MotoGP mit Elektromotorrädern

Rossi goes elektrisch?

MotoGP-Piloten auf Elektro-Motorrädern? Noch nicht. Aber ab 2019 sollen laut Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta neben MotoGP, Moto2 und Moto3 auch E-Motorräder bei Grand Prix-Rennen starten.

Es klingt zunächst wie ein Scherz. Doch dahinter stecken sehr ernst gemeinte Pläne: Ab 2019 sollen elektrisch betriebene Motorräder bei den großen Grand Prix-Rennen starten. Sie sollen laut Carmelo Ezpeleta, dem Chef des Grand Prix-Vermarkters Dorna, zunächst Rahmenrennen neben den etablierten Klassen darstellen, sich aber später zu einer eigenen Rennserie weiterentwickeln.

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Foto: Dave Kneale
Die ZeroTT ist als Elektro-Rennserie seit 2010 fester Bestandteil der Tourist Trophy auf der Ise of Man. Im Bild: John McGuinness auf dem E-Racer von Mugen.
Die ZeroTT ist als Elektro-Rennserie seit 2010 fester Bestandteil der Tourist Trophy auf der Ise of Man. Im Bild: John McGuinness auf dem E-Racer von Mugen.

„Die Pläne dafür sind schon weit fortgeschritten“, sagte Ezpeleta im Interview mit der spanischen MOTORRAD-Schwesterzeitschrift Motociclismo. Auch gebe es bereits Angebote von vier Herstellern. „Es wird aber eine Einheitsklasse geben“, sagte Ezpeleta weiter. Das hat auch Sinn, denn es gibt kein vernünftiges Reglement, das auf Elektrobasis dafür sorge könnte, dass Maschinen verschiedener Hersteller in ihrer Leistungsfähigkeit so vergleichbar sind, dass am Ende spannende Rennen dabei herauskommen. Denkbar sind hier sehr unterschiedliche Ansätze, von ultraschnellen, aber aufgrund der nötigen Akkus auch sehr schweren Motorrädern bis hin zu kleinen, wendigen Flitzern, die mit weniger Leistung aber nur unwesentlich langsamer wären.

Zum Stichwort Reichweite sagte Ezepleta, dass die künftigen E-Grad Prix „über mindestens zehn Rennrunden“ gehen werden. Aufgeladen werden sollen die Akkus der Racer umweltfreundlich über Solarzellen.

Grid Girls vom MotoGP 2017 in Jerez

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