25.02.2003
MOTORRAD

Ritzel wechseln Ritzel wechseln

Der Kettenantrieb ist trotz teilweise abgedichteter O-Ring-Ketten auch heute noch die verschleißanfälligste und pflegebedürftigste Stelle am Motorrad.

Der Kettenantrieb ist trotz teilweise abgedichteter O-Ring-Ketten auch heute noch die verschleißanfälligste und pflegebedürftigste Stelle am Motorrad. Besonders den Kettenrädern wird kräftig zugesetzt, da sich das Kettenfett zusammen mit Straßenstaub in eine Schmirgelpaste verwandelt, die Umdrehung für Umdrehung kleine Metallpartikel vom Ritzel abträgt. Nach 10 000 bis 40 000 Kilometern, je nach Pflege, ist das vordere Ritzel dann meist so weit verschlissen, daß sich der Austausch lohnt.

Im allgemeinen ist der Ritzelwechsel eine Angelegenheit, die sich in einer halben Stunde mit Bordwerkzeug erledigen läßt. Allerdings nur dann, wenn das Ritzel auf einer Vierkeilwelle steckt und mit einem verschraubten Halteblech axial gesichert ist. Vereinzelt sichern auch Sprengringe, die zur Not mit einem feinen Schraubenzieher und Flach- oder Spitzzange zu lösen sind.


Wenn das Ritzel mit einer großen Schraube oder Mutter montiert ist, oder gar auf einem Konus sitzt, geht es meist nicht ohne Spezialwerkzeuge und spezielle, oft sehr große Schlüssel. Vor Beginn der Demontage empfiehlt sich die Reinigung des Motorgehäuses im Bereich des Antriebsritzels. Oft hat sich dort nämlich zentimeterdicker Schlamm angesammelt, der am besten mit einem alten Pinsel und Kaltreiniger abgelöst wird. Danach wird die Hinterradbremse betätigt, die Verschraubung des Sicherungsblechs gelöst und das Blech durch leichte Drehung so gestellt, daß es sich von der Keilwelle abziehen läßt.


In den meisten Fällen muß allerdings zuvor die Kette gelockert werden. Anschließend wird die Keilverzahnung sorgfältig gereinigt, auf Verschleißspuren kontrolliert und mit einer dünnen Schicht Graphitfett eingerieben. Wenn rechts und links neben dem Ritzel Dämpfungsgummis zur Geräuschsenkung montiert sind, muß vor der Wiedermontage auch deren Zustand kontrolliert werden.


Wenn sich die Kettenlaschen eingearbeitet haben oder Ausbrüche zu sehen sind, sollten auch die Gummis erneuert werden. Nach dem Aufsetzen des Ritzels müssen nur noch das Sicherungsblech verschraubt und die Kettenspannung justiert werden. Zur sorgfältigen Arbeit gehört natürlich auch die Überprüfung des hinteren Kettenrads und der Kette auf Abnutzung. Genauso wichtig wie die richtige Kettenspannung ist die exakte Kettenflucht.

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Befestigungsschrauben entfernen: Sicherungsblech abnehmen

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Vor dem Abziehen des Ritzels die Kettenspannung verringern

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Verschlissene Gummiringe sollten aus Geräuschgründen erneuert werden

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Die Kette muß wieder so gespannt werden, wie es das Handbuch vorschreibt


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