Beratung: Knieschleifer (Archivversion) Die Kurve kratzen

Chrrrrrrrrrr – bei den Profi-Schräglagenkünstlern stieben schon mal die Funken. Damit beim nächsten Renntrainings nichts anbrennt, hier ein paar Tipps zum Thema Kneepads für alle Sportfreaks.

»Tolle Kombi, aber müssen die komischen Plastik-Knubbel an den Knien unbedingt dran sein?« Das bekommen Verkäufer häufig zu hören, denn immer mehr Lederkombis sind heutzutage mit Knieschleifern ausgestattet. Im normalen Straßenverkehr machen diese sicherlich wenig Sinn, denn einen dermaßen verwegenen Fahrstil mit dem Knie am Boden praktizieren nur völlig schmerzfreie Kamikaze. Wer aber an einem Rennstrecken-Training beim MOTORRAD ACTION TEAM teilnimmt und das erste Mal dieses kratzende Geräusch vernimmt, wird schnell Gefallen an der Technik des Hanging-off finden. Und für den Alltagsbetrieb lassen sich die Pads dank Klettverbindung leicht abnehmen. Einige Hersteller bieten sogar spezielle Lederabdeckungen an.Bei den Schräglagen-Profis gibt es zwei Kategorien. Die einen ertasten behutsam den Boden, setzen nur ganz leicht auf und verschleißen pro Saison nur wenige Schleifer. Sie bevorzugen meistens die etwas weicheren, sanft aufsetzenden und leiseren Materialien. Die anderen sind die brutalen Fahrer, die sich wirklich abstützen und sogar ihre Slides mit dem Knie kontrollieren, der Materialverbrauch ist entsprechend hoch. Solche Fahrer setzen auf harte Pads, die sich auch bei hohem Druck weniger im Aspalt verzahnt und besser, aber nicht so sanft gleitet. Unangenehm kann es werden, wenn der Knieschleifer in den Kerbs einhakt. Das belastet Knie- und Hüftgelenk sowie Leiste. Gefahr kann außerdem von umherfliegenden Kneepads drohen, Kollege Lindner wurde einmal von einem solchen Geschoss seines Vordermanns schmerzhaft an der Schulter getroffen. Das Problem dabei ist selten die Klettverbindung, eher lösen sich die aufgeklebten Plastikschützer im Laufe der Zeit von ihrer Unterlage. Aus diesem Grund sind viele Pads nicht nur verklebt, sondern zusätzlich festgetackert. Weniger empfehlenswert für den ganz harten Einsatz sind mit Plastikschrauben befestigte Schleifer, die können bei starker Belastung wegreißen. Das gegenteilige Problem gibt es gelegentlich beim Auswechseln, wenn sich der Klettverschluss nur mit schwerem Werkzeug und Gewalt wieder lösen lässt.

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