Produkttest: Einteilige Lederkombis über 800 Euro Motorradkombis für die Rennstrecke

Im zweiten Teil des großen PS-Lederkombi-Tests müssen High-End-Einteiler über 800 Euro zeigen, ob sie für die Rennstrecke taugen. Soviel vorab: Manchmal lohnt es sich, etwas mehr Geld auszugeben.

Foto: Brown

Experte Stefan Röttger von Skill-Skin greift als erstes zur Alpinestars Racing Replica. Mit einem Straßenpreis von rund 1500 Euro je nach Modelljahr gehört sie zur mittleren Preisklasse. Ein echter Racing-Schnitt, nicht zu weit, nicht zu eng, am Unterleib lediglich etwas zu viel Material - die Basispassform stimmt. Absolut perfekt gebaut ist die Kombination aus Knie und Unterschenkel. „Sitzt wie angegossen, der Wadenstretch ist da, wo er sein muss und der Protektor umschließt das ganze Knie und kann nicht wegrutschen“, freut sich Röttger. Tolles Leder, abriebfester Schoeller-Stretch und saubere Verarbeitung ergänzen den positiven Eindruck. Doch wo Licht ist, gibt’s auch Schatten. Der separate Rückenprotektor erreicht zwar gute Werte beim Schlagdämpfungstest, leider gerät er viel zu kurz - der untere Rücken sowie das Steißbein wären ungeschützt. Gleiches gilt für den Ellenbogen, denn durch den zu weiten Unterarm würde der Protektor beim Aufprall verrutschen. Hüftprotektor? Fehlanzeige. Grundsätzlich macht die Racing Replica ihrem Namen alle Ehre, sie eignet sich auch für die Rennstrecke. Für den Preis dürfte man aber ruhig mehr erwarten.

Nämlich das, was Arlen Ness bietet. Ein konsequenter, taillierter Racing-Schnitt mit vorgeformten Extremitäten, tolle Unterschenkel-Passform, ein nicht verrutschender Knieprotektor, der bequeme Kragen, abriebfester Stretch, ein modernes 3D-Innenfutter und Metall-Caps an Schulter, Ellenbogen und Knie machen die Arlen Ness Mission durchaus rennstreckentauglich. Schade, dass an Schulter und Knie nur Protektoren vom Typ A verbaut sind - diese sind zu klein. Zudem sind deren Restkraftwerte nicht berauschend gut, aber okay. Wie bei Alpinestars ist der Unterarm zu weit, der Protektor verrutscht. Dennoch: Selbst mit 30 Prozent Känguruleder-Anteil bietet die Kombi mit 1099 Euro ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis.

Stefan Röttger steigt in die Berik Master. Er konstatiert einen bequemen Sportfahrerschnitt mit etwas zu langem Bauch, der in Fahrposition Falten schlägt. Während die Rückenlänge stimmt, ist - wie so oft auch hier - der Unterarm zu weit. Gutes Leder, saubere Verarbeitung, komfortable Neoprenbündchen am Ärmelabschluss, Magnesium-Caps auf der Schulter, das 3D-Innenfutter und abriebfester Schoeller-Stretch zeichnen die Master aus. An Schulter und Knie stecken zu kleine Protektoren vom Typ A, in den Bereichen Hüfte und Ellenbogen die richtigen vom Typ B. Für sportliche Straßenfahrer ist die Berik Master durchaus eine Empfehlung, für den harten Rennstreckeneinsatz aufgrund des etwas lockeren Schnitts jedoch eher nicht.

Ganze 700 Euro mehr als die Berik Master kostet die BMW DoubleR, nämlich 1700 Euro. Unser Experte steckt in der Kombi, schaut skeptisch und möchte noch einmal die Konfektionsgröße der Kombi wissen. 52, sollte passen. Tut es aber nicht. Alles ist zu weit und labberig, besonders Oberschenkel und Schienbein - und damit auch das Knie, welches sich schon im Stand sehr weit verdrehen lässt. Von „körpernah geschnitten“, wie es auf der BMW Motorrad-Webseite heißt, kann keine Rede sein. Hinzu kommt, dass die Ärmel deutlich zu kurz sind. Das alles ist erstaunlich, denn beim Material kommt nur das Beste zum Einsatz: hochwertiges Känguruleder und Sas-Tec-Protektoren vom Typ B inklusive riesigem Rückenprotektor. Saubere Nähte und Schulter- sowie Ellenbogencaps runden das Paket ab. Etwas stutzig macht uns lediglich, dass der Knieprotektor zurechtgeschnitten ist, damit er in die Protektorentasche passt. Stefan Röttger bringt es auf den Punkt: „Prima Material, super Protektoren, aber leider ist die Kombi verschnitten.“

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Foto: 2snap

Dainese überzeugt wie immer durch saubere Verarbeitung, einen sportlichen Schnitt und hochwertiges Material. Mit der Protektion ist unser Experte weniger zufrieden. Zwar liefert Dainese einen separaten Rückenprotektor mit, allerdings ist dieser etwas kurz geraten und schützt kaum den unteren Rücken. Wie bei den Italienern üblich, kommen auch in der D-Air Hartschalenprotektoren zum Einsatz. Beim Schlagdämpfungstest reicht es nur für  durchschnittliche Werte, zudem sind an Ellenbogen und  Schulter zu kleine Protektoren vom Typ A verbaut. Fraglich ist auch, warum bei einer Kombi für 2900 Euro die Schulterprotektoren nur ins Innenfutter geklettet und nicht fest vernäht sind. Eine Besonderheit stellt der Knie-/Beinprotektor dar: Zertifiziert ist er als Knie- und Beinprotektor Typ B (K+L Typ B), jedoch ist lediglich der Knieprotektor CE-gekennzeichnet - der dünne Hartplastik-Schienbeinschutz zählt nach der Norm also nicht, auch wenn Dainese das anders sieht. Das Foto auf Seite 70 oben zeigt die Größe des Knieprotektors und die korrekte Größe der Prüfschablone K+L Typ B für den Schlagtest. Passt nicht?  Richtig. Daher fragen wir beim TÜV Rheinland nach, ob der Protektor tatsächlich so zertifiziert und getestet werden kann. Die Aussage des TÜV: In Deutschland würde dieser Protektor keine Zulassung erhalten. Da beim Schlagtest mindestens zwei Schläge ins Leere gehen würden, fällt der Protektor durch. Wofür gibt es CE-Normen, wenn ein Hersteller sich nicht daran hält? Positiv anzumerken ist der Airbag, welcher der D-Air ihren Namen verleiht. Er soll sich innerhalb von 15 Millisekunden aufblasen und Schlüsselbein, Nacken und Schulter vor Verletzungen schützen. Immerhin werden durch den Airbag die zu kleinen Schulterprotektoren wieder wettgemacht. Die benötigte Elektronik sowie der Gasgenerator sitzen im Höcker der Kombi, das Gewicht des Airbag-Systems soll bei 650 Gramm liegen. In einer der nächsten Ausgaben werden wir das Thema Airbag-Kombis und -Systeme ausführlicher behandeln.

Für weniger als die Hälfte des Preises der D-Air gibt es das neue Spitzenmodell von Held - die Race-Evo. Mit ihr zeigt Held, dass es für 1300 Euro auch tolle Leistung gibt. Die Held Race-Evo fährt so ziemlich alles an Sicherheits-Features auf, die man an einer Kombi ohne Airbag derzeit finden kann: 70 Prozent Känguruleder, abriebfeste Rochenhaut an Unterarm und Schulter, Caps an Knie, Schulter und Ellenbogen, rundum Sas-Tec-Protektoren, sogar an den Rippen, Schoeller-Stretch - so müssen sichere Kombis aussehen. Auch an der Passform gibt’s nichts zu meckern. Ein bequemer Racing-Schnitt mit richtig positionierten Stretch-Einsätzen und eng anliegenden Knieprotektoren runden das Paket ab.  Insgesamt gibt es wenig Kritik. Der Knieschleifer ist nicht optimal positioniert, er müsste näher am Knie sitzen. Und auch an der Race-Evo ist der Unterarm etwas zu weit geschnitten. Für die gebotene Sicherheit und Passform sind 1300 Euro ein fairer Preis - daher küren wir die Held zum Kauftipp.

Fast 1000 Euro mehr kostet das Spitzenmodell von Ixs, die Torro Pro. Sie überzeugt durch abriebfestes Känguruleder und hochwertigen Schoeller-Stretch. Trotz Racing-Schnitt ist die Kombi erstaunlich bequem. Der Komfort wird allerdings durch großflächigen Einsatz des Stretch-Materials erkauft. Fragwürdig: Die 2250 Euro teure Ixs Torro Pro hat schlechtere Protektoren eingebaut als die Ixs Jerez für rund 680 Euro aus dem vergangenen Test. Kann der Kunde für so viel Geld nicht die besten Protektoren erwarten, die es derzeit auf dem Markt gibt? Zumal weder Rücken- noch Hüftprotektor verbaut sind, und die Ixs dadurch weitere Punkte verliert. Mit der Torro Pro darf man sich getrost auf die Rennstrecke wagen, ein Preis-Leistungs-Hit ist die Kombi aber keineswegs.

Die einzige Kombi made in Germany kommt aus Baden-Württemberg, von schwäbischer Sparsamkeit aber keine Spur. Vor der Schwabenleder K-Frame muss selbst der kritische Stefan Röttger den Hut ziehen: „Bestes Leder, bestes Material, beste Verarbeitung - dazu noch ein perfekter Schnitt, vereint mit höchstem Komfort.“ Auffällig: Die K-Frame kommt ohne Schulter-Stretch aus, weil die Nähte perfekt gesetzt sind. Der Hüftprotektor ist zwar nicht zertifiziert, reicht jedoch weit nach hinten und schützt teilweise auch das Gesäß - sehr gut. Doch selbst das beste Produkt lässt sich optimieren: Der Knieprotektor dürfte etwas größer sein - BMW und Held haben ebenfalls Sas-Tec-Protektoren an Bord, aber eine größere Ausführung. Und laut Röttger hält ein Spiral-Reißverschluss mehr Zugkraft aus, als die einzelnen Zähne des Metall-Reißverschlusses. Nun gut. Dennoch bietet die Schwabenleder K-Frame für 1798 Euro höchsten Komfort und Sicherheit.

Känguruleder bietet auch die Spidi T-2 Kangaroo. Leider stimmt die Passform hinten und vorne nicht, alles ist zu weit geschnitten, was sich auch auf die Protektoren auswirkt. Keiner der ohnehin zu kleinen Protektoren (alle nur Typ A) sitzt korrekt auf Gelenkhöhe - auch dadurch büßt die Spidi zahlreiche Punkte ein. Ähnlich wie bei BMW gibt es am Material selbst nichts auszusetzen: Tolles Leder, saubere Verarbeitung, ein modernes 3D-Innenfutter und hochwertiger Stretch können sich sehen lassen. Für 1500 Euro bietet die Spidi jedoch weniger als die Konkurrenz, vor allem, und das ist das tragische, was die Protektion angeht.

Last but not least muss die Rev’it Sting-ray das Urteil des Experten über sich ergehen lassen. Mit „sehr schönes Leder, guter Oberklasse-Stretch und tolle Verarbeitung“ sind die Komplimente bereits ausgeschöpft. Über Passform und Protektion kann Stefan Röttger nur den Kopf schütteln. Viel zu weit geschnittene Waden, falsch geschnittene Knie und Ellenbogen sowie nicht ausreichender Armstretch machen die Kombi beinahe untragbar. Der Schulterprotektor sitzt viel zu weit hinten und gibt das Gelenk frei - kurzum: Mit der Rev’it Stingray möchte man auf keinen Fall stürzen.

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Alpinestars Racing Replica

Foto: MPS-Fotostudio

Kontakt 
FC-Moto Motorradbekleidung, 52146 Würselen, Tel. 0 24 05/4 95 00 50 www.fc-moto.de
Preis 
ab 1599 Euro, je nach Modelljahr
Material 
Rindleder
Größen 
46 bis 58
Protektoren
E, S, K, R*

Fazit 
Dank der vielen Sicherheitsfeatures ist die Racing Replica absolut rennstreckentauglich. Verarbeitung und Material lassen keine Wünsche offen, die Protektorenausstattung geht in Ordnung, dürfte für den Preis aber besser sein. Der Unterleib ist etwas zu lang, der Unterarm etwas zu weit geschnitten - ansonsten ein sehr guter Racing-Schnitt. Absolut vorbildlich: Das Knie ist komplett eingepackt, der Protektor sitzt da, wo er hingehört.

PS-Urteil: Gut


*E = Ellbogen, S = Schulter, K = Knie, R = Rücken, H = Hüfte, Ri = Rippen

Arlen Ness Mission

Foto: MPS-Fotostudio

Kontakt 
Vertrieb durch Held GmbH, 87545 Burgberg, Tel. 0 83 21/6 64 60 www.held.de
Preis 
1099 Euro
Material 
Rindleder, Känguruleder
Größen 
48 bis 62
Protektoren 
E, S, K*

Fazit 
Tolle Leistung zum verhältnismäßig günstigen Preis bietet die Arlen Ness Mission. Ein konsequenter Racing-Schnitt kombiniert mit hochwertigen Materialien, das ganze sauber verarbeitet - so gefällt uns das. Bei der Protektion verliert die Mission jedoch wichtige Punkte: Weder Hüft-, noch Rippen- oder Rückenprotektor, dazu die zu weiten Unterarme - macht in der Summe acht Punkte Abzug. Dennoch ist die Mission eine gute Kombi.

PS-Urteil: Gut

*E = Ellbogen, S = Schulter, K = Knie, R = Rücken, H = Hüfte, Ri = Rippen

BMW Double R

Foto: MPS-Fotostudio

Kontakt 
BMW Motorrad, 80809 München, Tel. 0 89/9 50 90 77 78 shop.bmw-motorrad.com
Preis 
1700 Euro
Material 
Känguruleder
Größen 
46 bis 116
Protektoren 
E, S, K, H, R*

Fazit
Hier gibt’s nur Licht und Schatten, nichts dazwischen. Bestes Material, hervorragende Protektoren, saubere Verarbeitung. Schnitt und Passform sind hingegen einer BMW-Kombi nicht würdig. Sie verliert zudem Punkte, weil sich wegen des weiten Schnitts Arm- und Knieprotektoren recht leicht verdrehen lassen. Wenn BMW schon eine Rennkombi auf den Markt bringt, sollte sie auch einen eng anliegenden Racing-Schnitt besitzen. 

PS-Urteil: Gut

*E = Ellbogen, S = Schulter, K = Knie, R = Rücken, H = Hüfte, Ri = Rippen

Berik Master

Foto: MPS-Fotostudio

Kontakt 
Vertrieb durch Held GmbH, 87545 Burgberg, Tel. 0 83 21/6 64 60 www.held.de
Preis 
999 Euro
Material 
Rindleder, Känguruleder
Größen 
48 bis 58
Protektoren 
E, S, K, H*

Fazit 
30 Prozent Känguruleder, Hüftprotektoren, tolle Verarbeitung, das ganze für rund 1000 Euro - nicht schlecht. Die Passform ist tourensportlich orientiert, also eher bequem und nicht konsequent auf Racing getrimmt. Durch ihre leichten Schwächen landet sie auf den Punkterängen knapp hinter der Arlen Ness Mission, die für 100 Euro mehr unserer Meinung nach das bessere Angebot ist.

PS-Urteil: Befriedigend

*E = Ellbogen, S = Schulter, K = Knie, R = Rücken, H = Hüfte, Ri = Rippen

Dainese D-Air

Foto: MPS-Fotostudio

Kontakt 
Dainese Deutschland GmbH, 80807 München, Tel. 0 89/35 39 67 66 www.dainese.com
Preis 
2899 Euro
Material 
Rindleder
Größen 
44 bis 60
Protektoren 
E, S, K, R*

Fazit 
In drei von fünf Kategorien schneidet die D-Air äußerst gut ab. Was Restkraftwerte sowie Sitz, Größe und Anzahl der Protektoren angeht, bietet die Kombi aber nicht den derzeit bestmöglichen Schutz. Klar, der Airbag ist drin und holt Punkte. Ob er den happigen Aufpreis zu anderen Dainese-Kombis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Denn für weniger als die Hälfte des Preises haben die Italiener auch gute Kombis im Programm.

PS-Urteil: Gut

*E = Ellbogen, S = Schulter, K = Knie, R = Rücken, H = Hüfte, Ri = Rippen

Held Race-Evo: PS-Kauftipp

Foto: MPS-Fotostudio

Kontakt 
Vertrieb durch Held GmbH, 87545 Burgberg, Tel. 0 83 21/6 64 60 www.held.de
Preis 
1299 Euro
Material 
Rindleder, Känguruleder
Größen 
48 bis 60
Protektoren 
E, S, K, H, R, Ri*

Fazit 
Die Held Race-Evo hätte fast die Schwabenleder vom Thron gestoßen. Hochwertige Protektoren wohin man fasst, bestes Material rundum und ein toller Racing-Schnitt verschaffen der Kombi viele Punkte. Auch die Passform überzeugt. Sie muss sich nur knapp geschlagen geben, weil Passform und Verarbeitung der Schwabenleder nach wie vor Maßstäbe setzen. Die Race-Evo ist aber 500 Euro günstiger als die K-Frame und daher unser Kauftipp.

PS-Urteil: Sehr gut

*E = Ellbogen, S = Schulter, K = Knie, R = Rücken, H = Hüfte, Ri = Rippen

IXS Torro Pro

Foto: MPS-Fotostudio

Kontakt 
Hostettler GmbH, 79379 Müllheim, Tel. 0 76 31/1 80 40 www.ixs.com
Preis 
2250 Euro
Material 
Rindleder
Größen 
46 bis 110
Protektoren
S, E, K*

Fazit 
Die bequemste Kombi von allen Kandidaten erkauft sich den Komfort durch großzügigen Stretch-Einsatz, vor allem hinten an den Beinen. Ansonsten: kaum Highlights, kaum Mankos. Die Protektoren sind nicht mehr up to date, schon gar nicht in dieser Preisklasse. Für knapp 1000 Euro weniger gibt’s von Held auch Känguruleder, zusätzlich deutlich bessere und mehr Protektoren. Von daher ist das Preis-Leistungs-Verhältnis der Ixs unbefriedigend.

PS-Urteil: Gut

*E = Ellbogen, S = Schulter, K = Knie, R = Rücken, H = Hüfte, Ri = Rippen

Rev’it Stingray

Foto: MPS-Fotostudio

Kontakt 
Rev’it, 5340 Oss (Niederlande), Tel. 00 31/4 12/69 67 40 www.revit.eu
Preis 
949 Euro
Material 
Rindleder
Größen 
46 bis 58
Protektoren 
S, E, K*

Fazit 
Den exakten Wortlaut unseres Experten zur Stingray können wir hier nicht wiedergeben. Wohlwollend formuliert bietet die Kombi einen Sporttouring-Schnitt, der reichlich Bewegungsfreiheit ermöglicht. Die Kombi ist komplett zu weit geschnitten, die Protektoren sitzen nicht da, wo sie hingehören, und auch die Restkraftwerte der Protektoren sind nur durchschnittlich. Immerhin ist das schöne Leder sauber verarbeitet.

PS-Urteil: Ausreichend

*E = Ellbogen, S = Schulter, K = Knie, R = Rücken, H = Hüfte, Ri = Rippen

Schwabenleder K-Frama: PS-Testsieger

Foto: MPS-Fotostudio

Kontakt 
Schwabenleder Motorradbekleidung, 73650 Winterbach, Tel. 0 71 81/96 70 10 www.schwabenleder.de
Preis 
1798 Euro
Material 
Känguruleder
Größen 
44 bis 60
Protektoren 
S, E, K, H, R*

Fazit 
Machen wir es kurz: Die Schwabenleder K-Frame ist die beste Racing-Kombi, die es derzeit auf dem Markt gibt. Hier macht man sich noch Gedanken um den perfekten Schnitt, die besten Protektoren und das beste Material. Die Kombi wird in Deutschland von Hand gefertigt, zu einem angemessenen Preis. Leichte Kritik vom Experten gibt’s lediglich für fehlende Caps auf den Gelenken, die beim Sturz für besseren Abrieb sorgen und so die Bänder schonen, und den groben Metallreißverschluss. 

PS-Urteil: Sehr gut

*E = Ellbogen, S = Schulter, K = Knie, R = Rücken, H = Hüfte, Ri = Rippen

Spidi T-2 Kangaroo

Foto: MPS-Fotostudio

Kontakt 
Vertreten durch Shark-Helme Deutschland, 21224 Rosengarten, Tel. 0 41 08/4 58 00 14 www.shark-helme.de
Preis 
1499 Euro
Material 
Känguruleder
Größen 
46 bis 58
Protektoren 
S, E, K, H*

Fazit 
Fakt ist: Die ganze Kombi ist deutlich zu weit geschnitten und entspricht keiner 52er-Konfektionsgröße. Sie passt einfach nirgendwo, dazu kommt, dass die Protektoren lose sitzen und sich verdrehen. No go: In der Spidi sind an allen Gelenken zu kleine Protektoren vom Typ A verbaut - daher der große Punktabzug in der Protektorenwertung. Bei der Punktevergabe bleibt leider nicht viel übrig, die Konkurrenz ist einfach besser.

PS-Urteil: Ausreichend

*E = Ellbogen, S = Schulter, K = Knie, R = Rücken, H = Hüfte, Ri = Rippen

Foto: mps-Fotostudio

PS-Bewertung / Urteil

 

max. PunktzahlAlpinestars Arlen Ness BerikBMWDaineseHeldIxsRev’itSchwabenlederSpidi
Protektoren
(Sitz, Größe, Anzahl)*
201412121415****18128184
Restkraftwerte106661041066106
Passform/Schnitt20141815121717156206
Verarbeitung109998109108108
Material**1010989998798
Gesamtpunkte***7053545053556351356732
Platzierung5.4.8.5.3.2.7.9.1.10.



* Protektoren: schlecht oder falsch sitzende Protektoren bekommen 2 Punkte Abzug je Körperpartie; fehlender Hüftprotektor: 2 Punkte Abzug, fehlender Rippenprotektor: 2 Punkte Abzug, fehlender Rückenprotektor: 2 Punkte Abzug; zu kleine Protektoren vom Typ A: je Körperpartie 2 Punkte Abzug; ** Bewertet werden Leder, Stretch und weitere Features  *** 61 – 70 Punkte = sehr gut,  51 – 60 Punkte = gut,  41 – 50 Punkte = befriedigend,  31 – 40 Punkte = ausreichend,  21 – 30 Punkte = mangelhaft,  0 – 20 Punkte = ungenügend; **** normalerweise 12 Punkte, jedoch zusätzlich 3 Punkte für vorhandenen Airbag

PS-Urteil

Bis auf wenige Ausnahmen sind die Kombis rennstreckentauglich und bieten anständige Passform, Komfort sowie Sicherheit zum akzeptablen Preis. Die Held Race-Evo feiert einen gelungenen Einstand, für 1300 Euro ist sie uneingeschränkt empfehlenswert. Einiger Produzenten sollten jedoch ihre Schnitte und die Preise ihrer Kombis überdenken. Unverständlich: Bessere Protektoren kosten kaum mehr, dennoch verwenden die meisten Hersteller noch alte Modelle mit durchschnittlichen Restkraftwerten.

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