Produkttest: Fernreise-Textilkombis Fernreise-Textilkombis im Test

Feiner Nieselregen in der deutschen Provinz, kalter Wind auf der Passhöhe beim Alpencross, flimmernde Hitze über südeuropäischen Küstenstraßen. Wer weit reist, braucht einen Anzug, der nicht in einer persönlichen Klimakatastrophe mündet. MOTORRAD hat 13 Textilkombis zwischen 500 und 700 Euro auf ihre Reisequalitäten untersucht.

Foto: Herder
Es ist das Feld, in dem jeder mitmischen will. Nicht ganz billig, aber erst recht nicht zu teuer. Möglichst breiter Nutzen. Tauglich für die Alpen wie für das Nordkap. Zum Cruisen durch Wanne-Eickel genauso geeignet wie für das Sightseeing in Rom. Der Anzug für alle Gelegenheiten. Wäre er ein Motorrad, hieße er Suzuki Bandit. Ein Patentrezept für Entwickler gibt es nicht. Oder doch?

Klar, es gibt den berühmten kleinsten gemeinsamen Nenner, der bei allen Textilkombis in diesem Test wiederzufinden ist: Eine wind- und wasserdichte, atmungsaktive Klimamembrane gehört auf jeden Fall zum Ausstattungspaket der Kombi.

Noch mehr? Kaum. Schon bei den Protektoren scheiden sich die Geister. Die meisten setzen auf die Standardausrüstung: Schulter, Ellbogen und Knie werden mit CE-konformen Schutzpolstern versehen. Nur wenige haben einen Schutz für den Rücken an Bord. Mit Absicht? "Viele Kunden", erklärt der Pressesprecher eines Herstellers, "besitzen bereits einen Rückenprotektor zum Umschnallen. Der Mehrwert würde sich also nicht lohnen." Ebenso uneinig ist man sich bei der Hüfte. Oft mit Alibi-Schaumpölsterchen versehen, das Nachrüsten muss der Kunde meistens selbst in die Hand nehmen. Böse betrachtet, scheinen die Konfektionäre von Motorradbekleidung auf dem Standpunkt zu stehen, dass ein Zweipunktgurt im Auto ja auch seinen Zweck erfüllt. Dreipunktlösungen oder gar Airbag muss es nur geben, wenn der Kunde hartnäckig darauf besteht. Solches Denken scheint 2010, immerhin 13 Jahre nach Einführung der ersten Protektorennorm, reichlich antiquiert.

Uneinigkeit herrscht ebenso bei der Koppelung von Jacke und Hose. Ein umlaufender Reißverschluss hat durchaus Vorteile. Nicht nur, dass sich beim Sturz die Jacke nicht gefährlich nach oben schieben kann. Vorteile sind bereits beim alltäglichen Gebrauch zu spüren, indem nervige Zugluftnester effektiv gestopft werden. Überhaupt ist der lange Reißverschluss viel schneller verschlossen als dieses kurze, meist extrem fummelige Stück am Rücken.
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Wo wir gerade beim Fummeln sind, das sollten anständige Biker wirklich draufhaben. Wie anders ist es zu erklären, dass die Reißverschlüsse mit mikroskopisch kleinen Zippern versehen werden, die selbst mit dem dünnsten Sommerhandschuh kaum zu fassen sind. Nur kurz zum Mitschreiben fürs Protokoll der hier mitlesenden Produktentwickler. Schließlich haben Sie doch eine allwettertaugliche Kombination geschaffen, für die das passende Handschuhwerk in der Regel etwas dicker ausfällt. Anschauungsbeispiele für wirklich gut gemachte Reißverschlüsse finden sich an den Anzügen von Dainese und Rev‘it. Bei allen anderen hat man das Gefühl, dass man sich nicht so richtig einig war, ob man auf Praxisnähe setzt oder die Weltmeisterschaft im Filigranbau gewinnen will.

Fiktive Frage aus der Leserschaft: Wie viele Produktentwickler haben tatsächlich schon einmal auf dem Motorrad gesessen? Ehrliche Antwort: Ich glaube, Sie wollen es gar nicht wissen! Natürlich wissen Sie als gewiefter Kilometerfresser, dass Handschuhstulpen unter die Ärmel und Hosenbeine über die Stiefel gehören. In diesem Testfeld war das zwar grundsätzlich möglich. Doch bei Modellen, bei denen diese Prozedur nur mit Ach und Krach zu meistern war, glaubt man eher an einen puren Zufall, als dass es vom Konstrukteur geplant war. Schließlich ist es ja auch egal, wo die Suppe reinläuft: Wenn schon Jacke und Hose im Regen unter Wasser stehen, ist es auch nicht mehr schlimm, wenn Handschuhe und Stiefel folgen. Wenden wir an dieser Stelle das Blatt und greifen die positiven Aspekte auf. Ideen, die es verdienen, irgendwann (in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft) zum Basispaket eines soliden Tourenanzugs zu gehören. Wie beispielsweise der gummierte Beinabschluss bei der Vanucci-Kombi. Haftet förmlich am Stiefel, das Hosenbein rutscht nicht hoch, Zugluft und Spritzwasser werden regelrecht ausgesperrt. Eine gute Maßnahme. Bitte nachmachen! Gleiches gilt für die Stormcuff-Bündchen an den Ärmeln des Dane-Anzugs. Ein effektives Labyrinthsystem, um Handschuhstulpen zu integrieren. Welcher Reißverschluss gehört wohin? Hein Gericke macht es bei der Front einfach und färbt das passend ein, was wirklich zusammengehört. Klingt simpel und ist eine tolle Idee. Dafür sollte sich manch anderer erwärmen.
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Genauso wie für die breiten, extrem auffälligen Reflexstreifen auf der Jacke und Hose von Rev‘it. Schön, wenn dieser Lichtstrahl von weiteren Entwicklern aufgegriffen würde. Das Gros der Motorradreisenden sind Minimax-Typen, die Wert auf Multifunktionalität legen. Pfiffig also die Idee von Büse, das Thermofutter in Form einer eigenständig tragbaren Fleecejacke zu gestalten. Spart Gepäck und ist immer praktisch - ob beim Vespern auf der Passhöhe oder abendlichen Schlendern über die Strandpromenade. Letzter Knaller: der Frontverschluss der Macna-Jacke. Im Nässetest nicht klein zu kriegen, bei Bedarf aber simpel abnehmbar und Garant für reichlich Frischluftzufuhr.

Bleibt zum Schluss der Tipp beim Kauf. Nehmen Sie zur Anprobe nicht nur Zeit und Geduld, sondern auch Helm, Handschuhe und Stiefel mit (oder bedienen Sie sich aus dem Sortiment im Laden), schauen Sie, ob es auch damit ohne Zwicken und Zwacken passt. Auf der ganz sicheren Seite sind Sie, wenn Ihr Untersatz vor dem Geschäft parkt und Trockenübungen im Sattel letzte Gewissheit bringen: Mit dieser Kombination wird die Reise tatsächlich gelingen.
Foto: Lohse

Fazit:

Keine Frage, das Niveau der meisten Testkandidaten ist hoch. Umso ärgerlicher ist, dass ultrabequeme Anzüge in puncto Nässeschutz jämmerlich versagen. Dabei geht es weniger um die Qualität der verwendeten Klimamembrane. In der Regel sind es schlecht konstruierte Verschlüsse und Abdeckleisten, die nachgeben und mehr feuchte als fröhliche Laune verbreiten. Definitiv durchgehalten haben nur vier der 13 Anzüge. An dieser miesen Quote sollte dringend gearbeitet werden.
Foto: mps-Fotostudio

Alpinestars Scout Touring

Anbieter: Alpinestars, Tel. 0039-0423/5286, www.alpinestars.com

Preis: Jacke 289,95 Euro, Hose 219,95 Euro, Set 509,90 Euro

Größen: Jacke S bis 4XL, Hose S bis 3XL

Farben: Schwarz/Antrazith, Schwarz/Beige, Schwarz/Weiß

Gewicht: 3,8 Kilogramm (Gr. L)

Passform und Tragekomfort:

Insgesamt sehr eng und unelastisch. Drückt am Kragen und schneidet an den Achseln ein. Jacke und Hose schieben sich während der Fahrt weit nach oben und flattern ab Tempo 130.

Sicherheit:
Schultern, Ellbogen und Knie sind mit CE-Protektoren bestückt, der Schutz erweiterbar auf Brust, Rücken und Hüfte. Der breite Reflexstreifen auf der Hose wird zum Großteil von der Jacke überlappt. Gut: der umlaufende Verbindungsreißverschluss.

Wetterschutz:
Das entnehmbare Thermofutter wärmt sehr gut an kalten Tagen. Die Belüftungsreißverschlüsse haben dagegen nur einen schwachen Wirkungsgrad. Handschuhstulpen und Stiefel lassen sich zwar gut integrieren, im Nässetest sickert aber binnen kürzester Zeit reichlich Wasser über den Frontverschluss ins Anzuginnere.

Ausstattung und Verarbeitung:

Qualitativ keine Schwächen, wenngleich die Hose den Charme einer gefütterten Regenhose hat. Bis auf den Thermokragen wenig Features.

Fazit:
Sportiv geschnittene Kombi ohne echte Highlights und ohne echten Komfort. Kleine Extras wie der integrierte Thermokragen nerven beim Anziehen durch komplizierte Handhabung. Und beim Nässetest gibt der Frontverschluss allzuschnell auf.

MOTORRAD-Urteil: Befriedigend

Foto: mps-Fotostudio

Büse STX Pro

Anbieter: Büse, Tel. 02471/12690, www.buese.com

Preis: Jacke 299,95 Euro, Hose 229,95 Euro, Set 529,90 Euro

Größen: 48 bis 64, Hose in Kurz- und Langgrößen erhältlich

Farben: Schwarz/Anthrazit, Schwarz/Grau

Gewicht: 4,1 Kilogramm (Gr. 52)

Passform und Tragekomfort:

Bequemer Schnitt, doch insgesamt könnte der Anzug körperbetonter sitzen. Besonders störend: Die Jacke rutscht während der Fahrt weit nach oben.

Sicherheit:
CE-Protektoren sollen Schultern, Ellbogen und Knie schützen, decken aber nur unzulänglich ab und verrutschen schnell. Rücken und Hüfte sind nachrüstbar. Gut: die sehr auffällige Reflektorenausstattung und der umlaufende Verbindungsreißverschluss.

Wetterschutz:
Gegen kalten Wind ist man in der Büse-Kombi dank integrierter Fleecejacke gut gerüstet. Auch der Kragen schließt winddicht ab. In Sachen Belüftung wird allerdings nichts geboten. Großer Schwachpunkt ist aber der Schutz gegen Regen. Beim Nässetest bahnt sich das Wasser über einen schlecht hinterlegten Frontverschluss den Weg.

Ausstattung und Verarbeitung:
Zum hochwertigen Materialmix aus Cordura-Außengewebe und Klimamembrane von Sympatex gesellen sich praktische Details wie gut nutzbare Taschen in wasserdichter Ausführung und die rundum gelungene, praktisch bedienbare Weiteneinstellung.

Fazit:
Solide gemachte Tourenkombi, die in puncto Ausstattung und Machart überzeugt, dafür aber beim Klimaprotokoll scheitert: Heftiger Ausfall im Nässetest, Belüftungsmöglichkeiten für heiße Sommertage sind erst gar nicht vorhanden.

MOTORRAD-Urteil: Befriedigend
Foto: mps-Fotostudio

Dainese 500 GT/D-System

Anbieter: Dainese, Tel. 089/35827270, www.dainese.de

Preis: Jacke 309 Euro, Hose 219 Euro, Set 528 Euro

Größen: Jacke 44 bis 64, Hose 44 bis 60

Farben: Schwarz, Schwarz/Grau, Schwarz/Blau, Schwarz/Rot, Schwarz/Anthrazit, Anthrazit

Gewicht: 3,9 Kilogramm (Gr. 52)

Passform und Tragekomfort:
Top. Die Kombi liegt eng tailliert an und sitzt absolut bequem, ohne an irgendeiner Stelle einzuengen.

Sicherheit:
An Schultern, Ellbogen und Knien sind CE-normierte Gelenkschützer mit präzisem, gut umschließendem Sitz vorhanden. Am Rücken kann ein Protektor nachgerüstet werden, nicht aber an der dünn gepolsterten Hüfte. Jacke und Hose lassen sich per umlaufenden Reißverschluss verbinden. Eher mau: die Signalwirkung der reflektierenden Logos.

Wetterschutz:
Der Windschutz ist bis zum hoch und dicht schließenden Kragen exzellent gelöst. Die Isolationswirkung des entnehmbaren Thermofutters ist top. Lufteinlässe sind nur an den Oberschenkeln vorhanden - hier aber mit guter Wirkung. Mangelhaft dagegen der Nässeschutz: Der nur dürftig hinterlegte Frontverschluss kann Regen nicht wirklich aufhalten.

Ausstattung und Verarbeitung:
Schlichter Aufbau, doch im Detail kann die Kombi mit funktionalen Extras (Reißverschlüsse, Weitenversteller) und edlem Finish glänzen.

Fazit:
Knackig eng anliegender und zugleich absolut bequem zu tragender Tourenanzug mit sehr gutem Windschutz, exzellent positionierten Protektoren und bester Verarbeitung. Alles andere als exzellent: der miserable Nässeschutz.

MOTORRAD-Urteil: Gut
Foto: mps-Fotostudio

Dane Halsted/Nyborg III

Anbieter: Motoport, Tel. 04451/915200, www.motoport.de

Preis: Jacke 379 Euro, Hose 279 Euro, Set 658 Euro

Größen: Jacke 48 bis 60 (Herren) und 36 bis 46 (Damen), Hose 48 bis 64 (Herren) und 36 bis 48L (Damen) sowie Kurz- und Langgrößen

Farben: Schwarz/Grau, Schwarz/Rot, Silbergrau/Schwarz

Gewicht: 3,6 Kilogramm (Gr. 52)

Passform und Tragekomfort:
Toller, körpernaher Schnitt. Absolut komfortabel zu tragen, engt nicht ein, drückt an keiner Stelle.

Sicherheit:
CE-Protektoren aus ebenso anachronistischem wie störrischem Material (Hartschaum) an Schultern, Ellbogen und Knie. Hier ist ein Update angesagt. Rücken und Hüfte sind nachrüstbar. Reflektorenausstattung insgesamt sehr dürftig, Jacken- und Hosenkopplung nur über unbequemen Sitzsteg oder kurzen Reißverschluss.

Wetterschutz:
Übersteht den Nässetest mit Bravour. Hält nicht nur absolut dicht, ermöglicht auch die wasserdichte Integration von Stiefeln und Handschuhstulpen. Besonderer Pluspunkt hier: die winddicht abschließenden Ärmelbündchen. Das entnehmbare Thermofutter wärmt ausreichend, was fehlt, ist eine komfortable Belüftung für heiße Sommertage.

Ausstattung und Verarbeitung:
Gut zugängliche Taschen, praktische Weitenverstellung, alles in ansehnlicher Qualität.

Fazit:
Sportlicher Reiseanzug mit hohem Komfortpolster. Kann sich vor allem bei Schlechtwetterlagen überzeugend in Szene setzen. Im Kapitel Sicherheit besteht bei Protektoren, Reflektoren und Kuppelei allerdings Ausbaupotenzial.

MOTORRAD-Urteil: Gut
Foto: mps-Fotostudio

Halvarssons Proximo/Zen

Anbieter: Jofama, Tel. 0171/7747771, www.jofama.se

Preis: Jacke 319 Euro, Hose 279 Euro, Set 598 Euro

Größen: Jacke 48 bis 66, Hose 48 bis 62 (Herren) und 36 bis 46 (Damen) sowie Kurz- und Langgrößen

Farben: Schwarz/Grau, Schwarz/Weiß/Rot

Gewicht: 4,4 Kilogramm (Gr. 52)

Passform und Tragekomfort:
Knackig und bequem sitzende Hosen, doch bei den Jacken stört der weite Schnitt mit den besonders stark abstehenden Schulterpartien.

Sicherheit:
Schulter, Ellbogen, Hüfte und Knie sind mit gut umschließenden CE-Protektoren bestückt, der Rücken kann nachgerüstet werden. Jacke und Hose lassen sich über einen umlaufenden Reißverschluss koppeln, kein besonderes Highlight ist die sparsame Reflektorenausstattung.

Wetterschutz:
Das hochwertige Outlast-Futter lässt sich angenehm tragen, kann in Sachen Isolation jedoch wenig bieten. Besonders zugig geht es am Kragen zur Sache. Der Nässeschutz ist sehr mau: Wassereinbruch am Frontverschluss, dazu wird es an den Ärmeln und am Kragen schnell feucht.

Ausstattung und Verarbeitung:
Ansehnliche Details wie gummierte, griffige Reißverschlüsse. Das passt.

Fazit:
Insgesamt zu leger sitzende Tourenkombi. Der Jacke fehlt eindeutig der feste, knackige Sitz der Hose. Bei Regenfahrten sowie kühlen Temperaturen bietet die Schwedenkombi zu wenig Reserven. Da hilft auch die gute Machart wenig.

MOTORRAD-Urteil: Befriedigend

Foto: mps-Fotostudio

Hein Gericke Journey II GTX

Anbieter: Hein Gericke, Tel. 0180/5229522, www.hein-gericke.de

Preis: Jacke 329,95 Euro, Hose 229,95 Euro, Set 559,90 Euro

Größen: Jacke 50 bis 60, Hose 48 bis 58

Farbe: Schwarz

Gewicht: 4,1 Kilogramm (Gr. 52)

Passform und Tragekomfort:
Beim Reinschlüpfen noch einigermaßen bequem, doch auf dem Motorrad kneift es an allen Ecken und Enden. Besonders störend: enger Kragen sowie weit nach oben rutschende Hosenbeine.

Sicherheit:
Hier sammelt der Gericke-Anzug Pluspunkte: Neben Schultern, Ellbogen und Knien ist auch der Rücken mit CE-Protektoren bestückt, an der Hüfte kann nachgerüstet werden. Die Positionierung ist insgesamt okay. Jacke und Hose lassen sich über einen umlaufenden Reißverschluss verbinden. Die Reflektorenausstattung fällt sehr dürftig aus.

Wetterschutz:
Beim Nässetest gibt sich die Tourenkombination keine Blöße. Auch die Taschen bleiben wasserdicht. Der Isolationsgrad ist hoch, wird aber durch eine leicht zugige Ärmelpartie geschmälert. Ventilationsöffungen an Arm und Rücken beugen einem Hitzestau im Sommer vor.

Ausstattung und Verarbeitung:
Viele Standardlösungen, wenig Highlights. Das gewisse Etwas fehlt.

Fazit:
Schlichter Tourenanzug, der vor allem durch seinen exzellenten Wetterschutz punktet und sogar mit einem serienmäßigen Rückenprotektor aufwarten kann. Unterm Strich mangelt es aber an einem anständigen Komfort sowie pfiffigen Extras.

MOTORRAD-Urteil: Befriedigend
Foto: mps-Fotostudio

IXS Montevideo/Caracas

Anbieter: Hostettler, Tel. 07631/18040, www.ixs.de

Preis: Jacke 339,90 Euro, Hose 269,90 Euro, Set 609,80 Euro

Größen: S bis 5XL, Hose in Kurz- und Langgrößen erhältlich

Farben: Schwarz/Grau, Sand/Schwarz; Sand/Rot/Schwarz, Sand/Blau/Schwarz

Gewicht: 4,5 Kilogramm (Gr. L)

Passform und Tragekomfort:
Noch okay. Die Jacke sitzt gut, die Hose fällt am Bund sehr eng aus. Das Anziehen gerät zur fummeligen Geduldsprobe.

Sicherheit:
Das Standardprogramm. CE-Protektoren in Schultern, Ellbogen und Knien. Rücken- und Hüftschutz können nachgerüstet werden. Pluspunkte sind der umlaufende Verbindungsreißverschluss und die breiten, auffälligen Reflexeinsätze.

Wetterschutz:
Breit aufgestellt. Wirkungsvolles Thermofutter für kalte Tage, großflächige Lufteinlässe für heiße Sommerfahrten. Die Klimamembrane ist komplett entnehmbar, das fördert den Luftdurchsatz im Sommer. Ärgerlich: Beim Nässetest kriecht Feuchtigkeit im Ärmelinnern hoch.

Ausstattung und Verarbeitung:
Mit 15 Außen- und fünf Innentaschen die Empfehlung für Stauraumjunkies. Aber Vorsicht: Nur wenige sind wirklich wasserdicht. Den zahlreichen Weitenverstellern mangelt es zum Teil bei der Handhabung an Praxisnähe. In Sachen Finish bewegt man sich auf hohem Niveau.

Fazit:
Solider Tourenanzug mit sportivem Sitz. Er steckt zwar sämtliche Klimazonen locker weg, schwächelt beim Nässeschutz aber leicht. Die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen, könnte aber an Praxisnähe (Weitenversteller, Frontverschluss) zulegen.

MOTORRAD-Urteil: Gut
Foto: mps-Fotostudio

Lindstrands Graffiti/GI

Anbieter: Jofama, Tel. 0171/7747771, www.jofama.se

Preis: Jacke 299 Euro, Hose 269 Euro, Set 568 Euro

Größen: Jacke S bis 3XL, Hose S bis 2XL

Farbe: Schwarz

Gewicht: 5,0 Kilogramm (Gr. L)

Passform und Tragekomfort:
Was beim Anziehen zunächst wie ein nasser Sack am Körper hängt, mutiert während der Fahrt dann zum wilden Flattermann. Da helfen auch die vielen Weitenversteller wenig, den Lindstrands-Anzug in Form zu trimmen.

Sicherheit:
Schulter, Ellbogen, Hüfte und Knie sind mit CE-Protektoren bestückt. Dafür hapert es am stabilen Sitz. Ein Rückenprotektor lässt sich nachrüs-ten. Jacke und Hose können per umlaufendem Reißverschluss gekoppelt werden. Der sehr schwarzen Kombi würde auffälligere Reflektoren gut stehen.

Wetterschutz:
Das Outlast-Futter trägt sich angenehm, isoliert aber zu schwach - nichts für Dauerfröstler. Sehr gut funktioniert dagegen die Belüftung. Der Nässeschutz verlangt nach einer penibel verschlossenen Front, bei kleinsten Nachlässigkeiten droht Wassereinbruch.

Ausstattung und Verarbeitung:
Praktische Taschen, griffige Reißverschlüsse. Die Machart ist toll.

Fazit:
Plüschiger Tourenanzug, der vor allem im Hochsommer durch eine kräftige Durchlüftung punkten kann. Großes Manko bleibt aber der zu weite Schnitt sowie die Flatterneigung bei Autobahntempo. Die detailreiche Ausstattung ist dagegen sehr gut.

MOTORRAD-Urteil: Befriedigend
Foto: mps-Fotostudio

Macna Geo/Ranger

Anbieter: Dieter Braun, Tel. 07322/22509, www.dieterbraun.de

Preis: Jacke 299 Euro, Hose 269,90 Euro, Set 558 Euro

Größen: S bis 3XL, Hose in Langgrößen erhältlich

Farben: Schwarz/Grau/Weiß, Schwarz/Rot/Weiß, Braun/Weiß/Beige, Neongelb/Schwarz/Beige

Gewicht: 4,5 Kilogramm (Gr. L)

Passform und Tragekomfort:
Wenn nur dieses umständliche Anziehen nicht wäre: Der Frontverschluss erweist sich als extrem fummelig, zu allem Ärger springt der Magnetknopf am Kragen immer wieder auf, und die wulstigen Ärmel erschweren das Unterbringen der Handschuhstulpen. Die Passform ist gelungen, nur der Hosenbund könnte höher ausfallen.

Sicherheit:
Standardprogramm. CE-Schutz an Schultern, Ellbogen und Knien, Rücken und hüfte nachrüstbar. Die Protektoren umschließen die Gelenke gut. Kopplung ist nur mit kurzem Reißverschluss möglich. Deutlich besser: auffällige, Reflexprints plus Nachrüstmöglichkeit für eine Warnweste.

Wetterschutz:
Der Breitbandanzug im Test: Wärmt gut, hält im Nässetest absolut dicht und kann mittels herausnehmbarer Klimamebrane und abnehmbarem Frontteil zur luftigen Sommerkombi umgebaut werden.

Ausstattung und Verarbeitung:
Viele Extras, wertig verarbeitet. Ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fazit:
Bis auf die komplizierte Handhabung beim An- und Ausziehen eine gelungene Kombination. Lässt sich in an kalten Tagen genauso nutzen wie im Hochsommer und steckt auch Regenschauer klaglos weg.

MOTORRAD-Urteil: Gut

MOTORRAD-Kauftipp
Foto: mps-Fotostudio

Modeka Melville Pro/Quebece Pro

Anbieter: Beckumer Leder-Bekleidungswerk, Tel. 02521/850322, www.modeka.de

Preis: Jacke 299,90 Euro, Hose 169,95 Euro, Set 469,85 Euro

Größen: XS bis 4XL, Hose in Kurz-und Langgrößen erhältlich

Farbe: Schwarz

Gewicht: 4,9 Kilogramm (Gr. L)

Passform und Tragekomfort:
Bis auf die sperrige Verstärkung im Sitzbereich bequeme, straff sitzende Kombi. Besonderer Pluspunkt: die gut bedienbare Weitenverstellung. Auch die Front ist bequem und flott zu verschließen.

Sicherheit:
Schulter, Ellbogen und Knie sind mit Protektoren bestückt, die allerdings nicht optimal platziert sind. Die Alibipolsterungen an Hüfte und Rücken können gegen handfesten CE-Schutz ausgetauscht werden. Zur Kopplung von Jacke und Hose gibt es einen langen Verbindungsreißverschluss. Die Reflektorenleistung ist guter Durchschnitt.

Wetterschutz:
Trotz Thermofutter ist nervige Zugluft am Steiß und im Hüftbereich andauernd zu spüren. Was im Winter nervt, freut den Sommertouristen: Die Belüftung sorgt an heißen Tagen für ein angenehmes Innenklima. Beim Nässetest gibt es kleine Ausfälle am linken Ärmel zu verzeichen.

Ausstattung und Verarbeitung:
Lederverstärkungen, schmutzabweisendes Gewebe: ein gutes Paket.

Fazit:
Die günstigste Kombi im Test zeigt unterm Strich eine gute Gesamtleistung. Trotzdem wäre etwas Feintuning wünscheswert. Die Protektoren könnten exakter positioniert sein, und die Isolationswirkung ist insgesamt zu schwach.

MOTORRAD-Urteil: Gut
Foto: mps-Fotostudio

Polo Pharao III Rallye

Anbieter: Polo Expressversand, Tel. 0180/5225785, www.polo-motorrad.de

Preis: Jacke 299,95 Euro, Hose 249,95 Euro, Set 549,90 Euro

Größen: Jacke M bis 3XL (Herren) und S bis L (Damen). Hose in S bis XXL (Herren)

Farbe: Schwarz, Schwarz/Rot/Weiß, Schwarz/Blau/Weiß

Gewicht: 5,4 Kilogramm (Gr. L)

Passform und Tragekomfort:
Sitzt sehr klobig, spannt an den Achseln und am Rücken und trägt dick auf. Die robuste Machart geht auf Kosten des Komforts.

Sicherheit:
Neben den üblichen Schulter-, Ellbogen- und Knieprotektoren ist beim Pharao III auch der Rücken mit CE-konformen Schutz bestückt, an der Hüfte kann nachgerüstet werden. Der Sitz ist bis auf die unangenehm drückenden Ellbogenprotektoren okay. Jacke und Hose lassen sich nur über einen unkomfortablen Sitzsteg oder kurzen Reißverschluss koppeln. Gut: der auffällige Reflexeinsatz am Rücken.

Wetterschutz:
Im Nässetest fällt der tiefe und weit abstehende Kragen auf, über den Wasser in den Anzug sickert. Auch der Wind bahnt sich an dieser Stelle seinen Weg. Ansonsten ist die Kombi ausreichend isoliert. Besonders angenehm: die weichen Armbündchen. Sehr gute Belüftungsfunktion.

Ausstattung und Verarbeitung:
Gummierte Reißverschlüsse, viele Taschen. Sauber verarbeitet.

Fazit:
Üppig bestückte Tourenkombi im Globetrotterstil. Sieht nicht nur nach schwerem Gerät aus, trägt sich auch entsprechend schwer. Kann vor allem mit Aussehen und vielen praktischen Details punkten, sollte beim Wetterschutz aber zulegen.

MOTORRAD-Urteil: Gut
Foto: mps-Fotostudio

Rev'it Sand

Anbieter: Rev'it, Tel. 0031-412/696740, www.revit.eu

Preis: Jacke 299,95 Euro, Hose 219,95 Euro, Set 519,90 Euro

Größen: S bis XZL (entspricht 4XL), Hose in Kurz- und Langgrößen erhältlich

Farbe: Schwarz/Silber, Silber/Rot, Silber/Schwarz, Safari/Schwarz

Gewicht: 4,0 Kilogramm (Gr. L)

Passform und Tragekomfort:

Toller Schnitt: Jacke und Hose liegen eng an, engen aber in keiner Weise ein. Bestnoten in Sachen Komfort.

Sicherheit:
Schulter, Ellbogen und Knie sind durch korrekt und verrutschsicher positionierte Protektoren geschützt, an Hüfte und Rücken kann gegen Aufpreis nachgerüstet werden. Jacke und Hose können über einen langen Reißverschluss verbunden werden. Die auflaminierten Reflexprints können sich bei schlechter Sicht und Dunkelheit sehr auffällig in Szene setzen.

Wetterschutz:
Regen oder Sonne? Kein Problem für die Rev'it-Kombination. Mit Bravour wird der Nässetest gemeistert. Das entnehmbare Thermofutter wärmt gut an kalten Tagen, und im Sommer lässt sich mittels herausnehmbarer Membranjacke und großflächiger Lufteinlässe ein angenehmes Innenklima schaffen.

Ausstattung und Verarbeitung:
Eine Vielzahl an praxisgerechten Details, dazu ein erstklassiges Finish.

Fazit:
Modisch, sportiv, vielseitig, funktional. Die Rev'it Sand zeigt in allen Kategorien eine klasse Leistung. Und das beste: Mit rund 520 Euro ist der Tourenanzug für alle Gelegenheiten sogar besonders günstig zu bekommen. So einfach kann es gehen.

MOTORRAD-Urteil: Sehr gut

MOTORRAD-Testsieger
Foto: mps-Fotostudio

Vanucci HiRider

Anbieter: Detlev Louis, Tel. 04073419360, www.louis.de

Preis (Herrenset): Jacke 359,95 Euro, Hose 309,95 Euro, Set 669,90 Euro

Größen: 48 bis 58 (Herren) und 36 bis 42 (Damen)

Farbe: Schwarz

Gewicht: 4,0 Kilogramm (Gr. 52)

Passform und Tragekomfort:
Sitzt knackig-sportlich und zugleich absolut bequem. Allenfalls beim Anziehen sind kleine Komforteinbußen (Fuß verfängt sich schnell im Futter) zu verzeichnen.

Sicherheit:
Schulter, Ellbogen und Knie werden von exakt positionierten CE-Protektoren umschlossen, auf Wunsch lassen sich Hüfte und Rücken ebenfalls bestücken. Kleines Manko beim Koppeln: Während es dazu an der Hose Reißverschlüsse in kurz und lang gibt, findet sich an der Jacke nur das kurze Gegenstück. Zum Ausgleich hat man der sehr schwarzen Kombi auffällige Reflexprints mit auf den Weg gegeben.

Wetterschutz:
Das dünne Outlast-Futter fühlt sich beim Tragen mit dünner Funktionswäsche sehr angenehm an und isoliert zudem ausreichend. Die Belüftung ist spürbar, erreicht aber nicht den Wirkungsgrad anderer Anzüge im Test. Beim Nässetest dringt Wasser über den Frontverschluss ein.

Ausstattung und Verarbeitung:
Unter dem schlichten Aufbau verbirgt sich eine wertige Ausstattung.

Fazit:
Ultrastabile Tourenkombi aus einem angenehm griffigen Stoff. Kann durch die knackige Passform vor allem schnellen Touristen gefallen. Das insgesamt gute Gesamtbild wird durch das schlechte Abschneiden im Nässetest getrübt.

MOTORRAD-Urteil: Gut
Foto: mps-Fotostudio

Das muss eine gute Reisekombi leisten

Wetterschutz:
Ein wasserdichtes Gewebe gehört zur Basisausstattung. Besonders praktisch für heiße Sommertage: wenn die Klimamembrane komplett entnehmbar ist.

Belüftung:
Unerlässlich beim Touren über heiße Strandboulevards. Muss aber an sinnvollen Stellen (vor allem Schulter, Ärmel, Oberschenkel) positioniert sein.

Isolierung:
Unverzichtbar, wenn es über hohe Pässe geht. Pfiffig: wenn eine separat nutzbare Fleecejacke den Kälteschutz übernimmt.

Weitenversteller:
Ohne Thermofutter kann die Kombi schnell zum nervigen Flattermann mutieren. Darauf achten, dass die Weitenversteller praxisgerecht nutzbar und gut zu greifen sind.

Arm- und Beinabschlüsse:

Handschuhstulpen gehören unter die Ärmel, Stiefel unter die Hosenbeine. Hier sollte die Kombi sich nicht nur weit öffnen, sondern sich genauso eng verschließen lassen.

Kragen:

Ist der Kragen zu tief oder zu weit ausgeschnittenen, strömen Wind und Wasser in den Anzug. Ein hoher Kragen reibt ständig am Helm. Anprobe mit Helm und Halstuch machen.

Verschlüsse:
Ein umständliches oder zu komplex aufgebautes Frontlabyrinth verleitet zu Nachlässigkeiten, bei Regen droht dann schnell Wassereinbruch.

Verbindungsreissverschluss:
Ein rundum laufender Reißverschluss an Jacke und Hose ist top, aber bei Textilkombis oft noch Mangelware. Unkomfortabel und unpraktisch: Kurzlängen oder ein Sitzsteg.
Foto: Herder

Der Blick ins Testprotokoll

Testrunden auf sonnenverwöhnten Landstraßen der Provence sowie schweres Geschütz bei der Simulation von Regenfahrten: Den Textilkombis der oberen Mittelklasse wurde kräftig auf den Zahn gefühlt. Die Kriterien im einzelnen:

Passform und Tragekomfort:
Auf Honda Transalp und Kawasaki Z 1000 rückten die Tester aus und bewerteten die Kombinationen in zwei unterschiedlichen Größen im Praxiseinsatz: Sind die Arm- und Beinlängen ausreichend, drückt der Kragen, spannt es am Rücken, kneift es beim Sitzen? Hängt der Anzug wie ein nasser Sack am Körper oder folgt er geschmeidig allen Bewegungen beim flotten Kurvenswing?

Sicherheit:
Wie ist es um den Unfallschutz bestellt? Die Protektoren (Art, korrekter Sitz) wurden genauso begutachtet wie die Verbindungsmöglichkeit von Jacke und Hose sowie Reflektorenausstattung.

Wetterschutz:
Wie gut ist die Kombi isoliert, wie gut belüftet? Für den Nässetest wurde per Hochdruckstrahl ein kräftiger Regenschauer simuliert.

Verarbeitung und Ausstattung:
Wie ist es um die Qualität bestellt, wie sind Details (Verschlüsse, Taschen) ausgeführt, was wird an pfiffigen Extras geboten?
Foto: Archiv

Tipps und Tricks

Die richtige Textilkombi-Pflege:
Waschen gehört immer noch zu den großen Tabuthemen in Bikerkreisen. Ob das noch aus alten Zeiten rührt, wo eine Kutte nur dann was zählte, wenn sie von alleine stand? Bei Funktionsbekleidung kann der Verzicht schnell feuchte Folgen haben, denn Dreck und Straßenstaub setzen der hauchdünnen und entsprechend empfindlichen Klimamembran-Folie gehörig zu. Grundsätzlich gilt: besser oft und mit wenig Waschmittel waschen als umgekehrt. Ein Blick auf das Etikett zeigt: Fast jeder Anzug darf in der Waschmaschine gereinigt werden - am besten mit handelsüblichen, flüssigen Feinwaschmitteln. Zuvor müssen aber alle Protektoren herausgenommen werden. Weichspüler greifen die Membrane an und sind tabu. Besser ist es, einen Extra-Klarspülgang einzulegen. Sollte es nach Pflegeanleitung erlaubt sein: Hinein mit dem sauberen Anzug in den Trockner, das frischt genauso wie das Bügeln die Imprägnierung wieder auf. Effektiver ist es allerdings, das Außengewebe von Zeit zu Zeit mit Imprägnierspray zu behandeln.
Foto: Archiv

Protektorenweste inklusive Rückenschutz

Wer als alter Lederjunkie irgendwann doch noch zur multifunktionellen Textilkombi greift, wird erschreckt feststellen: Protektoren sind zwar vorhanden, aber die bleiben doch beim unkontrollierten Abflug niemals an Ort und Stelle! In der Tat: Die Gefahr, dass sich die Protektoren allzu schnell verschieben können und das Gelenk freilegen, ist selbst bei den teuersten Textilanzügen gegeben. Das ist ärgerlich, zumal in diesem Test das Niveau der verbauten Protektoren sehr hoch war. Umso ärgerlicher, dass die theoretisch mögliche Schutzfunktion im Ernstfall wirkungslos verpufft. Über Weitenversteller lassen sich in den meisten Fällen die Ellbogenschützer zwar noch einigermaßen fixieren, doch bei den stark gefährdeten Schultern und Knien ist das meist nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Deshalb an dieser Stelle der Tipp fürs ganz persönliche Feintuning: raus mit den Protektoren aus der Jacke. Anstelle dessen der Griff zu einer eng anliegenden Protektorenweste inklusive Rückenschutz, die sich bequem tragen lässt.
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Funktionswäsche

Das Bild ist alltäglich: Am Treffpunkt schält man sich aus der Jacke, untendrunter kommt das völlig verschwitzte T-Shirt zum Vorschein. Baumwolle ist absolut tabu, wenn man die Vorteile der in den Textiljacken und -hosen verbauten Klimamembranen voll ausschöpfen will. In diesem Test hat sich die Funktionswäsche Bikers Top Perform (bei Polo, Set ca. 210 Euro) bestens bewährt. An kalten Tagen lässt sich zusätzlich das X-Bionic Biber Performed Shirt (im Sportfachhandel, ab ca. 170 Euro) überstreifen.

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