Eine Super Duke kauft man im Ausschlussverfahren: Erst wer ganz sicher ist, dass er nie wieder ans Nordkap touren oder durchs Allgäu bummeln möchte, der könnte reif sein für dieses extreme Gerät. Im Kern des Erlebens steht der kompakte 75-Grad-V2, der zwar bei ganz niedrigen Drehzahlen genervt auf die Kette hackt, aber ab gut 4000/min nur noch als Feuerwerker arbeitet. Sprühend energisch hastet er durch sein Drehzahlband, kernige Vibrationen begleiten sein durch und durch sportliches Tun. Ebenso ambitioniert zeigt sich das höchst agile, dabei überraschend stabile Fahrwerk mit voll einstellbaren Federelementen und fulminanten, exakt dosierbaren Bremsen. Wer ganz sicher ist, nie wieder zu zweit fahren zu wollen, kann zur nochmals radikalisierten, einsitzigen R-Version greifen. Die hat eine leichtere Kurbelwelle, größere Einlassventile und 12 PS mehr Leistung. Ihr Motor dreht noch gieriger hoch, seinem entschlossenen Racing-Spirit fühlt sich auch das extrem harte Fahrwerk verbunden.

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