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MotoGP 2014 Valencia (Spanien) Marquez gewinnt, Rossi Vizeweltmeister

Marc Marquez gewinnt das letzte Rennen der MotoGP-Saison 2014 in Valencia. Rossi sicherte sich durch den zweiten Platz in Spanien den Vizeweltmeistertitel. In der Moto2 gewinnt Thomas Luthi in letzter Sekunde. Der Weltmeistertitel in der Moto3 ging an Alex Marquez.

Beim Saisonfinale in der MotoGP in Valencia hat der frisch gebackene Weltmeister Marc Marquez den 13. Sieg im 18. Rennen der Saison gefeiert. Mit dem Sieg konnte Marquez den von Mick Doohan aufgestellen Rekord für die meisten Siege in einer Saison brechen, der 1997 insgesamt zwölf Rennen gewinnen konnte. Den zweiten Platz in Valencia holte Altmeister Valentino Rossi, der sich somit den Vizeweltmeistertitel sichern konnte. Platz 3 ging an Dani Pedrosa; Stefan Bradl landete im Saisonfinale auf Rang 8.

Der auf Pole Position gestartete Valentino Rossi verlor die Führungsposition nach dem Start an Andrea Iannone, der von P22 ins Rennen ging und sich bei leichtem Regen zu Beginn leicht absetzen konnte. Dahinter setzte sich der an P5 gestartete Marc Marquez nach dem Start auf Position 3. Jorge Lorenzo, der vor dem Rennen ebenfalls noch Chancen auf die Vizeweltmeisterschaft hatte, verlor nach dem Start einige Plätze und kam nicht so richtig ins Rennen. Für den Vizeweltmeistertitel hätte Lorenzo das Rennen vor seinem Yamaha-Teamkollegen beenden müssen.

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Lorenzo wechselte auf Regenbike

In der neunten Runde schlossen Rossi und Marquez auf den Führenden Iannone auf. Der junge Weltmeister ging zunächst an Rossi vorbei um sich eine Runde später auch Iannone zu schnappen. Auch Rossi und der ebenfalls aufgeschlossene Dani Pedrosa gingen kurz darauf an Iannone vorbei. Dahinter entschied sich Lorenzo elf Runden vor Schluss bei leichtem Regen das Bike zu wechseln. Pech für den Mallorquiner: die Regenwolken verschwanden wieder, er landete am Ende des Feldes und gab das Rennen schließlich abgeschlagen auf.

Ganz vorne änderte sich nichts mehr: Marc Marquez fuhr sein Heimrennen souverän nach Hause, vor Valentino Rossi und Dani Pedrosa. Dahinter kamen die beiden Ducati-Werkspiloten Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow ins Ziel, vor den beiden Espargaro-Brüdern. Stefan Bradl beendete sein letztes Rennen für LCR Honda auf Position 8 und wurde in der Gesamtwertung Neunter.

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Suzuki mit schwachem Wildcard-Start

Suzuki wird im nächsten Jahr mit dem Fahrer-Duo Aleix Espargaro und Maverick Vinales in die MotoGP zurückkehren. Beim Saison-Finale in Valencia konnten die Japaner als Wildcard-Starter bereits erste Erfahrungen mit der neuen Suzuki GSX-RR sammeln. Das Fazit nach den ersten Umläufen in Valencia fiel für Suzuki allerdings eher ernüchternd aus.

Suzuki-Testfahrer Randy de Puniet ging nach dem Qualifying von Startplatz 20 ins Rennen und schied in der zwölften Runde mit Getriebeproblemen aus. Bereits beim freien Training wurden die Erwartungen der Suzuki-Verantwortlichen durch schwache Rundenzeiten gedämpft. Suzuki-Teammanager Davide Brivio war nach eigener Aussage mit der Gesamtperformance während des Saisonfinales in Valencia im Großen und Ganzen zufrieden und deutete weitere Entwicklungsarbeiten für den Motor und die Elektronik an. Ziel sei es, den beiden neuen Piloten bis zu den Tests für die neue Saison ein technisch stabiles Motorrad zu stellen, damit diese ein Gefühl für das neue Bike bekommen können.

Ergebnis MotoGP Valencia

  1. Marc Marquez
  2. Valentino Rossi
  3. Dani Pedrosa
  4. Andrea Dovizioso
  5. Cal Crutchlow
  6. Pol Espargaro
  7. Aleix Espargaro
  8. Stefan Bradl
  9. Michele Pirro
  10. Scott Redding
  11. Hector Barbera
  12. Danilo Petrucci
  13. Nicky Hayden
  14. Bradley Smith
  15. Hiroshi Aoyama
  16. Alvaro Bautista
  17. Karel Abraham
  18. Alex De Angelis
  19. Michael Laverty
  20. Broc Parkes
  21. Mike Di Meglio
  22. Andrea Iannone

Nicht klassifiziert:

Jorge Lorenzo (24 Runden von 30)
Randy De Puniet (12 Runden von 30)
Yonny Hernandez (9 Runden von 30)

WM-Endstand Saison 2014

  1. Marc Marquez 362
  2. Valentino Rossi 295
  3. Jorge Lorenzo 263
  4. Dani Pedrosa 246
  5. Andrea Dovizioso 187
  6. Pol Espargaro 136
  7. Aleix Espargaro 126
  8. Bradley Smith 121
  9. Stefan Bradl 117
  10. Andrea Iannone 102
  11. Alvaro Bautista 89
  12. Scott Redding 81
  13. Cal Crutchlow 74
  14. Hiroshi Aoyama 68
  15. Yonny Hernandez 53
  16. Nicky Hayden 47
  17. Karel Abraham 33
  18. Hector Barbera 26
  19. Michele Pirro 18
  20. Danilo Petrucci 17
  21. Alex De Angelis 14
  22. Colin Edwards 11
  23. Broc Parkes 9
  24. Michael Laverty 9
  25. Mike Di Meglio 9
  26. Katsuyuki Nakasuga 4
  27. Leon Camier 1
Foto: 2snap
MotoGP 2014 in Valencia (Spanien): Esteve Rabat.
MotoGP 2014 in Valencia (Spanien): Esteve Rabat.

Moto2 - Lüthi gewinnt in letzter Sekunde

Auch in der Moto2 stand der Weltmeister mit Esteve Rabat bereits vor dem letzten Saisonrennen fest. Nichtsdestotrotz lieferten sich der frisch gebackene Weltmeister und sein Teamkollege Tom Lüthi einen spannenden Fight um den Sieg im letzten Saisonrennen. Rabat ging von Position 1 ins Rennen und entschied den Start für sich. Dahinter positionierte sich Lüthi. Für Sandro Cortese war das Rennen kurz nach dem Start nach einem Sturz auch schon wieder beendet.

Nach einem Zusammenstoß zwischen Maverick Vinales und Mika Kallio war der Kampf um die Vizeweltmeisterschaft in der Moto2 frühzeitig beendet. Mika Kallio landete im Gesamtklassement auf Position 2. An der Spitze des Feldes lieferten sich Rabat und Lüthi einen heißen Fight. Rabat konnte die Führung bis zur letzten Kurve halten, bevor der Spanier auf der Zielgeraden plötzlich langsamer wurde und Lüthi vorbeiziehen konnte. Kurios: Dem Moto2-Weltmeister ist nach eigener Aussage der Sprit ausgegangen, weshalb sich Lüthi Sekunden vor dem Rennenende noch vorbeischieben konnte. Den dritten Platz in Valencia sicherte sich der Franzose Johann Zarco.

Moto2 Ergebnis

  1. Thomas Lüthi
  2. Esteve Rabat
  3. Johann Zarco
  4. Luis Salom
  5. Xavier Simeon
  6. Dominique Aegerter
  7. Sam Lowes
  8. Marcel Schrotter
  9. Anthony West
  10. Lorenzo Baldassarri
  11. Jordi Torres
  12. Ricard Cardus
  13. Jonas Folger
  14. Takaaki Nakagami
  15. Louis Rossi
  16. Hafizh Syahrin
  17. Robin Mulhauser
  18. Nicolas Terol
  19. Ratthapark Wilairot
  20. Roberto Rolfo
  21. Franco Morbidelli
  22. Randy Krummenacher
  23. Florian Marino
  24. Gino Rea
  25. Roman Ramos
  26. Tetsuta Nagashima
  27. Azlan Shah
  28. Thitipong Warokorn

Nicht klassifiziert:

Mattia Pasini (7 Runden von 27)
Lucas Mahias (4 Runden von 27)
Julian Simon (2 Runden von 27)
Axel Pons (2 Runden von 27)
Maverick Vinales (2 Runden von 27)
Mika Kallio (0 Runden von 27)
Sandro Cortese (0 Runden von 27)

WM-Endstand Moto2

  1. Esteve Rabat 346
  2. Mika Kallio 289
  3. Maverick Vinales 274
  4. Thomas Lüthi 194
  5. Dominique Aegerter 172
  6. Johann Zarco 146
  7. Simone Corsi 100
  8. Luis Salom 85
  9. Sandro Cortese 85
  10. Marcel Schrotter 80
  11. Franco Morbidelli 75
  12. Anthony West 72
  13. Sam Lowes 69
  14. Xavier Simeon 63
  15. Jonas Folger 63
  16. Jordi Torres 57
  17. Julian Simon 56
  18. Ricard Cardus 45
  19. Hafizh Syahrin 42
  20. Alex De Angelis 37
  21. Mattia Pasini 35
  22. Takaaki Nakagami 34
  23. Axel Pons 28
  24. Randy Krummenacher 24
  25. Lorenzo Baldassarri 20
  26. Louis Rossi 18
  27. Gino Rea 7
  28. Nicolas Terol 2
  29. Roberto Rolfo 2
Foto: 2snap
MotoGP 2014 in Valencia (Spanien): Danny Kent.
MotoGP 2014 in Valencia (Spanien): Danny Kent.

Moto3 - Alex Marquez wird Weltmeister

Im Gegensatz zur MotoGP und der Moto2 ging es in der Moto3 noch um den Weltmeistertitel. Jack Miller und der in der Gesamtwertung bis dato führende Alex Marquez lieferten sich einen spannenden Kampf um den Titel. Am Start setzte sich Jack Miller an die Spitze des Feldes. Dahinter positionierte sich eine Dreiergruppe bestehend aus Isaac Vinales, Alex Marquez und Niccolo Antonelli. 15 Runden vor Schluss fiel Alex Marquez nach einer Berührung mit Antonelli auf Platz 6 zurück, was zu dem Zeitpunkt den Titelgewinn von Jack Miller bedeutet hätte. Zuvor hatte Miller geschickt das Renntempo verlangsamt, um das Feld wieder herankommen lassen. Ein erster Platz allein hätte Miller nämlich nicht zum Titel gereicht; gleichzeitig hätte Alex Marquez das Podium ganz verfehlen müssen. Glück im Unglück für Marquez, der bei der Kollision mit Antonelli nicht ausschied und stattdessen wieder aufschließen konnte.

Der in Führung liegende Jack Miller zeigte ebenfalls Nerven, machte einen kleinen Fehler und verlor die Spitzenposition, die er sich nach agressiven Überholmanövern allerdings schnell wieder zurückholte. Alex Marquez kämpfte sich ebenfalls vor und schaffte es noch auf den dritten Platz, der letztlich zum Gewinn des Weltmeistertitels reichte. Mit einem Vorsprung von zwei Punkten sichert sich so noch ein weiterer Marquez einen Weltmeistertitel in der Saison 2014 und sorgt in dieser Hinsicht für ein Novum. Nie zuvor konnten sich Geschwister in einer Grand-Prix-Saison jeweils einen Weltmeistertitel in zwei Klassen sichern.

Moto3 Ergebnis

  1. Jack Miller
  2. Isaac Vinales
  3. Alex Marquez
  4. Danny Kent
  5. Alex Rins
  6. Efren Vazquez
  7. Niccolo Antonelli
  8. Miguel Oliveira
  9. Brad Binder
  10. Karel Hanika
  11. Enea Bastianini
  12. Alexis Masbou
  13. Jakub Kornfeil
  14. Romano Fenati
  15. Juanfran Guevara
  16. Francesco Bagnaia
  17. John McPhee
  18. Andrea Migno
  19. Zulfahmi Khairuddin
  20. Jasper Iwema
  21. Alessandro Tonucci
  22. Luca Grünwald
  23. Hafiq Azmi
  24. Gabriel Ramos
  25. Matteo Ferrari
  26. Andrea Locatelli
  27. Maria Herrera
  28. Albert Arenas

Nicht klassifiziert:

Niklas Ajo (20 Runden von 24)
Jorge Navarro (9 Runden von 24)
Scott Deroue (8 Runden von 24)
Jules Danilo (7 Runden von 24)
Gabriel Rodrigo (1 Runde von 24)
Philipp Öttl (1 Runde von 24)

WM-Endstand Moto3

  1. Alex Marquez 278
  2. Jack Miller 276
  3. Alex Rins 237
  4. Efren Vazquez 222
  5. Romano Fenati 176
  6. Alexis Masbou 164
  7. Isaac Vinales 141
  8. Danny Kent 129
  9. Enea Bastianini 127
  10. Miguel Oliveira 110
  11. Brad Binder 109
  12. Jakub Kornfeil 97
  13. John McPhee 77
  14. Niccolo Antonelli 68
  15. Niklas Ajo 52
  16. Francesco Bagnaia 50
  17. Juanfran Guevara 46
  18. Karel Hanika 44
  19. Alessandro Tonucci 20
  20. Zulfahmi Khairuddin 19
  21. Livio Loi 17
  22. Matteo Ferrari 12
  23. Jorge Navarro 11
  24. Phlipp Öttl 10
  25. Andrea Migno 8
  26. Hiroki Ono 5
  27. Jasper Iwema 4
  28. Hafiq Azmi 3
  29. Arthur Sissis 3
  30. Jules Danilo 2
  31. Eric Granado 2
  32. Remy Gardner 1

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