25.02.2003
MOTORRAD

Batterie: Aufbau Batterie: Aufbau

Die Batterie (richtig: der Akkumulator) ist ein Energiespeicher. Da die von der Lichtmaschine abgegebene Energie bei niedrigen Drehzahlen zur Stromversorgung nicht ausreicht, muß die Batterie hier den fehlenden Anteil beisteuern.

Die Batterie (richtig: der Akkumulator) ist ein Energiespeicher. Da die von der Lichtmaschine abgegebene Energie bei niedrigen Drehzahlen zur Stromversorgung nicht ausreicht, muß die Batterie hier den fehlenden Anteil beisteuern. Bei Fahrzeugen mit Elektrostarter stellt sie zudem den zum Anwerfen notwenigen Strom zur Verfügung. Wenn der Motor mit ausreichender Drehzahl läuft, produziert die Lichtmaschine einen Stromüberschuß, der dafür genutzt wird, die Batterie wieder vollständig aufzuladen.

In Motorrädern werden nur Sechs- und Zwölf-Volt-Batterien verwendet. Eine Sechs-Volt-Batterie ist aus drei, eine Zwölf-Volt-Batterie aus sechs hintereinandergeschalteten Einzelzellen mit einer Zellen-Nennspannung von jeweils zwei Volt zusammengesetzt.

Eine Einzelzelle besteht aus mehreren, abwechselnd angeordneten positiven und negativen Platten. Zwischen ihnen befindet sich jeweils ein "Seperator", eine poröse Platte, die den direkten Kontakt verhindert.

In geladenem Zustand besteht die aktive Masse der positiven Platten aus Bleidioxid (braun), die der negativen aus Blei (grau). Wird an die Platten ein Stromverbraucher angeschlossen, zersetzen sich die aktiven Massen der Platten unter dem Einfluß der Schwefelsäure zu Bleisulfat. Dabei wird elektrische Energie frei. Im vollkommen entladenen Zustand ist der größte Teil der Säure verbraucht und die Plattenmassen bestehen aus reinem Bleisulfat.

In der Praxis läßt man es jedoch nicht soweit kommen, da die vollständige Entladung zur dauerhaften Schädigung der Batterie führt. Beim Aufladevorgang wird elektrische Energie zugeführt, und der chemische Vorgang kehrt sich um.

Aufgrund der beschriebenen Vorgänge altern Batterien und werden schließlich unbrauchbar.
Wieviel Energie eine Batterie speichern kann, drückt die Batteriekapazität (in Ampèrestunden) aus. Eine 12-Volt-Batterie mit 20 Ah Kapazität könnte 20 Stunden lang einen Strom von einem Ampère liefern, um zum Beispiel eine 12-Watt-Glühbirne zu betreiben. Die Ladung bei einem Ladestrom von einem Ampère würde ebenfalls 20 Stunden dauern. Die Kapazität ist umso höher, je größer die Gesamtfläche der Platten und je kleiner der Abstand zwischen ihnen ist.

00000293.jpg

 

Foto:  

Aufbau einer Akkumulatorzelle. Eine Zwölf-Volt-Batterie besteht aus sechs solcher Zellen, die in einem stabilen Kunststoffgehäuse zusammengefaßt sind.

1=Hartbleigitter
2=Seperator
3=positive Platte (braun)
4=negative Platte (grau)
5=Anordnung der Bauteile
6=kompletter Plattenblock einer Zelle


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