Ausprobiert: Modeka Tourrider Klassische Lederkombi von Modeka

Es gibt ihn noch, den klassischen Leder-Zweiteiler. Und das sogar zu einem attraktiven Preis und mit einer überraschend üppigen Ausstattung.

Foto: Dentges

Hauptsache Schwarz - eine andere Farbe kommt eher konservativen Motorradfahrern nicht an den Körper. Alles andere ist eine „Papageienkombi“ und nur etwas für Gebückte. Einzig denkbare Alternative: Mattschwarz. Das bietet der „Tourrider“ von Modeka. Das Rindnappaleder von Jacke (329,90 Euro; Gr. 48-66) und Hose (289,90 Euro; Gr. 48-62, 98-114, 25-31) ist angenehm griffig und geschmeidig und an einschlägigen Stellen mit Keprotec-Einsätzen bestückt. Zur Ausstattung gehört ein umfangreiches, CE-geprüftes Protektorenpaket (SasTec), das neben Schultern, Ellenbogen und Knien auch Hüfte und Rücken abdeckt - vorbildlich! Eine herausnehmbare Sympatex-Z-Liner-Membran macht den Zweiteiler allwettertauglich. Anlässlich der traditionellen MOTORRAD-Bekleidungstestwoche in Südfrankreich ging es mit dem Tourrider und einer Kawasaki W 800 auf ausgedehnte Tour.

Der Schnitt ist gut und praxisgerecht, bei etwas kühleren Temperaturen können die (noch etwas unflexiblen) Hüftprotektoren aber ein bisschen drücken. Mit montiertem Z-Liner ist das Tragegefühl leicht indirekt und „wattig“, ohne den Nässeschutz sitzt die Kombi „gefühlsecht“. Die Verarbeitung ist tadellos, die solide Machart überzeugt vollauf. Einen Fauxpas erlaubt sich der Zweiteiler allerdings: Der Verbindungsreißverschluss der Jacke ist im Futter vernäht. Das geht gar nicht - und lässt sich von einem Lederschneider oder Schuster beheben. Fazit: sehr viel Kombi und viel Schwarz für eher wenig Geld. Infos: Tel. 02521/85 03 22, www.modeka.de

 

MOTORRAD-Urteil: gut

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