Ein Motorrad mit 50 PS für 200 Kilogramm als Racer zu bezeichnen, kann zu Missverständnissen führen. Viel Chrom aufzutragen kann lästernde Kritikaster auf den Plan rufen. Das Ganze kann sich aber auch viel besser verkaufen als von den Erbauern selbst erhofft - wie in diesem Fall. Das Highlight der V7-Reihe, wie Guzzi selbst sagt, wurde offenbar von den Käufern richtig verstanden. Als Hommage an früher, an Café-Racer eben, deren Daseinsberechtigung nun mal am ehesten im langsamen Vorbeiflanieren besteht. Dann spiegeln sich die Lichter der Stadt im verchromten Tank, alle bestaunen den roten Rahmen und niemand stört die hochgezogene Auspuffanlage. Weil das alles so sein muss. Und natürlich reicht die Leistung aus dem V2 der V7, denn niemand fährt mit so einem Motorrad Rennen. Diese Guzzi wird geputzt, bewundert, ja, auch gefahren. Sie ist das exakte Gegenteil einer Kopfentscheidung - und gerade deshalb ein wirklich vernünftiges Motorrad.

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