Acht rein subjektive Anzüglichkeiten ... (Archivversion) Diskussionsstoff

... über das, was MOTORRAD bei dieser Deutschlandfahrt gesehen hat

Tragen BMW-Fahrer mit Vorliebe einen Klapphelm?
Ohne Vorbehalt: ja! Die meisten BMW-Fahrer, ob Boxer oder Four, waren mit Klapphelm unterwegs, viele davon mit einem Schuberth.

... und außerdem Markenklamotten aus gleichem Haus?
Weniger. Der Großteil trägt zwar funktionelle Textilbekleidung aus dem Hochpreis­sektor, die aber oftmals nicht von BMW kommt. Ausnahme: Pärchen waren häufig im BMW-Partnerlook unterwegs.

Wie verbreitet ist die gefürchtete Braincap?
Ganz ehrlich: Wir haben keine zu Gesicht bekommen. Dafür aber gelegentlich die Stahlhelmfraktion in der Regel unterwegs auf Harley-Davidson.

... und die Jeans-Turnschuh-Kombi?
Schon häufiger zu sehen. Besonders gegen Abend steigt die Wahrscheinlichkeit, auf schweres Denim und leichte Nylontreter zu treffen. Häufigste Entschuldigung: Komme so von der Arbeit, wollte noch schnell am Treff ’nen Kaffee trinken.

Stimmt die Farbskala schwarzer Norden, bunter Süden?
Ein Ja mit Einschränkungen. Die dunkelsten Anzugstypen sahen wir im Pott. Aber auch die Südschiene fiel nicht durch besonderen Farbenfrohsinn auf. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit größer, hier auf bunte Vögel zu treffen.

Ist denn Lila und Mintgrün noch angesagt?
Nicht mehr richtig. Die »In-Farbe« aus den späten Achtzigern hat definitiv an Verbreitung verloren. Die wenigen Träger gaben sich allerdings überzeugt: Dieses Farbenspiel kommt wieder ...

Uraltes Motorrad, uralte Klamotten?
Definitiv nein. Eher werden auf flammneuen Bikes deutlich ältere Klamotten getragen.

Was ist wichtiger: Komfort oder Schutz?
Schwer zu beantworten. Interessant jedoch, dass gerade junge Biker stets auf die Schutzfunktion der Kleidung großen Wert legten und vielfach in Leder unterwegs waren. Dagegen gaben sich ältere Motorradfahrer mit dem Hinweis auf Kälte- und Nässeschutz eher komfortbetont und waren häufig in Textilanzügen anzutreffen.

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