Langstreckentest Suzuki GSX 1300 R Hayabusa

Spanners World

2,46 Mark. Eine halbe Schachtel Zigaretten. Ein Aldi-Lippenstift. Eine Steuerketten-Spannfeder der Suzuki GSX 1300 R. Bricht diese Feder, ist Motorschaden angesagt. Bei der Langstreckentestmaschine von MOTORRAD brach sie gleich zweimal.

Hayabusa. Ornithologen denken an einen japanischen Jagdfalken, der seine Beute mit 300 km/h schlägt, Zweiradfans an das zum Zeitpunkt seines Erscheinens schnellste Serienbike der Welt. 175 PS, über 300 km/h, 22990 Mark. Von der Boulevardpresse mit reißerischen Schlagzeilen als Inkarnation des Bösen angeprangert, hinterließ sie beim Laien Aufschreie der Empörung. Von Anstiftung zur Raserei bis Selbstinszenierungsmittel für Verklemmte war da die Rede.
Doch sie säte Neid und erntete im rauen Alltag – Lob. Von allen, die sie bewegten. Von allen. Tourenfahrer, Sportfreaks, ja sogar Zweizylinder-Fans. Mittlerweile rollen über 3500 Hayabusen auf deutschen Straßen. Eine davon musste sich im MOTORRAD-Langstreckentest bewähren.
19. März 1999. Kollege Matthias Schröter nimmt den Schlüssel und die Einfahrvorschriften der GSX 1300 R entgegen: Bis Kilometerstand 800 maximal 5500/min. Sein erster Eintrag ins Fahrtenbuch: »Kupplung ist schwergängig, das Abblendlicht bescheiden, und in den Spiegeln sieht man nicht viel. Na ja, muss man auch nicht mehr, wenn sie eingefahren ist...« Kaum eingefahren, nimmt sie Mitarbeiter Ditmar Kurz mit auf Pässe-Tour durch die Schweiz und Frankreich und notiert: »Nur fünf Liter Verbrauch bei gemütlicher Landstraßenfahrt, sehr souveränes Fahrverhalten, die Gänge müssen jedoch mit Druck geschaltet werden. Sogar für Urlaubsfahrten mit Sozius geeignet. Ein Motor, der geil macht.« Na prima.
Vollgas-Testfreak Stefan Kaschel stößt in den Kassler Bergen mit der Hayabusa an seine Grenzen. Die Hayabusa nicht. Seine Notiz: »Selbst bei Topspeed vollkommen stabil, angenehmes Reisemotorrad. 150 Kilometer in 40 Minuten. Aber: schlecht dosierbare Bremsen, kernige Vibrationen ab 5000/min, Getriebe schlecht schaltbar.«
Es wird Mai. Alle Testfahrer sind noch im Besitz des Führerscheins. Obwohl die Motorleistung verführt. Scheinbar jedoch mehr zu schaltfaulem Gleiten statt hirnlosem Rasen. Der Autor erscheint nach einer längeren Autobahnetappe mit besorgniserregender Meldung im Büro: »Pendeln in schnellen Autobahnkurven bei Geschwindigkeiten über 200 km/h.« Ein Phänomen, das immer dann auftritt, wenn der Reifen durch langes Geradeausfahren »eckig« gefahren wird. Eine neue Pelle –, übrigens schon die zweite auf 7500 Kilometern – und das Problem ist beseitigt. Nein, Fahrwerksunruhen sind diesem Motorrad nahezu fremd. Selbst bei Topspeed, den angeprangerten 300 km/h.
Der Juni `99 schmilzt so dahin. Mit ihm die Kilometer. Die hinteren Reifen auch. Sportredakteur Michael Rohrer cruist mit Sozia durch die italienischen Alpen und schwärmt genau wie ACTION TEAM-Tourguide Daniel Lengwenus über Sitzkomfort und die Sicherheit, die Motor und Fahrwerk bieten.
Das erste Problem tritt bei Kilometerstand 13000 auf. »Motor nimmt das Gas nur schlecht an, wenn die Drosselklappen nach hohen Tempo etwas geschlossen werden«, notiert Stefan Kaschel. Das passiert auf den nächsten 5000 Kilometern noch öfters. Als des Wurzels Übel kristallisiert sich schließlich ein zu feiner Benzinfilter innerhalb der Kraftstoffpumpe heraus. Schmutzpartikel im Kraftstoff blockieren den Benzinfluss. Davon ist nicht nur die MOTORRAD-Hayabusa betroffen. Bei sämtlichen ausgelieferten GSX 1300 R-Modellen werden die Filter im Rahmen der Inspektion vorsorglich getauscht. Noch während der Motor mit Schluckbeschwerden zu kämpfen hat, zieht sich ein anderes Wehklagen durchs Fahrtenbuch: Beim Anfahren rupft die Kupplung extrem. Auch das nehmen die Fahrer zunächst in Kauf.
Servicemann Holger Hertnek schnappt sich den japanischen Jagdfalken, geht auf Urlaubstour und schreibt begeistert: »Anfängliche unbegründete Abneigung wandelt sich schnell in Begeisterung für das überaus souveräne Dahinbrummen. Die 1300er vereint die Vorteile von Eisenbahn und Flugzeug: fährt wie auf Schienen, schiebt wie ein Düsenjet.«
Der Schub endet abrupt bei Kilometerstand 24295. Techniker Waldemar Schwarz kann seine Wochenendtour nicht beenden. Eine kleine Feder des Steuerkettenspanners ist gebrochen, die Vorspannung nicht mehr gewährleistet, die Kette übergesprungen. Das Resultat sind sechs verbogene Auslassventile und einige geborstene Ventilführungen. Was nun? Um einen zügigen Langstreckentest zu gewährleisten, wird der ganze Kopf im Rahmen der zweijährigen Garantie getauscht. Kurze Zeit später erfolgt von Seiten Suzukis ein Rückruf. Ein modifizierter Steuerkettenspanner wird kostenlos und vorsorglich in allen ausgelieferten Maschinen eingebaut.
Weiter geht’s. Zwei Reifen später – der Verschleiß für Hinterreifen pendelt sich über die gesamte Fahrdistanz bei 3100 Kilometer ein – notiert Tester Gerry Wagner fasziniert: »Lenker zehn Zentimeter höher, giftigere Bremsbeläge und eine funktionierende Kupplung, dann wäre sie mein.« Beide von MOTORRAD getesteten Reifen Dunlop D 207 sowie Bridgestone BT 56 überzeugten durch gute Allroundeigenschaften. Der BT 56 zeigte jedoch bei Nässe geringfügig bessere Haftung. Verschleiß? Na ja, je nach Gasstellung.
Nächster Eintrag: Erneut ein deftiger Kommentar zur Kupplung, der hier allerdings nicht wiedergegeben werden soll. Bei der 30000er-Inspektion wird diesem Phänomen auf den Zahn gefühlt. Ergebnis: Kupplungskorb, -lamellen, -federn und -Stahlscheiben in Ordnung. Lediglich die Klauen der Servoeinheit sind ausgeschlagen. Die Servoeinheit begrenzt im Schiebebetrieb das Drehmoment und soll Hinterradstempeln vermeiden. Leider tritt sie unbeabsichtigt auch beim Anfahren in Aktion und bewirkt Drehmomentschwankungen, die sich als Rupfen auswirken. Das Teil wird auf Garantie ersetzt. Zunächst herrscht Ruhe.
Leider nur für 2000 Kilometer. Dann rupft schon wieder die Kupplung beim Anfahren. Hinzu kommt ein Anlasserfreilauf, der durch gruslige Geräusche auf sich aufmerksam macht. Die Busa bekommt einen neuen. Auf Garantie. Außerdem wird die Servoeinheit bei Kilometerstand 36108 nochmals gewechselt. Auffällig auf den nächsten 5000 Kilometern sind Einträge wie diese: »Bike hat seinen Charme verloren, Vibrationen und Lastwechsel haben zugenommen, Motor läuft rauer als zu Beginn.« Auch auf das Knacken im Lenkkopflagerbereich, gleich ab Werk geliefert, wird immer wieder hingewiesen. Doch Experten entwarnen: Fertigungsbedingt besteht zwischen dem Steuerrohr und dem Innenring der Lenkkopflager bei manchen Herstellern geringes Spiel. Dies sorgt bei starken Fahrbahnunebenheiten für Knack-Geräusche. Alles in Ordnung.
Für Mitarbeiter Harry Biehl, Chopperfreak und passionierter Bummler nicht. Er entdeckt auf seiner Autobahntour nach Norddeutschland immer mehr Geisterfahrer. Eine optische Täuschung. Es handelt sich nicht um Gegenverkehr, sondern um langsamere Verkehrteilnehmer. Sein Fazit: »Ein traumhaftes Tourenmotorrad, immer kontrollierbar, bilderbuchmäßige Leistungsentfaltung, selbst auf schlechten Straßen noch komfortabel, trotz der Scheißkupplung einfach erste Sahne.«
Testerin Monika Schulz wird für eine Einsteigergeschichte dazu verdonnert, den Falken mit nur 34 PS zu fliegen. Onliner Andy Schulz fährt anschließend mit der gedrosselten GSX heim und schreibt: »Das Bike hat einen wichtigen Teil seiner aktiven Sicherheit und Souveränität verloren. Man fühlt sich als Scharlatan. Völlig impotent aber mit den Insignien der Macht gesegnet.«
Doch die Macht kehrt zurück. Und mit ihr ein defektes Radlager vorn. Kilometerstand 44345. Daniel Lengwenus entführt die Hayabusa auf eine Pässe-Tour in die italienischen Alpen. Es wird der letzte Flug des Falken. Hoch oben in 956 Höhenmetern, auf dem Kopf des Passo del Bocco, kündigen rasselnde Geräusche den Exitus an. Ein kurzer Schlag – die GSX 1300 R steht. Erneut ist die Feder des Steuerkettenspanners gebrochen, hat sechs Einlassventile verbogen, vier Ventilführungen aufgesprengt. Zwei Motorschäden in einem Jahr. MOTORRAD entschließt sich, den Langstreckentest bei Kilometerstand 46357 statt der üblichen 50000 abzubrechen.
Die Hayabusa muss Federn lassen. Wird zerlegt, vermessen, begutachtet. Außer einem Haarriss an der Schweißnaht der Krümmerverbindung und stumpfer Tanklackierung gibt es äußerlich nichts zu beanstanden. Beim Zerlegen offenbart sich, dass die Servoeinheit schon wieder hinüber ist. Außerdem werden die monierten Schaltprobleme offensichtlich: Die Klauen des Schieberades des dritten und vierten Gangs sowie deren Gegenstücke des fünften und sechsten Gangs auf der Vorgelegewelle sind stark angegriffen. Die dazugehörige Schaltgabel ebenso. Insgesamt müssen vier Zahnradpaare ausgetauscht werden.
Ausbrüche an Anlasserzahnrad und –ritzel nötigen ebenfalls zum Tausch, gehen aber auf das Konto des defekten Anlasserfreilaufs. Ansonsten präsentiert sich der Motor in gutem Zustand: Lagerstellen, Nockenwellen, Passungen, Kolben, Pleuel, Kurbelwelle. Ach ja – die Feder des Steuerkettenspanners gibt es übrigens nicht einzeln. 129 Mark kostet der komplette Spanner. Und sicherlich wären zwei bis drei große braune Scheine fällig, um den Motor wieder fahrbereit zu machen. Gottlob geht das auf Garantie.
Die GSX 1300 R hat der Welt eindrucksvoll bewiesen, dass Leistung im Überfluss nicht nur zum Rasen taugt, sondern in jeder Lebenslage hilfreich sein kann. Mit einer funktionierenden Kupplung, einem flutschenden Getriebe und einem standfesteren Steuerkettenspanner wäre die Hayabusa das, was sie eigentlich jetzt schon ist. Ein Garant für ultimativen Fahrspaß. Nur haltbarer.
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Suzuki nimmt Stellung - Suzuki GSX 1300 R Hayabusa

Zu der gebrochenen Feder des Steuerkettenspanners
Im November 1999 haben wir unsere autorisierten Suzuki-Händler und alle bis zum damaligen Zeitpunkt bekannten Suzuki GSX 1300 R Hayabusa-Kunden angeschrieben. Bis zu diesem Zeitpunkt waren einige Steuerkettenspanner als defekt gemeldet worden. Ein modifizierter Spanner wurde im Rahmen einer Rückrufaktion in allen Modellen bis zur Fahrgestellnummer JS1A1111200103971 getauscht. In Fahrzeugen mit einer höheren Fahrgestellnummer ist bereits der modifizierte Spanner verbaut und ein Tausch daher nicht notwendig.
Der zweite Steuerkettenspanner-Federbruch an dem Langstreckentestmotorrad ist als Einzelfall zu sehen. Wir haben keine Information darüber, dass dies im Wiederholungsfall am Markt nochmals vorgekommen ist. Das defekte Bauteil wird jedoch zur Untersuchung an unsere Hersteller weitergegeben.

Zu den Kupplungsproblemen
Wir denken, dass dieses Symptom zu einem gewissen Teil den harten Testbedingungen bei MOTORRAD zuzuordnen ist. Abhilfe bei solchen Symptomen können härtere Kupplungsfedern mit der ET-Nr. 21413-24F10 sein, die in den 2000er-Modellen verbaut werden.

Zum Getriebe
Das Getriebe verlangt, konstruktionsbedingt durch die großdimensionierten Zahnradpaarungen, mit Nachdruck geschaltet zu werden. Wie es zu dem übermäßigen Verschleiß an den Mitnehmerklauen der Zahnräder und der Schaltgabel an der Dauertestmaschine kommen konnte können wir derzeit nicht erklären. Das komplette Getriebe werden wir zwecks genauer Untersuchung an den Hersteller weiterleiten.

Zum Anlasser
Die Ausbrüche an Ritzel und Anlasserzahnrad sind die Folge von einem nicht lösendem Anlasserfreilauf. Dieser weist starke Gebrauchsspuren auf und sollte getauscht werden.

Zur Bremswirkung
Bei der Konstruktion der Bremse wurde bewusst Wert darauf gelegt, Überbremsungen zu vermeiden. Sie ist sowohl in der Dosierung als auch Wirkung jeder gefahrenen Geschwindigkeit gewachsen.

Zum Riss am Auspuff
Derartige Schäden sind nicht bekannt geworden. Wir betrachten den Riss an der Schweißnaht als Einzelfall.

Lesererfahrungen - Suzuki GSX 1300 R Hayabusa

Suzukis Jagdfalke räubert inzwischen über 3500 Mal auf deutschen Straßen. Welche Erfahrungen haben die Falkner gemacht?
Nach 26 Jahren als Tourenfahrer mit Maschinen wie fünf diverse BMW, drei Kawasaki ZZR 1100, drei Yamaha FJ1200, diverse Gold Wing, zweimal Suzuki GSX-R 1100 kam mir die Hayabusa wie gerufen. Schon in der Einfahrzeit imponierte mir die Suzi in allen Belangen. Im Laufe einer längeren Frankreichtour verschluckte sich der Motor häufig, starb sogar ganz ab. Im Rahmen einer Inspektion outeten sich die Benzinfilter im Tank und vor der Benzinpumpe als Ursache. Sie waren mit Schnutzpartikeln zugesetzt. Das Fahrwerk bleibt selbst mit montierten Givi-Koffern bis 260 km/h noch stabil und neutral. Ein Top-Fahrwerk. Nach 32 000 Kilometern bin ich total zufrieden mit der Maschine.
Olaf Schälke, Neustadt

Seit April 2000 habe ich 5500 Kilometer zurückgelegt. Über Fahrwerk, Motor und Handling kann ich nicht klagen. Was nervt, sind die Vibrationen ab 5000/min und der Reifenverschleiß – 3800 Kilometer bei moderater Fahrweise. Meiner Meinung nach liegt das nicht an der Leistung der Hayabusa, sondern an der zu weichen Mischung des Bridgestone BT 56.
Dirk Leuteritz, München

Als langjähriger Honda-Fahrer habe ich mich im Mai 1999 spontan ohne Probefahrt zum Kauf der Hayabusa entschlossen. 18 000 Kilometer habe ich bislang zurückgelegt. Die Hayabusa hat mich in allen Punkten positiv überrascht. Gleichmäßige Leistungsentfaltung, ein sehr stabiles Fahrwerk – eine beeindruckende Demonstration moderner Motorradtechnik. Besonders das Handling des schweren Sporttourers steht dem meinen zuvor gefahrenen Fireblades nur wenig nach. Lange Touren sind problemlos. Die Sitzposition ist für mich (1,88 Meter) genau passend. Die Motorleistung fordert ihren Tribut. Der BT 56 hält zirka 4000 Kilometer und überzeugt durch gute Fahreigenschaften. Leider gibt es bei ihm immer wieder Lieferengpässe. Fazit: Großer Fahrspaß mit meinem bislang besten Motorrad. Für mich ist die Hayabusa immer noch die erste Wahl.
Gerry Münch, Köln

Ich bin 48 Jahre alt und fahre seit 26 Jahren Motorrad, pro Jahr zirka 15 000 Kilometer. Meine 1999 gekaufte Hayabusa begeistert mich immer wieder auf’s Neue. Ich habe endlich meine Traummaschine gefunden. Mit einer höheren Scheibe, höheren Lenkerstummeln, die Fußrasten nicht so eng am Fahrwerk und etwas tiefer platziert wäre sie ideal. Ehrlich gesagt: Die Höchstgeschwindigkeit habe ich noch nicht ausprobiert. Wichtiger sind der Durchzug, die Stabilität und Souveränität der Suzuki. Auch das Handling finde ich für ein Bike dieser Größe sagenhaft.
Klaus Benker, Nottuln

Seit März 1999 bin ich 17 000 Kilometer mit der Hayabusa gefahren. Probleme mit ruckender Gasannahme und Leistungsmangel wurden durch den Austausch der Benzinfilter im Rahmen der Garantie behoben. Auf dem Dynojet-Prüfstand wurden 159 PS am Hinterrad gemessen. Topspeed nach Tacho: 328 km/h. Nach dem Anbau einer Akrapovic-Fullracing-Anlage erhöhte sich die Topspeed auf 338 km/h, es wurden 164 PS am Hinterrad gemessen. Von Beginn an habe ich die Schaltbarkeit des Getriebes kritisiert. Bei ruhiger Fahrweise sind die höheren Gänge nur mit hohem Kraftaufwand zu schalten. Hinzu kommt ein ruckartiges Einkuppeln beim Anfahren, was gelegentlich zum Abwürgen des Motors führt. Trotzdem wird mein nächstes Motorrad wieder eine Hayabusa sein.
René Nelis, Roosendaal, Niederlande

Nach 4000 Kilometern Hayabusa-Erlebnis wünsche ich mir eine höhere Verkleidung, weniger Gewicht und besseres Handling. Jede 600er zeigt mir auf der Landstraße die Zähne. Aber: Die nächste Gerade kommt bestimmt. Die mediale Tortenschlacht um hirnlose Raser ist für mich völlig unverständlich, denn diese Maschine ist letztlich auch nicht gefährlicher als jedes moderne Sportmotorrad.
Horst Thomas, Borken

Internetfreaks finden auf der Seite http://www.hayabusa.de ein Forum

Abnutzung - Suzuki GSX 1300 R Hayabusa

Zylinderkopf: Nockenwellen, –lagerstellen und Tassenstößel mit geringfügigen Laufspuren. Steuerkettenspanner defekt. Sechs Einlassventile krumm, drei Ventilführungen gerissen, Ventilsitze müssen gefräst werden.

Zylinder, Kolben, Kurbeltrieb: Pleuelaugen und Kolbenbolzen sind in hervorragenden Zustand. Zylinder teilweise leicht konisch, Wiederverwendung jedoch möglich. Kolbenböden mit leichten Kerben, Das Laufbild der Kolben ist einwandfrei, kaum Verschleiß messbar. Kurbelwelle und Lagerstellen in gutem Zustand.

Getriebe: Bedingt durch die verschlissenen Mitnehmerklauen, müssen die Zahnradpaarungen des dritten bis sechsten Gangs sowie die dazugehörige Schaltgabel erneuert werden.

Kupplung: Die Klauen der Servoeinheit sind verschlissen, Kupplungsreibscheiben sind plan, Lamellen unterliegen geringfügigen Verschleiß, Korb und Nabe mit leichten Laufspuren.

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