Marco Melandri und Aprilia trennen sich Ende mit Schrecken

Nach nur acht Rennen in der MotoGP lösen der ehemalige 250er-Weltmeister Marco Melandri und der italienische Hersteller Aprilia ihren Vertrag mit sofortiger Wirkung auf.

Foto: Breutel

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende: Das meinen offenbar sowohl der 32-jährige Italiener Marco Melandri als auch Hersteller Aprilia und trennen sich kurz vor dem Sachsenring-GP. Melandri war erst zu Beginn der aktellen Saison aus der Superbike-WM, wo er mit Aprilia letztes Jahr immerhin sechs Rennen gewonnen und den vierten Gesamtplatz geholt hatte, in die MotoGP gewechselt, hatte sich aber auf der RS-GP nie wohlgefühlt.

Nach den Tests im Januar in Sepang hatte Melandri seinen Arbeitgeber sogar ersucht, ihn wieder in der Superbike-WM starten zu lassen, aber eine abschlägige Antwort kassiert. So musste der 250er-Weltmeister des Jahres 2002 reichlich widerwillig mit der RS-GP, die in der Entwicklung sämtlichen GP-Bikes hinterherhinkt, an den Start gehen.

Das Resultat nach acht MotoPG-Läufen: null Punkte, jeweils schlechteste Trainingszeit und Letzter im Rennen. Aus diesem Desaster zogen beide Parteien nun die Konsequenzen.

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Melandri zu Ducati oder Yamaha?

Bereits am Sachsenring am kommenden Wochenende startet der Testfahrer Michael Laverty als zweiter Werksfahrer neben Alvaro Bautista für Aprilia. Ob Laverty die gesamte Saison bestreiten wird, ist noch nicht bekannt. Melandri hingegen, der seinen WM-Titel auf Aprilia holte und später auch für Yamaha, Ducati und BMW startete, möchte in die Superbike-WM zurückzukehren. Da ihm der Weg zu Aprilia nach der Trennung versperrt ist, werden Ducati und vor allem Yamaha als mögliche neue Arbeitgeber gehandelt.

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