Akkubeheizte Unterwäsche Strombuxe

Der Zweiteiler des Herstellers WarmX (www.warmx.de) aus dem thüringischen Apolda erinnert irgendwie ein wenig an die Dienstkleidung von Tamara Jagellovsk, ihres Zeichens Sicherheitsbeamtin und Aufpasserin von Commander McLane, dem eigensinnigen Befehlshaber auf Raumschiff Orion.
Obwohl die kultige TV-Serie mittlerweile über 40 Jahre alt ist, wirkt die Kluft immer noch sehr futuristisch. Ist sie auch, denn in den hellen Partien der Unterwäsche sind versilberte Polyamidfäden eingewoben. Je nach Dichte dieser leitenden Fäden wird der elektrische Widerstand höher, und die Temperatur steigt. So lassen sich ganz gezielt bestimmte Regionen beheizen. Bei der Hose sind das die Füße, die Knie und Partien der Beine. Beim Oberteil liegt der Schwerpunkt der Wärme abgebenden Stellen auf der Nieren-gegend, da hier das Kälteempfinden besonders groß ist.
Beide Teile sind in allen gängigen Damen- und Herrengrößen erhältlich, da es für einen überzeugenden Wärmeeffekt wichtig ist, dass die Unterwäsche eng am Körper anliegt. Die benötigte Energie kommt aus je einem Lithium-Ionen-Akku mit integrierter elektronischer Steuerung. Die Akkus werden in dafür vorgesehene Taschen gesteckt und über Druckknöpfe mit der Kleidung ver-bunden. Bei der Heizleistung stehen drei Stufen zwischen zwei und sieben Watt zur Wahl. Was beim Tragen etwas stört, sind die Dioden in den Akkus, die je nach Heizstufe in unterschiedlicher Frequenz blinken.
In der Praxis ist es so, dass man die Wärme nicht unbedingt direkt spürt, andererseits jedoch registriert, dass es einem nicht kalt wird. So lässt sich beim Motorradfahren der eine oder andere Fleece unter der Jacke sparen, was der Beweglichkeit zugute kommt.
Als nicht ganz der Weisheit letzter Schluss hat sich die Unter-bringung des Akkus der Hose erwiesen, sitzt er doch genau dort, wo er beim Sitzen am meisten stört. Für diesen Fall gibt es aber ein Verlängerungskabel. Eine Akkuladung hält je nach Heizstufe zwischen zwei und fünf Stunden, bevor sie für deren drei ans Ladegerät muss. Die Kleidung ist problemlos bei 30 Grad in der Maschine waschbar.
Unterm Strich könnte die Heizwäsche durchaus überzeugen, wenn da nicht die Hürde des sehr happigen Anschaffungspreises wäre. Für das Hemd werden 348, für die Hose 398 Euro aufgerufen. Immerhin komplett mit Akku, Elektronik und Ladegerät. Dennoch, da müsste auch Tamara schlucken.

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