30.01.2012 Von: Eva Breutel
MOTORRAD

Reicher Rossi, armer West MotoGP/Moto2: Einkommen der Fahrer

Der eine kann von seinen Einkünften ein überaus luxuriöses Leben führen, der andere hängt den Helm jetzt aus Geldmangel an den Nagel: Valentino Rossi und Anthony West machen recht unterschiedliche Erfahrungen mit dem Rennsport.

Anthony West konnte nicht fassen, dass er im Regen nicht schnell war

Anthony West gibt den Rennsport auf - die Fahrer im Mittelfeld müssen zu viel für ihre Plätze zahlen.  

Foto: MZ  

Wie italienische Medien aktuell berichten, ist der neunmalige Motorrad-Weltmeister Rossi mit 14,3 Millionen Euro im Jahr sogar der bestbezahlte Sportler in seiner Heimat, und das trotz eher mäßiger Erfolge mit Ducati in jüngster Zeit. Zum Vergleich: Italiens Fußballer mit dem höchsten Einkommen, Nationaltorwart Gianluigi Buffon, bringt es auf sechs Millionen im Jahr. Rossi gönnt sich von seinen Gagen neben einer luxuriösen Jacht neuerdings auch eine eigene Offroad-Strecke in der Nähe seines Heimatorts Tavullia an der Adria.

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Der Australier Anthony West, in den letzten beiden Jahren für MZ in der Moto2-Klasse unterwegs, zieht sich hingegen aus finanziellen Gründen aus dem Grand Prix-Zirkus zurück. Er sollte in diesem Jahr eigentlich auf einer CRT-Aprilia für das Team Speed Master in der Moto GP-Klasse starten, doch nun fährt dort stattdessen der Italiener Mattia Pasini.

West, der seit 1998 in der internationalen Rennsportszene aktiv ist, erklärt jetzt auf Facebook, warum die Zusammenarbeit doch nicht zustande kam: "Es ist mir nicht gelungen, Sponsoren zu finden, um das Speed Master Team zu bezahlen. Alle Teams verlangen inzwischen Geld von den Fahrern, und so gehen nur noch solche, die reich sind, im Moto GP und den Klassen Moto2 und Moto3 an den Start … Ich habe mein Auto und mein Cross-Motorrad verkauft und mein Haus als Garantie für den Fall angeboten, dass ich nicht ausreichend Geld auftreibe, doch das war nicht genug. Mit höchster Wahrscheinlichkeit werde ich nie mehr Rennen fahren, sondern nach Australien zurückkehren und mir einen Job suchen."

Die Grid-Girls von Monster Energy laufen in Le Mans auf.

Foto-Show: Miss Rennstrecke 2011.  


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