Auf dem Prüfstand (Archivversion) Guter Aufschlag

Der Schnitt kann sich sehen lassen: Von 25 getesteten Protektoren scheitern nur zwei am Grenzwert. In Anlehnung an die europäische Norm EN 1621-1 (Gelenkprotektoren) und EN 1621-2 (Rückenprotektoren) hat MOTORRAD auf einem Fallprüfstand* die Restkraftwerte der in den Kombis eingesetzten Protektoren ermittelt. Bei diesem Falltest trifft ein Fünf-Kilo-Fallkörper aus einem Meter Höhe auf den Protektor. Ein Messkopf zeichnet die Restkräfte auf, die im Mittel bei den Gelenkprotektoren 35 Kilonewton (kN) und bei den Rückenprotektoren 18 kN (Klasse 1) beziehungsweise 9 kN (Klasse 2) nicht überschreiten dürfen. Das Gros der Gelenkprotektoren bewegt sich mit Werten zwischen 15 und 25 kN deutlich unter dem Erlaubten. Allerdings müssen diese Werte in der Praxis stark relativiert werden. Das Einhalten der Grenzwerte ist eine Sache, der tatsächliche Dämpfungsverlauf beim Sturz ein ganz anderer. Um den menschlichen Körper besonders gut zu schützen, muss die Kurve des Kraftverlaufs einen weichen Buckel machen und sollte auf keinen Fall zu spitz verlaufen (siehe Grafik). Gefährlich ist der sogenannte Ruckbereich, in dem die flache Kurve plötzlich steil ansteigt. Hier wird der menschliche Körper im realen Sturz-geschehen von extremen Kräften malträtiert, die der Elastizität eines Knochens besonders stark zusetzen und diesen brechen lassen.

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