Motorradbekleidung: Lederkombi Die richtige Lederkombi finden

Die Motorradkombi soll richtig sitzen und schützen. Eine Maßanertigung ist immer das Optimum aber nichts für den kleinen Geldbeutel. Mit dem richtig KnowHow finden Sie vielleicht auch unter den Restposten von der Stange eine passende Lederkombi.

Foto: Bilski
  • Zur Anprobe die beim Motorradfahren gewöhnlich getragene Unterbekleidung mitbringen. Wer sich bei herbstlichen Temperaturen in die Lederkombi zwängt, muss den entsprechenden Platzbedarf für auftragende Bekleidungsstücke einkalkulieren
  • Gleiches gilt für einen empfehlenswerten, separaten Rückenprotektor, der die Wirbelsäule großflächig vom Hals bis zum Steißbein schützt
  • Lederkombi niemals zu weit kaufen, weil sich bei einem Sturz die Protektoren verschieben können
  • Auch wenn der Geldbeutel für teure Markenbekleidung oder gar eine Maßanfertigung zu schmal ist, sollten Sie trotzdem hochwertige Lederkombis der renommierten Hersteller ausprobieren, um ein Gespür für die optimale Passform zu bekommen
  • Wer häufig Renntrainings besuchen möchte, ist aus Sicherheitsgründen (Schwachstelle Verbindungsreißverschluss) mit einem Einteiler besser bedient
  • Immer bedenken: Eine gut sitzende Lederkombi dient dem Wohlbefinden des Fahrers und somit dem Erhalt der Konzentrationsfähigkeit

Falls partout keine Lederkombi von der Stange optimal passt, kommt man um die Mehrausgabe für eine Maßanfertigung nicht herum

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    Kaufberatung im Detail

    Anprobe: Eine gut geschnittene Lederkombi passt nur in der typischen Fahrerhaltung optimal. Deshalb empfiehlt sich die Anprobe auf der eigenen Maschine. Dabei darf ein richtig sitzender Lederanzug an Schultern und Brust keine Falten werfen und sollte im Rücken nicht spannen. Außerdem darauf achten, dass der Kragen nicht auf den Kehlkopf drückt und sowohl die Ärmel als auch die Beine ausreichend lang geschnitten sind.

    Lederdopplungen: Eine gute Lederkombi sollte an Gesäß, Schultern, Ellbogen und Knien Lederdopplungen als zusätzlichen Schleifschutz besitzen. Leicht zu überprüfen, indem man die Lederschichten außen und innen greift und auseinander zieht.

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    Foto: fact

    Ärmel: Sie sollten in Sitzposition bis an die Handgelenke reichen. Wichtig: Die Ärmelbündchen müssen eng schließbar sein, um Zugluft und ein Verrutschen beim Sturz zu vermeiden. Weder wulstige Reißverschlüsse noch scheuernde Nähte dürfen die Bewegungsfreiheit beeinträchtigen.

    Innentaschen: darauf achten, dass Innentaschen gut zugänglich sind und nicht zu weit in Richtung Achseln reichen.

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    Herausnehmbares Innenfutter: Im Sommer kommt man in einer Lederkombi zwangsläufig ins Schwitzen. Ein heraustrennbares Innenfutter ist praktisch, weil es sich problemlos waschen lässt und rasch trocknet, ohne jedesmal die gesamte Kombi reinigen zu müssen.

    Reißverschlüsse: Im Idealfall besitzen Zweiteiler robuste Reißverschlüsse aus Metall, die mit dem Leder von Jackenund Hosenbund vernäht und nicht am labilen Innenfutter der Jacke fixiert sind.

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    Perforation: Stark perforierte Kombis taugen nur im Sommer. Schon bei moderaten Temperaturen um 15 Grad Celsius kühlt der Körper viel zu schnell aus.

    Stretcheinsätze: Ein perfekter Schnitt erfordert nur wenige Bereiche aus Stretch, weil er die Sitzposition auf dem Motorrad bereits berücksichtigt. Stretcheinsätze – auch solche aus abriebfestem Kevlar-Material – sind im Bereich der Sturzzonen tabu. An den Innenseiten von Schritt, Oberschenkeln und Oberarmen steigern sie jedoch spürbar den Fahrkomfort.

    Knieschleifer: Im Straßenverkehr machen Knieschleifer kaum Sinn, dennoch werden sie bei sportlichen Lederanzügen häufig mitgeliefert. Sie taugen allerdings nur, wenn der Anzug im Kniebereich straff sitzt und keine Falten wirft. Außerdem muss die stabile Klettverbindung so positioniert sein, dass die Schleifer möglichst großflächig aufsetzen.

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