25.02.2003
MOTORRAD

Wälzlager Wälzlager

Wälzlager ist der Oberbegriff für alle Lagerungen, bei denen sich zwischen zwei Laufbahnen Wälzkörper in Form von Kugeln oder Rollen drehen.

Wälzlager ist der Oberbegriff für alle Lagerungen, bei denen sich zwischen zwei Laufbahnen Wälzkörper in Form von Kugeln oder Rollen drehen. Das Wälzlager besteht üblicherweise aus dem Außenring, dem Innenring, den Wälzkörpern und dem Wälzkörperkäfig.


Nach der Grundform der Wälzkörper unterscheidet man zwei Gruppen von Lagern: Kugel- und Rollenlager. Rollenlager finden dort Verwendung, wo Kugellager den Belastungen nicht standhalten. Kugeln haben durch die Punktberührung auf den Lagerschalen eine sehr hohe Flächenpressung, die sich bei Rollen durch Linienberührung verringert. Zylinderrollenlager und Nadellager können nur Kräfte in Radialrichtung aufnehmen.

 

Schrägkugellager und Kegelrollenlager können axial in einer Richtung und radial belastet werden. Rillenkugellager sowie jeweils zwei gegenüber angeordnete Schräg- und Kegelrollenlager können axiale Kräfte in beiden Richtungen und Radialkräfte aufnehmen. Die vielseitigsten Lager sind Pendelkugellager, Pendelrollenlager und Tonnenlager. Sie nehmen sowohl radiale als auch axiale Kräfte von beiden Seiten auf, gleichzeitig können sie Fluchtfehler ausgleichen. Eine Sonderform stellen die Axiallager in Kugel- und Rollenform dar. Diese arbeiten ausschließlich in Axialrichtung.
Für spezielle Lastfälle werden oft verschiedene Wälzlager kombiniert.


Nicht immer besitzt ein Lager einen Außen- oder Innenring. So werden Nadelkränze - bestehend aus einem Käfig und den Nadeln - zum Beispiel als unteres Pleuellager verwendet. Der Hubzapfen der Kurbelwelle bildet dann die innere Lauffläche, die Laufbahn im unteren Pleuelauge die äußere. Zur Nockenwellenlagerungen werden auch Nadellager verwendet, die nur aus einem Außenring und einem Nadelkranz bestehen. Sie werden einfach auf die Lagerstellen der Nockenwelle geschoben.


Heute nur noch selten verbaut, wurden früher vollrollige Lager benützt - die Wälzkörper laufen lose und ohne Führung durch einen Käfig in den Lagerschalen. Zum Beispiel wurden zur Lagerung der Getriebezahnräder auf der Getriebehauptwelle Nadeln ohne Käfig eingesetzt.

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Foto:  

1: Außenring
2: Innenring
3: Käfig
4: Wälzkörper

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Foto:  

1: Kugellager
2: Schrägkugellager
3: Pendelkugellager
4: Axial-Kugellager
5: Zylinderrollenlager
6: Nadellager
7: Kegelrollenlager
8: Pendelrollenlager
9: Tonnenlager
10: Axial-Zylinderrollenlager


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