Wechselgerüchte in der MotoGP Stoner zu Honda, Rossi zu Ducati?

Ab der kommenden Saison soll Casey-Stoner für Honda fahren; und angeblich wird Valentino Rossi bald einen Vertrag von Ducati annehmen.

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Die Nachricht schlug in Italien ein wie eine Bombe: Ab der kommenden Saison, so meldete die Internet-Seite von Mediaset als beschlossene Sache, würde Ducati-Pilot Casey Stoner für Honda fahren, der Vertrag sei bereits unterzeichnet. Ducati hingegen habe dem neunmaligen GP-Weltmeister Valentino Rossi, derzeit Yamaha, ein Angebot gemacht, die definitive Zusage werde zum Rennen in Mugello Anfang Juni erwartet. Patriotisch gesinnte Motorsportfans feierten im Internet flugs die rein italienische Kombination Rossi und Ducati als "einen Traum, der endlich wahr wird". Doch offenbar sind dem Autor der Meldung die Pferde durchgegangen. Bei Ducati in Bologna nimmt man zwar von einer Stellungnahme Abstand – Gerüchte kommentiert man dort nie –, doch inoffiziell verlautet aus dem Werk, dass an der Meldung nichts dran sei. Schließlich sei es mehr als absurd, nach dem zweiten Rennen der Saison bereits Verträge mit neuen Fahrern zu schließen. Will heißen: Es kann durchaus sein, dass es zu dem beschriebenen Wechselspiel kommt. Allerdings nicht jetzt, sondern frühestens im Spätsommer. 
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Daher erst mal zu den Fakten: Wahr ist, dass sich der ganze GP-Zirkus immer weniger um die eigentlichen Rennen und immer mehr um vier Fahrer dreht, und zwar um Valentino Rossi, Casey Stoner , Jorge Lorenzo und Danio Pedrosa. Das Honda HRC-Team etwa umwirbt Casey Stoner ganz offen. Vor allem, weil Livio Suppo, langjähriger Teammanager von Ducati, zu Beginn der aktuellen Saison zu Honda gewechselt ist und er seinen langjährigen Zögling am liebsten wieder unter seinen Fittichen sähe. Valentino Rossi wiederum hat bereits seit längerem ein Angebot von Ducati-Sponsor Marlboro, bei dem nur noch die Zahlen eigesetzt werden müssen. Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo, auch das ist bekannt, liebäugelt bereits seit der letzten Saison mit anderen Herstellern, vor allem mit Honda, weil er auf Dauer nicht im gleichen Team mit Rossi fahren will. Etwas außen vor scheint im Moment Honda-Pilot Dani Pedrosa: Sein Verhältnis zu HRC hat gelitten, andere Teams umwerben ihn nur verhalten. Eigentlich erstaunlich, denn nach vielen Verletzungen befindet sich der Spanier momentan in richtig guter Form, wie das letzte Rennen in Jerez deutlich vor Augen führte.

Von den anderen Piloten als diesen "Fantastischen Vier" nimmt im GP-Zirkus derzeit kaum jemand Notiz. Schließlich geht es dort zu wie an der Börse: Nur das Geschäft interessiert. Und das große Geschäft macht man eben nur mit den großen Vier.

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