Bekleidung der Motorrad-Hersteller (Archivversion)

»Das Geschäft rollt an, wir verdoppeln unseren Umsatz jährlich“

Daß die Engländer sich BMW zum Vorbild genommen haben, wird nicht geleugnet. Nach eher zaghaften Anfängen präsentierte Triumph 1995 erstmals ein breites Zubehörprogramm. Zwei Spezialisten beschäftigen sich in Hinkley ausschließlich mit dem Thema Ausrüstung. Das Angebot ist nicht so umfangreich, aber ähnlich breit angelegt wie bei BMW. Dazu zählen Gore-Tex-Textilbekleidung, Lederkombis, Freizeitartikel und mehr oder weniger sinnvolle Accessoires. Die Teile entwirft Triumph zum großen Teil selbst und läßt nach eigenen Vorgaben bei Lieferanten fertigen, so zum Beispiel Lederbekleidung bei Scott Leathers. Vom Umsatz der Münchner mit Accessoires ist Triumph noch weit entfernt. Zumal auch Fehler gemacht wurden. »Zu Beginn waren die Logos viel zu groß«, weiß Ulrich Bonsels heute. Denn so weit wie bei Harley geht die Identifikation mit der Marke aber bei den meisten Triumph-Besitzern doch nicht. Mit dezenteren Aufschriften, passend zu britischem Understatement, verkaufen sich die Kleider nun besser. Zumal auch Kunden anderer Marken zugreifen. Denn 90 Prozent der Händler führen neben Triumph weitere Marken. Dann passiert es nicht selten, daß der Käufer einer »fremden« Neumaschine sich in der Triumph-Zubehörecke einkleidet. Auf diese Weise können Kunden an die englische Marke herangeführt werden, die dann vielleicht irgendwann einmal eine Maschine der Briten kaufen. Entsprechend dem hohen Anspruch wurde nun auch die Präsentation der Accessoires im Laden verbessert. Zum Konzept gehört auch der Triumph Owners Club mit eigener Zeitschrift. Bonsels: »Wir bieten ein Paket, vom Motorrad über die Finanzierung bis zur Uhr.“

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