25.02.2003
MOTORRAD

Schrauben: Abgerissene Schrauben ausbohren Schrauben: Abgerissene Schrauben ausbohren

Ein Schraubenkopf kann entweder beim Lösen abreißen, weil die Schraube festgerostet beziehungsweise -gebacken ist, oder beim allzu gefühllosen Festziehen.

Ein Schraubenkopf kann entweder beim Lösen abreißen, weil die Schraube festgerostet beziehungsweise -gebacken ist, oder beim allzu gefühllosen Festziehen.

Festgebackenen Schrauben sollte man zuerst einen Schlag auf den Kopf versetzen, da allein dadurch häufig schon die Verspannung gelöst wird. Dreht sich danach noch nichts, hilft meist das Erhitzen mit einer Lötlampe, da sich hierdurch der umgebende Werkstoff stärker ausdehnt als die Schraube selbst - die Schraube wird lockerer.


Um ein Abreißen beim Festziehen zu vermeiden, sollten vor allem unerfahrene Schrauber einen Drehmomentschlüssel verwenden. Und wenn's doch passiert ist und der Schraubenrest partout nicht raus will, gibt's nur noch eins: komplett ausbohren und später einen Gewinde-Einsatz verwenden.

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Wenn eine Schraube bündig mit der Oberfläche abgerissen ist, ist etwas Fingerspitzengefühl nötig, um den Gewinderest herauszubekommen.

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Der schwierigste Schritt ist das zentrale Ankörnen - dazu braucht es ruhige Hände, ein gutes Augenmaß und einen spitzen Körner.

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Dieser Körnerpunkt sitzt richtig. Bei schräg abgerissenen Schrauben ist das gar nicht so einfach, und dummerweise hat man meist nur einen einzigen Versuch frei.

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Für das erste Anbohren ist ein sogenannter Zentrierbohrer (2,5 Millimeter, kostet rund sieben Mark) besser geeignet als ein Spiralbohrer, da er weniger wandert und nicht so schnell abbricht.

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Jetzt kann mit einem Spiralbohrer nachgefaßt werden. Den Bohrer möglichst tief in das Futter spannen, damit der dünne Bohrer nicht so leicht abbrechen kann, und ab und zu die Tiefe des Bohrlochs kontrollieren.

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Hitze ist hier immer gut: Wird der umliegende Werkstoff mit einer Lötlampe erwärmt, dehnt er sich etwas aus und macht so das Ausdrehen leichter.

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Jetzt der Ausdreher: Auf jeden Fall zu Qualitäts-Werkzeug greifen (ein gutes Set kostet rund 30 Mark). Billiges bricht schnell ab, und dann wird’s bitter.

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Hier ging’s noch mal gut. Wäre der Ausdreher abgebrochen, kommt man mit Bordmitteln kaum weiter, da der Stumpf superhart ist.


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