Ducati-MotoGP-Werksteam Davide Tardozzi kommt wieder

Ducati macht weiter ernst mit der Verstärkung des Rennsport-Teams und setzt dabei offenbar auf bewährte Kräfte: Davide Tardozzi kommt nach Bologna zurück.

Foto: 2snap

Der 54-jährige Ex-Rennfahrer – zu seinen Erfolgen zählt unter anderem der Sieg beim ersten Superbike-Lauf der Geschichte 1988 – kennt sich dort bestens aus, hatte er doch als Team-Manager ab 1998 mit den Piloten Carl Fogarty, Troy Bayliss, James Toseland und Neil Hodgson satte sieben Superbike-Titel für Ducati geholt. Doch 2009 trennten sich die Wege: Damals ging der WM-Sieg ging an Ben Spies und Yamaha, Ducati hatte das Nachsehen. Tardozzi wurde eine Teilschuld angelastet, weil er zugelassen hatte, dass Michel Fabrizio, der Zweitfahrer des Teams, Ducatis damaliger Nummer Eins Noriyuki Haga wichtige Punkte weggeschnappt hatte. Es folgte ein Intermezzo bei BMW, ebenfalls als Team-Manager, das Tardozzi jedoch bereits nach der Saison 2010 wieder beendete.

Nun also die Rückkehr zu den Roten. Team-Manager wird Tardozzi allerdings nicht, und er kümmert sich auch nicht mehr um die Superbikes; vielmehr fungiert er laut Ducati bei den MotoGP-Rennen als Koordinator. Damit untersteht er dem Sportdirektor Paolo Ciabatti, ebenfalls eine bekannte Größe in Bologna. Der hatte bis 2007 mit Tardozzi bei Ducati zusammengearbeitet, war dann aber Chef der Superbike-WM geworden; vor einem Jahr holte ihn Ducati zurück. Über Ciabatti und Tardozzi stehen noch der frisch eingekaufte Sport-Oberboss Gigi Dall'Igna, der von Aprilia eine beeindruckende Titel-Liste mitbringt, und natürlich der Ducati-Chef Claudio Domenicali, der selbst aus dem Rennsport kommt.

Die Roten haben also in Sachen Rennsport in der neuen Saison viele Alpha-Männchen und jede Menge Kompetenz am Start. Ob die Werksfahrer Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow davon gleich profitieren können, wird sich bei den Moto-GP-Tests in Sepang Anfang Februar zeigen. 

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