25.02.2003
MOTORRAD

Drehstromgenerator Drehstromgenerator

Die früher vorrangig verwendeten Gleichstrom-Lichtmaschinen sind heute auch im Motorradbau fast vollkommen von den wesentlich leistungsstärkeren Drehstromgeneratoren verdrängt worden.

Die früher vorrangig verwendeten Gleichstrom-Lichtmaschinen sind heute auch im Motorradbau fast vollkommen von den wesentlich leistungsstärkeren Drehstromgeneratoren verdrängt worden. Sie liefern die erforderliche Ladespannung bereits bei geringen Drehzahlen, während der Gleichstrom-Generator erst deutlich oberhalb der Motor-Leerlaufdrehzahl die Batterie lädt.


Auch das günstige Gewicht im Verhältnis zur Ladeleistung, die Unabhängigkeit von der Drehrichtung, die hohe zulässige Maximaldrehzahl und die weitgehende Wartungsfreiheit, verbunden mit hoher Lebensdauer, machen den Drehstromgenerator der Gleichstrom-Lichtmaschine in wesentlichen Punkten überlegen.

 

Ein besonderer konstruktiver Vorteil liegt in der besseren räumlichen Ausnützung des Generators: Statt einer Wicklung wie bei der Gleichstromlichtmaschine sind drei Wicklungsstränge vorhanden, die auf dem Umfang um je 120 Grad versetzt angeordnet sind. Läuft der Generator, so werden drei einzelne Wechselspannungen gleicher Größe und gleicher Frequenz induziert, deren Phasen jeweils um 120 Grad verschoben sind.


Durch Verkettung der drei Stromkreise in einer Sternschaltung oder einer Dreieckschaltung wird die Anzahl der Stromleitungen, die nach außen führen, von sechs auf drei reduziert. Bei der Sternschaltung, die eine Ähnlichkeit zur Reihenschaltung aufweist, werden die Enden der Wicklungsstränge zu einem Sternpunkt zusammengefaßt. Dagegen ähnelt die Dreieckschaltung einer Parallelschaltung.


Im Gegensatz zur Gleichstrom-Lichtmaschine ist beim Drehstromgenerator das (dreiphasige) Wicklungssystem im feststehenden Gehäuseteil _ dem Stator oder Ständer _ untergebracht. Dagegen sitzen die als Klauen ausgebildeten Magnetpole mit der Erregerwicklung auf dem rotierenden Läufer. Für die Eigenerregung, wie bei der Gleichstrommaschine, reicht jedoch der Restmagnetismus im Eisenkern der Erregerwicklung nicht aus.


Der Drehstromgenerator muß deshalb durch den Batteriestrom, der über die Ladekontrolleuchte fließt, vorerregt werden. Erst dadurch kann der bewegte Läufer im Wicklungssystem eine Wechselspannung induzieren. Dieser wird über Schleifringe und Spannungsregler an die Erregerwicklung angelegt. Der fließende Erregerstrom verstärkt das Magnetfeld, und somit die Spannung in der Ständerwicklung. Dies setzt sich fort, bis die Erregerpole magnetisch gesättigt sind. Der Hauptstrom fließt über Leistungsdioden gleichgerichtet zur Batterie und den Verbrauchern.

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Foto:  

Der Drehstromgenerator ist kompakt aufgebaut

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Foto:  

1=Klauenpolhälfte
2=Läuferwelle
3=Erregerwicklung
4=Klauenpolhälfte

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Foto:  

Die drei im Drehstromgenerator erzeugten Wechselspannungen sind um 120 Grad zueinander versetzt


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