Motorradrennsport Dunlop testet neuen RFID-Chip im Motorradreifen

Dunlop testet eine neue Generation von intelligenten Mikrochips. Sie sollen in die Reifen der Moto2- und Moto3-Klasse der Motorradweltmeisterschaft eingebaut werden und könnten in Zukunft Echtzeit-Daten während des Rennens liefern.

Foto: Dunlop

 

Die kleinen RFID-Funkchips kennen die meisten sicher schon aus dem Alltag. RFID steht für „radio-frequency identification“ und bedeutet sovie wie „Identifikation mittels elektromagnetischer Wellen“. An Kleidung und Geräten werden die kleinen Funkchips als Diebstahlsicherung und zur Warenkontrolle eingesetzt, Büchereien benutzen sie um ihren Bestand zu verwalten. Auch im deutschen Personalausweis findet sich seit November 2010 ein RFID-Chip.

Der Reifenhersteller Dunlop testet nun eine neue Generation des Funkchips, der bereits in der MotoGP-Saison 2014 eingeführt werden könnte. Dazu hat sich Dunlop Motorsport mit den MotoGP-Organisatoren Dorna Sports und IRTA (International Road Racing Teams Association) zusammengetan. Dunlop besitzt bereits Erfahrung mit der RFID-Technologie, beispielsweise kommen derartige Chips in der „Dunlop MSA British Touring Car Championship“ in Großbritannien und in der FIA-Truck- Racing-Europameisterschaft zum Einsatz.

 

Erstmals an Motorrädern eingesetzt werden die RFID-Chips im Rahmen der offiziellen Moto2- und Moto3-Testtage auf der spanischen Rennstrecke in Jerez. Tony Duffy, Dunlop Operations Manager, sagt: „Zunächst einmal wird die RFID-Technologie große Vorteile bieten, indem sie garantiert, dass absolut jeder Reifen erfasst wird. So können wir den Moto2- und Moto3-Organisatoren eine 100-prozentig exakte Aufzeichnung über den Einsatz jedes Reifens liefern.“ Die aktuellen Chips enthalten lediglich Daten, mittels derer der Reifen beim Auslesen eindeutig identifiziert werden kann – und somit Chancengleichheit gewährleisten und Betrug ausschließen soll. Dunlop-Manager Duffy sieht noch weiteres Potenzial: „In der Zukunft könnte es durchaus möglich sein, die Chips dynamisch zu machen, so dass sie in der Lage sind, diverse Kriterien und Messwerte in Echtzeit zu überwachen und zu übertragen – was aus Sicht des Fahrers und auch der Boxencrew natürlich viele neue, aufregende Möglichkeiten bietet.“

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