN 1621-1 einen durchschnittlichen Restkraftwert von 35 Kilonewton (kN) vor, der aus fünf Einzelschlägen gemittelt wurde. Besonderheit: Keiner der Einzelschläge, die über die genau festgelegte Schutzfläche verteilt werden, darf über 50 kN betragen. Auch nach der Novelle dürfen Protektorenbauer Knochenschützer mit diesen hohen Werten in den Verkehr bringen, es muss aber eine neue Kennzeichnung (erkennbar an der Zahl 1) darauf hinweisen.

In Zukunft wird es aber immer mehr Anbieter geben, die mit ihren Gelenkprotektoren den Level 2 erfüllen und zum Teil weit unter den maximal erlaubten 20 kN bleiben. Eine ähnliche Entwicklung gab es auch bei den Rückenprotektoren, für die nach Norm EN 1621-2 auch zwei Schutzklassen (9 und 18 kN) gelten. Rückenprotektoren der schwächer dämpfenden Klasse 1 werden fast gar nicht mehr an­geboten. Dafür gibt es nach ebenfalls überarbeiteter Norm nun auch die Möglichkeit, neben der „Fullsize“-Version eine abgespeckte „Centralback“-Version zu bauen, die nur die Wirbelsäule abdeckt.

Foto: mps-Fotostudio
Evolution bei Gelenkprotektoren: Bering (oben) mit kleiner Schutzfläche und schwacher Dämpfung; leichter Held (unten) noch nach ­alter Norm, aber mit Top-Werten; schwerer Ruk­ka nach neuester Norm und mit geringer Restkraft (links).
Evolution bei Gelenkprotektoren: Bering (oben) mit kleiner Schutzfläche und schwacher Dämpfung; leichter Held (unten) noch nach ­alter Norm, aber mit Top-Werten; schwerer Ruk­ka nach neuester Norm und mit geringer Restkraft (links).
 
Gelenke
Gelenke
Gelenke
Gelenke
Torso
Protektoren-
ausstattung
Schulter
Ellbogen
Knie
Hüfte
Rücken
Bering
Serie
SerieSerieoptional erhältlichSerie
Held
SerieSerieSerieoptional erhältlichoptional erhältlich
Lindstrands
SerieSerieSerieoptional erhältlichoptional erhältlich
Rev’it
SerieSerieSerieoptional erhältlich    
optional erhältlich
Rukka
SerieSerieSerieSerieSerie*
Stadler
SerieSerieSerieSerieSerie**
Stadler
SerieSerieSerieSerieoptional erhältlich***

*Centralback (Level 2); **Fullsize (Level 2); ***im Test ausgestattet mit Fullsize (Level 2).

Foto: mps-Fotostudio
Gelenkprotektoren.
Gelenkprotektoren.
Foto: mps-Fotostudio
Rückenprotektoren.
Rückenprotektoren.

Wesentliche Bausteine moderner Textilkombis

Polyamid (PA) Klassisches Außengewebe von Textilkombis. Auch unter dem Namen Nylon bekannt. Ist sehr elastisch und besitzt eine hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit bei geringem Gewicht. Allerdings lässt die Festigkeit durch UV-Bestrahlung nach. Eine Edelversion von PA ist Cordura (Markenname von DuPont), das mit höherer Abriebbeständigkeit noch bes­ser für Motorradkombis geeignet ist.

Polyurethan (PU) Gilt als Basis für was­ser­undurchlässige Beschichtungen. Deshalb häu­fig beim Außengewebe im Einsatz.

Polyester (PES) Ist ein besonders leichtes, wasserabweisendes Gewebe und trocknet schnell. Von daher ideal für den Einsatz als ­Futterstoff. Kann auch als Hohlfaser hergestellt werden, die mit besseren Isolierungswerten im Thermo-Inlay verwendet wird.

Foto: Lohse
Rein in den Anzug, rauf aufs Motorrad: Bei der Bewertung spielt der Praxiseindruck während der Testfahrten eine wichtige Rolle.
Rein in den Anzug, rauf aufs Motorrad: Bei der Bewertung spielt der Praxiseindruck während der Testfahrten eine wichtige Rolle.

So testet MOTORRAD

Auf einer großen Testrunde durch das Jagsttal (zwischen Würzburg und Heilbronn) mussten sich alle Kandidaten den klassischen Anforderungen einer Motorradtour stellen.

Mit der nackten Yamaha MT-07 aus dem MOTORRAD-Dauertestfuhrpark ging es bei der Anfahrt über die topfebene A 81, um das Fahrverhalten in verschiedenen Tempobereichen zu beurteilen. Im Anschluss daran stand flotter Kurvenswing auf Landstraßen unterschiedlichster Kategorien auf dem Programm. Dabei fielen den Testern schnell die Vor­züge und Nachteile der einzelnen Kombi­na­tionen ins Auge. Zweiter wichtiger Praxistest: das Verhalten bei Regen. Der kommt nicht auf Bestellung, und auch nicht immer in der gleichen, vergleichbaren Intensität. Bewährt hat sich deshalb der Einsatz eines Hochdruckreinigers, der mit reichlich Schma­ckes sowie feinster Zerstäubung den Anzügen kein leichtes Spiel macht. Löschpapiereinlagen an neuralgischen Übergängen sowie in allen Außen­taschen helfen, kritische Punkte beim Nässeschutz aufzuspüren.

Im Anschluss daran wurden die ausge­bauten Protektoren im Labor von Sas-Tec (www.sas-tec.de) in Anlehnung an die ­derzeit gültigen Normen (EN 1621-1 und 1621-2) überprüft. Dabei wurde auch begutachtet, ob die CE-konformen Schützer in den zur Anzugsgröße passenden Größen eingesetzt sind.

In einer abschließenden gemeinsamen ­Begutachtung nahmen die Service-Redakteure von MOTORRAD noch einmal jede Kombi im Detail unter die Lupe, beurteilten Qualität, Verarbeitung und Ausstattung.

Endwertung und Fazit

Passform/TragekomfortWetterschutzSicherheitAusstattung/VerarbeitungSummeMOTORRAD-UrteilPreis in Euro**
Maximale Punktzahl30302020100
Stadler Voyager GTX/Cargo GTX2625201687sehr gut1388,00
Held Montero/Salerno2625141883gut879,90
Rukka Päijänne2225181782gut1248,00
Rev’it Neptune GTX2622121878gut799,98
Bering California2022131570gut1039,80
Vanucci Ventus IV 1821161469befriedigend919,90
Lindstrands Qattara/TT1220151259befriedigend798,00

*100 bis 85 Punkte = sehr gut; 84 bis 70 Punkte = gut; 69 bis 55 Punkte = befriedigend; 54 bis 40 Punkte = ausreichend; 39 bis 0 Punkte = mangelhaft
**Preise beziehen sich auf Kombination (Jacke und Hose) in Standard-Herrengröße

 

Fazit: Ein Test, der sich auf hohem Niveau bewegt. Nicht nur wegen der Preise, die für die Textilanzüge aufgerufen werden. Auch wegen der Ansprüche. In dieser Preisregion darf man durchaus ein Premiumpaket erwarten. Grundsätzlich enttäuscht keine Kombi. So haben alle Anbieter in puncto Nässeschutz einen guten Job gemacht. Nachholbedarf besteht aber bei der Sicherheitsausstattung. Unterm Strich gibt es zwei Empfehlungen: das teure, aber Rundum-sorglos-Paket von Stadler sowie als preisgünstige Alternative den Held-Anzug. Vanucci scheitert wegen unpraktischer Details knapp am „gut“, nur Lindstrands Old-School-Lösung kann im Highend-Sektor nicht mithalten.

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