Bekleidung Pink my Ride

Lässiger, modischer, detailverliebter – so präsentieren sich viele Bekleidungshersteller in der neuen Saison. Mit einem absolut schrägen Auftritt beeindruckte der schwedische Konfektionär Jofama, dessen Hausmarke Lindstrands mit Spinnweben, Camouflage-Mustern und Zebrastreifen durchzogen ist. Spätestens hier müsste jeder jugendliche Rapper »Ride now« schreien und das Motorradfahren zur angesagten Nummer erklären. Genauso schrill: die Supermoto-Kombi von Thor. Ein Ledereinteiler, der mit aufgesteppten Sturzpolstern speziell auf die Bedürfnisse der schrägen Driftkünstler zurechtgeschneidert ist. Wie die harten Jungs auf das Schlafsackdesign reagieren, bleibt abzuwarten. Unglaublich auch die Pink-Schwemme. Nein, dabei handelt es nicht um die ange-
sagte Hardcore-Sängerin, die wir in Köln vermisst haben. Sondern um den fast schon inflationären Gebrauch der Farbe bei Textil- und
Lederkombinationen. Da wurde einem zum Schluss ganz blümerant. Ob sich damit wirklich das Herz der motorradfahrenden Frau erobern lässt?
Viel ansprechender scheint dagegen der Trend, in der Fahrerausstattung die große Zeit der Seventies wieder aufleben zu lassen. In eine optisch leckere Richtung geht das Design des jungen Björn Gericke, Sohn des legendären Hein. Wir sind gespannt, was wir davon im kommenden Jahr in den Shops entdecken können. Bei der zweiten großen Kette Polo werden zu-
sätzlich zu den günstigen
Eigenproduktionen künftig mehr Markenartikel im Sortiment glänzen. Neben den klassischen Furygan-Jacken aus Frankreich, extra-coolen Motorradstiefeln von Puma und sportlichen Renneinteilern von Arlen Ness wird auch die italienische
Edelmarke Spidi vertrieben. In-
teressantestes
Produkt hier:
Die wasserdichte Textiljacke First (Preis zirka 530 Euro), deren Innenjacke als Windbreaker komplett eigenständig zu tragen ist.
Ein absolutes Novum dürfte eine einteilige Cross-Kombination sein, die Acerbis auf ihrem Stand präsentierte. Einen Prototyp hatte Starpilot Stefan Everts bei seinen letzten Rennen im Einsatz. Bei
entsprechender Resonanz will Acerbis sie in Kürze ins Programm nehmen. Nachdem sich übrigens italienische Marken wie Dainese, Alpinestars, Spidi und Spyke hierzulande fest etabliert haben, scheinen nun auch zunehmend französische Anbieter wie Bering oder Ixon in Deutschland Gas geben zu wollen. Der Stil ist lässig und dürfte vor allem Fahrer von klassischen Naked Bikes ansprechen. Gutes Aussehen ist freilich nicht alles. Wie die auf der Intermot präsentierten Produkte im harten Alltagseinsatz abschneiden, wird schon in Kürze in MOTORRAD stehen.

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