25.02.2003
MOTORRAD

Gleitlager Gleitlager

Bei Gleitlagern läuft die Welle in Lagerschalen oder Lagerbuchsen, die verdrehfest im Lagerbock fixiert sind. Je nach ihrem Aufbau unterscheidet man zwischen Ein- und Mehrschichtlagern.

Bei Gleitlagern läuft die Welle in Lagerschalen oder Lagerbuchsen, die verdrehfest im Lagerbock fixiert sind. Je nach ihrem Aufbau unterscheidet man zwischen Ein- und Mehrschichtlagern.


Einschichtlager sind Massiv- oder Vollwandlager, die nur aus einem Werkstoff bestehen. Als Werkstoffe dienen vor allem Aluminiumlegierungen, Zinklegierungen, Kupfer-Zinn(Bronze)-, Kupfer-Zink(Messing)- oder Kupfer-Zinn-Zink-Legierungen.
Zweischichtlager bestehen aus einer Stützschale aus Stahl und einer dünnen Laufschicht aus einer Aluminium-Zinn-Kupfer-Legierung.

 

Dreischichtlager sind Hochleistungslager, die vor allem bei Haupt- und Pleuellagern in Verbrennungsmotoren eingesetzt werden. Sie setzen sich zusammen aus der Stützschale aus Stahl, der Tragschicht aus einer Kupfer-Zinn-Legierung mit Bleianteilen und der Laufschicht aus Blei- oder Zinn-Legierungen.


Das obere Pleuellager zum Beispiel ist bei vielen Motoren als ungeteiltes Lager in Form einer Buchse ausgebildet. Die Kurbelwellenhauptlager und die unteren Pleuellager bestehen heute fast ausnahmslos aus geteilten Dreischichtlagern, die mit Überdeckung, das heißt mit Übermaß montiert werden. Zur zusätzlichen Sicherung gegen Verdrehen sind sie meist mit Haltenasen oder Haltestiften versehen.


Die Gleitlagerung, in Pkw-Motoren schon seit langer Zeit üblich, setzt sich in Viertakt-Motorrad-Motoren gegenüber der Wälzlagerung immer stärker durch. Da der Ölfilm eine Berührung zwischen Welle und Lager vermeiden muß, sind Gleitlager im Gegensatz zu Wälzlagern auf einen höheren Öldruck und eine einwandfreie Ölfilterung angewiesen. Gleitlager sorgen jedoch für eine größere Laufruhe als Wälzlager und haben bei Einhaltung der vorgeschriebenen Ölqualität und der Ölwechselintervalle eine höhere Lebensdauer.

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Foto:  

Dreischichtlager wie sie in Kurbeltrieben von Viertaktmotoren eingesetzt werden
1: Laufschicht
2: Trägerschicht
3: Stützschale

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Foto:  

Gleitlagerung eines Pleuels: einteilige Buchse im Pleuellager, geteiltes Mehrschichtlager im Pleuelfuß
1: Pleuelauge
2: Ölbohrung
3: Pleuelschaft
4: Pleuelfuß
5: Pleuellagerschalen
6: Pleueldeckel


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