Brust-/Rückenprotektor: Alpinestars S-MX Bionic Doppelte Panzerung

Rückenprotektor - schön und gut. Aber man kann sich ja nicht immer aussuchen, ob man den Asphalt mit seiner Vorder- oder Rückseite polieren wird.

Foto: mps-Studio
Als ambitionierter Motorradfahrer kann man seinen Körper gar nicht gut genug schützen. Das dachte sich offensichtlich auch Alpinestars, erweiterte seinen beliebten Rückenprotektor um einen Brustpanzer und nannte die Komposition S-MX Bionic-Weste.

Laut Hersteller zielt die Schutzkombi sowohl auf Straßen- als auch auf Rennstreckenfahrer ab. In der Praxis ließ sich der Reißverschluss eines ansonsten gut passenden Einteilers nur mit Mühe über dem ca. 35 mm dicken Brustschutz schließen. Entsprechend stark drückte die Bionic-Weste in aufrechter Position auf die Brust des Fahrers und störte beim Atmen. In Fahrhaltung fiel der Protektor allerdings nicht mehr weiter auf und behinderte auch bei einer längeren Testfahrt kaum.
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Foto: mps-Studio
Laut PS-Rennarzt Dr. Scholl ist allerdings der Nutzen eines solchen Brustschutzes begrenzt. Gegen Rippenbrüche nutze nur ein starres System, das die Atmung des Trägers allerdings stark einschränken würde. Der flexible Brustpanzer von Alpinestars ist also in erster Linie als Schutz gegen Steinschläge und in gewissem Maße gegen Verletzungen durch Lenkerenden zu sehen.

Der Schlagtest lieferte ordentliche Werte, aber die Norm gilt nur für den Rückenschutz; für den Brustschutz gibt es keine.

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