Praxistest: Enduro-Equipement Off Road

Eine Woche mit der Enduro im Grenzgebiet zwischen Italien und Frankreich unterwegs, eignet sich perfekt, um Bekleidung und Zubehör auf Herz und Nieren zu testen.

Foto: Brodbeck
Es tut sich eine Menge im Endurobereich. Zu den spannendsten technischen Neuheiten zählt sicherlich die Automatikkupplung von Recluse. Dieses Nachrüst-Zubehörteil ist eines von vielen interessanten Produkten, denen MOTORRAD im italienischen Piemont ausgiebig auf den Zahn gefühlt hat. So konnten die Tester unter anderem bereits die neuesten Bekleidungskollektionen für die Saison 2006 der Marken Acerbis und Scott ausprobieren und die Qualitäten der aktuellen FIM-Reifen von Bridgestone auf den unterschiedlichsten Untergründen überprüfen. Die stark schwankende Wetterlage (mal Sonne, mal Nebel, mal trocken, mal Regen) mit Temperaturen zwischen knapp über null bis an die 25 Grad Celsius bot ideale Bedingungen. Freilich nur aus Sicht des Testers – aus der des Fahrers macht’s bei Sonnenschein natürlich am meisten Laune.
Als Testmaschinen dienten drei KTM-Enduros (525 XC, 450 EXC und 450 EXC Sixdays). Testgebiet waren die alten, größtenteils zerfallenen Militärsträßchen aus dem Ersten Weltkrieg oberhalb der Baumgrenze und Wald- und Forstwege, wie sie überall in den Bergen zu finden sind. Mit der Erkenntnis, dass es nicht immer hundert Kilometer lange Grenzkammstraßen sein müssen, um Mensch und Maschine an ihre Grenzen zu bringen. Dazu reicht auch ein auf wenige Quadratkilometer Wildnis beschränktes Wege-Labyrinth aus. Nur wer tagelang mit den ausgesuchten Produkten in authentischem Einsatzgebiet unterwegs ist, die Enduro über Felsstufen wuchtet und durch Bäche scheucht, kann die Funktion der Ausrüstung richtig beurteilen.
Ohne diesen Aufwand hätten beispielsweise die Alpinestars-Tech-10-Stiefel eine weniger gute Bewertung erhalten, da sie erst nach ein bis zwei Tagen intensiven Eintragens richtig passen und ihre ganzen Qualitäten offenbaren. Wer nur mal schnell reinschlüpft, wird vom Tragekomfort nicht begeistert sein. Ähnliches gilt für viele
andere Produkte – auch in umgekehrter Richtung. Was auf den ersten Blick einen
guten Eindruck hinterlässt, kann sich auf Tour als wenig tauglich erweisen. Deshalb hat’s MOTORRAD intensiv ausprobiert. Denn mit der richtigen Ausrüstung macht Endurofahren doppelt so viel Spaß.

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