25.02.2003
MOTORRAD

Gleichdruckvergaser Gleichdruckvergaser

Beim Gleichdruckvergaser kann die Gassschieberstellung nicht direkt vom Fahrer beeinflußt werden, statt dessen bewegt die Gashand über einen Seilzug eine Drosselklappe.

Beim Gleichdruckvergaser kann die Gassschieberstellung nicht direkt vom Fahrer beeinflußt werden, statt dessen bewegt die Gashand über einen Seilzug eine Drosselklappe. Durch das öffnen der Drosselklappe breitet sich der im Saugrohr herrschende Unterdruck über eine Bohrung auch auf die Unterdruckkammer über dem Gasschieber aus - deswegen wird er zum Teil auch als Unterdruckvergaser bezeichnet.


Eine Belüftungsbohrung sorgt unter der Kammer für atmosphärischen Druck. Durch den sich ergebenden Druckunterschied oberhalb und unterhalb der Membran wird der Gasschieber und die mit ihm verbundene Düsennadel gegen die Kraft der Feder angehoben. Der Ansaugquerschnitt vergrößert sich.

 

Die Gasschieberstellung wird also ausschließlich vom Unterdruck im Saugrohr und damit vom Lastzustand und der Drehzahl bestimmt. Das lästige Verschlucken beim Beschleunigen aus unteren Drehzahlen, wie es mit Schiebervergasern oft vokommt, wird somit vermieden. Schiebervergaser zeigen besonders in großvolumigen Viertaktern oft diesen gravierenden Mangel, weil beim plötzlichen Vollgasgeben der Unterdruck unter dem Schieber so weit zusammenbricht, daß nicht mehr genügend Kraftstoff aus der Hauptdüse angesaugt werden kann.


Es dauert eine kurze Zeit, bis sich die Strömung im Ansaugrohr und mit ihr die Spritversorgung wieder stabilisiert hat. Zur Beseitigung dieses Leistungseinbruchs werden große Schiebervergaser für den Übergangsbereich häufig mit einer Beschleunigerpumpe und Übergangsbohrungen versehen. Dies ist jedoch oft nur eine Kompromißlösung.


Ein Nachteil von Gleichdruckvergasern ist der bei Vollast hinderliche, zusätzliche Strömungswiderstand im Ansaugrohr durch die Drosselklappe. Deshalb werden im Rennsport ausschließlich Schiebervergaser verwendet.

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Foto:  

Aufbau des Gleichdruckvergasers:
D=Drosselklappe, G=Gasschieber, PS=Unterdruckraum, PR= Belüftungsbohrung, F=Feder, DN=Düsennadel, N=Nadeldüse

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Foto:  

Moderner Gleichdruckvergaser, dessen Flachschieber zur Motorseite hin zylindrisch ausgebildet ist, um geringe Betätigungskraft des Schiebers mit niederem Strömungswiderstand zu kombinieren


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