Neuer Rennsportchef bei Ducati Hoffnungsträger Luigi Dall'Igna

Ducati bekommt einen neuen Rennsportchef: den 47-jährigen Ingenieur Luigi Dall'Igna, der diese Rolle bislang beim Konkurrenten Aprilia bekleidete und dort viele Erfolge aufweisen kann, darunter zwei Titel in der Superbike-WM mit Max Biaggi.

Foto: Breutel

Auch im MotoGP hat Dall'Igna viele Bewunderer, denn die CRT-Aprilia des Piloten Alex Espargarò landet regelmäßig erstaunlich weit vorn.

Ganz anders Ducati: Die Roten aus Bologna fahren im MotoGP schon seit Jahren hinterher, selbst das Engagement des neunmaligen Weltmeisters Valentino Rossi half da nichts. Nicht nur dieser, sondern auch alle anderen Piloten beklagten und beklagen sich über den Werksrenner.

Damit nicht genug, geriet Ducati nun auch in der Superbike-WM, von jeher eine Domäne der Bologneser, in die Krise: Schon im letzten Jahr wurde Ex-Weltmeister Carlos Checa nur Vierter, in diesem Jahr findet sich der beste Ducati-Fahrer derzeit auf Platz 11 wieder.

Grund genug für Ducati und den deutschen Eigner Audi, die Notbremse zu ziehen und den rennsporterfahrenen Dall'Igna, der seit 20 Jahren für Aprilia arbeitete, abzuwerben. Er löst Bernhard Gobmeier ab, der Ducati nach nur zehn Monaten wieder verlässt und nach Deutschland zurückkehrt. Laut Ducati wird er „eine wichtige Rolle bei Volkswagen Motorsport“ übernehmen. Gobmeier war zuvor bei BMW für den Einsatz in der Superbike-WM verantwortlich.

In einer Pressemitteilung dankte Ducati-Boss Claudio Domenicali Gobmeier für seinen Einsatz und sagte in Bezug auf Dall'Igna: "Wir sind sicher, dass wir dank seiner großen Erfahrung, mit unserer Technologie und der technischen Unterstützung von Audi/VW bald auch im Rennsport wieder ein hohes Niveau erreichen."

Beim Hersteller Aprilia, der zum Piaggio-Konzern gehört, wird nach Dall'Ignas Weggang der technische Direktor Romano Albesiano zusätzlich die Rolle des Rennsportchefs übernehmen.

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