Dauertest BMW F 650 GS

Da schau her!

Mit Einspritzung, geregeltem Kat und optionalem ABS erregte die F 650 GS vom Start weg Aufsehen in der Mittelklasse. Mit MOTORRAD ging sie eineinhalb Jahre lang auf Tour.

Foto: Bilski
Langstreckentest BMW F 650 GS
Langstreckentest BMW F 650 GS
Und die hatte es in sich: Insgesamt 58 Piloten und Pilotinnen jeglicher Couleur sausten mit der kleinen Bayerin 50000 Kilometer kreuz und quer durch Europa – von der abendlichen Heimfahrt bis zur großen Reise mit Gepäck und Sozia.
Los ging’s im April 2000. Erster Eintrag im Fahrtenbuch der quasi noch jungfräulichen GS: »Knackiges Fahrwerk, erstklassige Bremsen, agiler Motor. Was will man mehr?« Soweit Produktioner Traut bei Kilometerstand 800. Zum Beispiel eine bessere Verarbeitung, findet nicht nur Redakteurin Monika Schulz: »Was für ein Billig-Motorrad! Alles fliegt weg, klappt ein«, so Moni wörtlich. Heißt konkret: Die Abdeckung am Gepäckträger (Kostenpunkt 42,00 Mark) verflüchtigt sich gleich zweimal. Bis Fuhrpark-Coach Gerry Wagner sich höchstpersönlich der Sache annimmt und per Nachrüst-Verstärkungsblech plus Kabelbinder endlich den Bund fürs Leben besiegelt. Und bei der F 650 legen die Spiegel während der Fahrt mitunter ungewollt die Ohren an.
Des Öfteren erweist sich der Einzylinder aber auch als problemloser Tourbegleiter. MOTORRAD-Onliner Thorsten Dentges brettert auf den Furkapass und ist hellauf zufrieden. Lediglich die bei Kilometerstand 3100 montierten Touratech-Koffer (Zega-Boxen) setzen, so Dentges, in engen Kehren auf. Kein Wunder, sind die Alu-Boxen doch derart geräumig, dass Onliner Andy Schulz mutmaßt, hier sollten Care-Pakete in die norddeutsche Heimat einiger Redakteurskollegen speditiert werden. Ja, er fordert sogar die Einführung eines Artenschutzgesetzes für bedrohte Motorräder. Nicht nötig, Andy, schließlich lassen sich die Boxen ohne großes Federlesens abmontieren. Und das von MOTORRAD ab Werk georderte Originalsystem mit Variokoffern trägt deutlich weniger auf. ACTION-TEAM-Tourguide Dani Lengwenus kürt die kleine GS samt Koffern zum »idealen Alpen-Challenge-Bike für 100 Pässe in sechs Tagen«. Testchef Gerhard Lindner schließt sich an: Motor, Bremsen, Fahrwerk – allererste Sahne.
Daran ändert selbst die Sitzposition, die bei großen Piloten eher Chopperfeeling denn Endurogefühle provoziert, nichts. Auch mit der so genannten hohen Sitzbank (Aufpreis ab Werk 92 Mark, Einzelpreis 232 Mark) fällt die Sitzhöhe recht niedrig aus und sorgt zusammen mit dem hoch und nah am Körper positionierten Lenker für Enduro-unübliches Easy-Rider-Feeling. MOTORRAD-Reise-Ressortchefin Annette Johann findet zudem wenig zitierfähige Worte für die mangelhafte Schutzwirkung des vorderen Kotflügels. Druckbare Quintessenz: »Die Straße ist fast trocken, und du bist nass.« Abhilfe versprechen nachrüstbare Kotflügel diverser Hersteller. Und: Problem erkannt, Problem gebannt – BMW bietet in Kürze eine eigene Lösung an.
Direkt nach der 30000er-Inspektion bemerkt Kollege Sascha Zdrahal, dass die Kupplung rutscht und die Kaltstartautomatik der elektronischen Einspritzung nicht einsetzt. Der F 650 werden neue Stahllamellen, Reibscheiben und Federn spendiert, die Sache mit dem Kaltstart regelt sich irgendwie von selbst. Knappe 1000 Kilometer später erspäht Gert Thöle Ölpfützen in der Nähe des Öldruckgebers, woraufhin dieser getauscht wird. Am liebsten noch mehr tauschen würde Enduro-Tourist Rolf Henniges, um dem »gemütlichen Touringbike« auf die Sprünge zu helfen: stärkere Feder fürs Federbein, mehr Dämpfung hinten, digitaler Tacho mit Memory-Funktion sowie ein Gepäckträger, der seinen Namen verdient.
In Sachen nicht einstellbare und für kleine Hände ziemlich weit abstehende Handhebel hat BMW mittlerweile reagiert und die Hebelform modifiziert. Das wird nicht nur die Leser freuen, die in ihren zahlreichen Zuschriften neben viel Positivem auch auf diesen Malus hinweisen. Apropos Zuschriften: Mit etwa einem Drittel ist der Frauenanteil ungewöhnlich hoch, was sich ziemlich genau mit den Verkaufzahlen der Sechsfuffziger deckt. So ist mindestens ein Drittel der seit März 2000 verkauften rund 8500 GS-Exemplare in weiblichen Händen.
In denen fühlt sich die kleine GS anscheienend pudelwohl. Grafikerin Katrin Sdun-Heinlein urteilt: »Idealer Kurvenräuber, Stadtbegleiter, Landstraßenpartner.« Manch anderer kritisiert dagegen hin und wieder auftretendes launisches Startverhalten, einen absterbenden Motor sowie unrunden Motorlauf im Teillastbereich. Ein Kollege, der die F 650 zu einer Verbrauchsrekordfahrt Stuttgart-Herford-Stuttgart nutzt, hat damit keinerlei Probleme. Sensationelle 7,3 Liter Super lässt er durch die Einspritzung rauschen. Pro hundert Kilometer wohlgemerkt.
Ansonsten pegelt sich der Spritkonsum – in Übereinstimmung mit den Lesererfahrungen – auf überaus günstige Werte zwischen 3,8 und 5,3 Litern ein. Sozius und Gepäck kosten etwa einen halben Liter Frachtzuschlag. Über die gesamteTestdistanz beträgt der Schnitt 4,9 Liter. Exakt das Gleiche konsumierte die GS während der großen Dauertestausfahrt (Heft 16/2000), von Stuttgart über die Alpen ins italienische Grado und zurück. Während sich die gleich starke Kawasaki W 650 auf 1500 Kilometer 90 Liter, Cruiser Yamaha Wild Star gar lästerliche 104 Liter reinzieht, nuckelt die GS nur 75 Liter Hochoktaniges aus ihrem unkonventionell im Heck positionierten Tank.
Zum Thema hochoktanig: Die jüngsten GS ab Oktober 2001 vertragen serienmäßig Normalbenzin, zwischen Februar und September produzierte Exemplare benötigen dazu ein Software-Update vom Händler, Kostenpunkt für Modelle bis August 100 Mark, für September-Versionen kostenlos. Vor Februar 2001 gebaute 650er lassen sich mittels einer anderen Einspritzdüse für rund 400 Mark umrüsten.
Doch zurück zur Dauertestfuhrpark-Reise. Knapper Kommentar der Beteiligten: »Einfach zu fahren, für einen Single sehr drehfreudig, selbst auf der Autobahn zu gebrauchen. Kein Pendeln, sogar bei Höchstgeschwindigkeit und montierten Koffern bleibt die GS spurstabil.« Lediglich die geringen Federungs- und Dämpfungsreserven des Federbeins, speziell bei flotter Fahrt im Soziusbetrieb, ebenso wie die im beladenen Zustand eingeschränkte Bodenfreiheit stoßen auf Kritik. Als lohnende Investitionen erweisen sich hingegen ABS und Heizgriffe. Diese aufpreispflichtigen Extras ordern gut 95 Prozent der bundesrepublikanischen Käuferschaft – und werden in der Leserresonanz durchweg positiv beurteilt.
Weniger positiv: die außerplanmäßigen Stopps im Langstreckentest-Marathon. So hängt bei Kilometerstand 24050 das Anlasserrelais und wird im Rahmen einer Rückrufaktion getauscht. Ansonsten verschleißt die 650er zwei Satz Bremsbeläge vorn sowie zwei Kettensätze, die jeweils 20000 Kilometer überstehen. Nicht ganz so lange halten die Reifenpaarungen Metzeler Tourance beziehungsweise Pirelli MT 80, die nach jeweils zirka 12000 Kilometern gewechselt werden müssen und in puncto Grip beide gute Noten kassieren. Ölverbrauch? Praktisch nicht messbar, lediglich die Ölkontrolle gestaltet sich problematisch. Übervorsichtige kippen der GS daher schon mal einen halben Liter zu viel in den gut zugänglichen Einfüllstutzen.
Wenig Überraschungen gab’s dann zum Abschluss des Kilometermarathons: Messwerte auf Anfangsniveau, und zwar sowohl Motor- als auch Fahrleistungen, ließen schon Gutes erahnen und werden nach dem Sezieren sogar noch getoppt. Ein durchweg guter bis exzellenter Zustand der Motorinnereien lassen die F 650 GS glänzend dastehen. Fast alle Bauteile weisen sogar noch ihre Einbaumaße auf - bei großvolumigen Einzylindern in Anbetracht der Laufleistung nicht gerade selbstverständlich und ein Zeichen für den hohen Reifegrad des Aggregats.
Lediglich ein Getrieberad des vierten Ganges zwingt durch beginnendes Pitting zu einem Austausch und die von Brandspuren gezeichneten Auslassventilsitze sollten nachgeschliffen werden. Ansonsten kann der bei Rotax gefertigte Einzylinder ohne Umschweife wieder zusammengebaut werden. Damit besitzt die F 650 allerbeste Voraussetzungen, um unter einem neuen Besitzer auch in Zukunft grosse und kleine Touren in Angriff zu nehmen. Fazit: Mit der kleinen GS hat BMW eine pfiffig gemachte, standfeste Allround-Enduro auf die Räder gestellt, die mit ihrer agilen Art Fahspaß pur von City-Slalom bis Alpenpass verspricht.
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BMW nimmt Stellung...

...zur verschlissenen KupplungAufgrund unserer Nachfrage beim reparierenden Händler war die Kupplungnicht verschlissen, sondern zeigte kurz nach der 30000-Kilometer-InspektionDurchrutschen. Dies ist wahrscheinlich auf die Verwendung eines teilsynthetischen Öls (synthetische Öle enthalten Reibungsminderer) zurückzuführen.Wir empfehlen den Einsatz von Mineralöl der Spezifikation SH und davor, 15W-40. Verschleiß bei diesem Kilometer-Stand ist nicht bekannt....zum undichten WasserkühlerUndichte Kühler durch Haarrisse konnten vereinzelt auftreten. Austausch imRahmen der Gewährleistung....zum defekten AnlasserrelaisAb September 2000 wurden die Diodenrelais wegen dieses Fehlers kostenlosausgetauscht.... zu Motoraussetzern, zu hoher Leerlaufdrehzahl, problematischemStartverhaltenHier können verschiedene Einflüsse zusammentreffen. Unsere Händler sind mitRundschreiben über die verschiedenen Maßnahmen informiert.Wichtig ist, dass bei Motorneustart zwischen Zündung aus/ein mindestens sieben Sekunden verbleiben, um die Anpassung des Leerlaufstellers über dieSteuerelektronik zu ermöglichen....zum undichten ÖldruckschalterDer Öldruckschalter wurde ab Kalenderwoche 24/2001 verbessert....zum einklappenden AußenspiegelDie Kugelpfanne der Spiegel wurde im Material geändert und versteift....zur mangelhaften Befestigung des StaufachdeckelsDer Deckel wurde so geändert, dass der Schlüssel nur imabgesperrten Zustand abgezogen werden kann, um Fehlbedienungenauszuschließen. Zusätzlich wurden Blechwinkel zur Versteifung des Heckteils angebracht....zum Pitting am Getriebezahnrad des vierten GangesDas vorgefundene Pitting ist unbedenklich. Es sind uns keine Ausfälle (auchaus den Dauererprobungen) bekannt. Trotzdem wurde die Bearbeitung derZahnräder optimiert.

Lesererfahrungen

Am 17. März habe ich eine neue F 650 GS übernommen, und am gleichen Tag musste ich bereits reklamieren.Die gesamte Verkleidung war schief aufgesetzt, der linke Blinker ist zirka. einen Zentimeter niedriger als der rechte. Außerdem war der Rahmen an den Gabelholmen rostig.Bei der ersten Inspektion wurde der Rost mit Tupflack beseitigt, an den Spaltmaßen und dem schiefen Vorbau konnte laut BMW nichts gemacht werden. Im Mai reklamierte ich dann insgesamt sechs Roststellen am Hauptrahmen. Hier möchte ich anmerken, dass die Maschine in einer beheizten Werkstatt steht und in der Regel nur bei gutem Wetter gefahren wird.Eine so schlecht verarbeitete Maschine, die zudem vom ersten Tag an rostet, habe ich noch nicht erlebt. Zudem hat die GS im beladenen Zustand auf Rollsplitt und bei Spurrillen auf der Autobahn eine Pendelneigung, die ich von anderen Motorrädern her nicht kenne. Ich bin 39 Jahre alt und fahre seit 21 Jahren Motorrad, und mein Fazit lautet: nie wieder BMW!Dieter Grunert, DortmundNach zwei BMW-Boxern und einer Moto Guzzi Le Mans III kaufte ich mir nach zehn Jahren Moped-Abstinenz im April 2001 die kleine GS zum Wiedereinstieg. Die niedrige Sitzhöhe, eine entspannte Sitzposition, spielerisches Handling und der laufruhige Motor begeistern immer wieder. Der Verbrauch lag nie über fünf Litern auf 100 Kilometer. Selbst mit zwei Personen und Gepäck bei strammer Landstrassenfahrt war bei 4,9 l/100km Schluss.Nachträglich habe ich noch einen Kohlefaser-Kotflügel von Wunderlich über dem Vorderrad montiert, um den aufsteigenden Wassermassen bei Regenfahrten Herr zu werden. Eine sehr nette, aber auch kritische Fan-Gemeinde gibt’s im Internet unter www.f650-forum.de.Peter Kilian, FrechenIm Februar dieses Jahres habe ich bei einem Händler eine zehn Monate alte F 650 GS Dakar mit einer Kilometerleistung von 1400 Kilometern gekauft und bin seither gut 8000 km gefahren.Lediglich die ab etwa 100 km/h auftretenden Windgeräusche finde ich störend. Das Fahrwerk der Dakar ist für Landstraßen aller Art optimal abgestimmt und auch bei Urlaubsfahrten mit Gepäck nicht überfordert. Bei Kilometer 6400 wurde der Kühler an der oberen linken Befestigungslasche undicht. Da die einjährige Garantie bereits abgelaufen war, habe ich einen Kulanzantrag stellen müssen. BMW hat den neuen Kühler und die Hälfte des Arbeitslohns übernommen, so dass ich mit 150 Mark Reparaturkosten davongekommen bin.Mein Fazit: Die Dakar ist das beste Motorrad, das ich je besessen habe.Michael Mergner, BeckumBis jetzt war ich 6030 Kilometer mit der GS unterwegs. Nie ein Problem. Handlich ohne Ende. Zuverlässig wie nur was. Das Koffersystem ist tadellos. Viel Platz und gar nicht windempfindlich. Die 50 PS reichen voll aus, ab 2500 Umdrehungen geht die Post ab. Auf der Autobahn nervt der mangelnde Windschutz ein wenig, was an meinen 1,87 Metern Körpergröße liegen könnte.Thomas Brandies, Tübingen 15000 Kilometer habe ich bei jedem Wetter zurückgelegt und kann als »Sonnenseiten« der kleinen BMW die exzellente Straßenlage, den tollen Durchzug und einen niedrigen Verbrauch sowie ihr ABS und das perfekte Gepäcksystem aufführen.Alles tritt aber in den Hintergrund, wenn mein Motorrad oft in der Werkstatt steht und ich in den Sommermonaten Anmeldefristen von drei Wochen (BMW Niederlassung München) in Kauf nehmen muss. Zudem sind die »Schattenseiten« zahlreich: Heizgriff defekt - Garantie. Bei der 10000-Kilometer-Inspektion wurden zwar nur die hinteren Bremsklötze getauscht, der Kostenpunkt lag jedoch bei 500 Mark! Der Kühler leckte - Garantie. Nach 16000 Kilometern war die Kette verschlissen und der Motor starb oft ab. Daraufhin wurde die Elektronik neu eingestellt sowie eine neue Kette montiert: 480 Mark.Im Augenblick, zwei Monate nach Ablauf der Garantie, steht mein Motorrad mit defektem Radlager hinten und Ölverlust am Motor in der Werkstatt. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass die F 650 GS nicht für 17000 Kilometer pro Jahr geschaffen ist.Philipp Yu, PfaffenhofenDas Handling der GS finde ich super. Sie ist vielseitig und vor allem total bequem. Leider lässt die Verarbeitung an manchen Stellen zu wünschen übrig, das ist gar nicht bayrisch und sehr schade. Weiterempfehlen kann ich sie jedem. Besonders das Koffersystem bekommt ein großes Lob.Britta Kaiser, TammIch fahre meine kleine GS jetzt seit über einem Jahr und bin sehr zufrieden. Schalten muss ich allerdings oft, untertourig will sie nicht gefahren werden. Auf einer Slowenien-Tour passierte es dann: Meine GS ließ sich nicht mehr abstellen. Der Schlüssel war abgezogen, die Sicherung draußen, aber sie wollte immer wieder anspringen. Später erfuhr ich zu Hause von dem Rückruf wegen des Relais für den Anlasser.Der Verbrauch ist Klasse, 320 Kilometer weit komme ich auf jeden Fall. Das Aufbocken auf den Hauptständer ist für mich allerdings ein Kraftakt. Ilona Lobinger, PassauEnde 2000 wurde meine F 650 GS, eine der ersten tiefergelegten in der Schweiz, geliefert. Bis Mitte August 2001 bin ich 17000 Kilometer gefahren. Bei meiner Grösse von 1,60 Metern ist die F 650 GS ideal, allerdings braucht die Maschine zusätzlich eine Vorderradabdeckung, da man sonst bei nasser Fahrbahn schnell aussieht wie ein Motocross-Fahrer. Zudem habe ich Handprotektoren und die hohe Scheibe der Dakar montiert. Leider sind bei meiner GS zwei Schäden aufgetreten. Bei Kilometerstand 14000 war die Dichtung der Wasserpumpe defekt, wurde aber auf Kulanz getauscht. 1000 Kilometer später ging der Kühler kaputt und wurde auch kostenfrei repariert.Andrea Höch, Greppen CHMeine zwiespältigen Erfahrungen mit der BMW begannen im Juni 2000. Schon im Neuzustand lief der Motor nicht richtig, ging immer wieder aus. Infolge dessen wurde insgesamt viermal die Motorsoftware getauscht, bis der Single einigermaßen lief. Bei Kilometer 2800 waren die Diodenrelais für den Anlasser dran. Darauf folgte die Rückrufaktion wegen der Hinterradschwinge. 400 Kilometer später war so viel Benzin im Öl, dass der Öltank während der Fahrt überlief. Bei BMW wurde der Motor untersucht. Kein Ergebnis. Dann im Juni die erste große Tour. Zwei Tage lief alles problemlos, bis in Italien drei Vorderradspeichen brachen. Eine Acht im Vorderrad sowie das Ausfallen des ABS, des Tacho und des Kilometerzählers waren die Folge. Bei Kilometerstand 5487 wurde das Vorderrad getauscht. 500 Kilometer später verabschiedeten sich erneut vier Speichen. Es folgte ein Austausch der vorderen Felge. Instrumententräger, Cockpit und Anbauteile lassen sich auch bei neuer Montage nicht gerade anbauen. In zehn Monaten musste die GS zirka zehnmal außerplanmäßig in die Werkstatt.Jürgen Wieser, Bietigheim

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