Das gewisse Extra

Protektoren zum Drunterziehen erhöhen die passive Sicherheit von Motorradbekleidung bei Stürzen teilweise beträchtlich.

Mit relativ einfachen Mitteln lässt sich der Schutzfaktor der Fahrerausstattung erhöhen. Zusatzprotektoren heißt das Stichwort. Gemeint sind die überall im Fachhandel erhältlichen Schützer zum Drunterziehen. Einzige Voraussetzung: ausreichend Platz unter der Bekleidung. Für nahezu jeden Bereich (Sport, Touren, Enduro, Cross) bietet der Markt geeignete Produkte.Crosser schwören beispielsweise auf stabile, gut durchlüftete Brustpanzer, die Rücken, Brust, Schultern und Oberarme vor (St)Einschlägen schützen. Während diese voluminösen »Rüstungen« für den Straßenbereich wenig Sinn machen, lassen sich die ebenfalls im Cross- und Endurosport eingesetzten, meist eng anliegenden Knie- und Ellbogenprotektoren auch unter weit geschnittenen Fahranzügen tragen.Dasselbe gilt für Protektorenhemden à la Dainese Safety-Jacket. Ursprünglich für Endurofahrer entwickelt, tragen immer mehr Biker den mittlerweile von vielen Herstellern angebotenen Rundumschutz für den Oberkörper unter der Tourenjacke. Der integrierte Rückenprotektor lässt sich bei einigen Modellen sogar abnehmen und zusammen mit dem Nierengurt separat tragen. Rückenprotektoren gehören zu den am häufigsten gekauften Nachrüst-Schutzmaßnahmen – zu Recht. Denn nur ein geringer Teil der auf dem Markt befindlichen Motorradbekleidung besitzt in diesem Bereich hochwertige Protektoren. Die einzige Möglichkeit, sich bei Stürzen wirkungsvoll vor schwerwiegenden Wirbelverletzungen zu schützen, sind in diesem Fall separat unter der Kleidung getragene Modelle. Je nachdem, wie dick der Rückenschutz ausfällt, kann es vor allem unter knapp geschnittenen Lederkombis ziemlich eng werden. Käufer einer neuen Kombi sollten deshalb unbedingt den Zusatzprotektor zur Anprobe mitnehmen.Eine weitere Möglichkeit, in puncto Sicherheit hinterherhinkende Motorradbekleidung aufzupeppen, sind komplette Unteranzüge mit Protektoren wie das Modell von Wintex. Die Einteiler bestehen aus einem dünnen Gewebe, das an sturzgefährdeten Stellen Protektorentaschen besitzt. (1) Dainese Safety-Jacket: Preis 269,90 Euro; Netzhemd mit großem Rückenprotektor, Hartschalenprotektoren an Schultern, Ellbogen und im Brustbereich sowie integriertem Nierengurt; lieferbare Größen S bis XXL. Anbieter: Dainese, Telefon 089/27370808(2) Acerbis-Brustpanzer Fusion: Preis 154,90 Euro; integrierter Nierenschutz; einstellbare Arm- und Seitenspannbänder; für zwei Euro mehr auch als Damenmodell erhältlich. Anbieter: Büse, Telefon 02471/12690 (3) Thor-Knieprotektoren: Preis 16,90 Euro; zwei Klettbänder zur Fixierung; Knie- und Schienbeinschutz; außen zweiteilige Kunststoffschalen, innen Schaumstoff-Polsterung; Einheitsgröße, Anbieter: Götz, Telefon 07476/933150(4) Held-Rückenprotektor 9870: Preis 67,50 Euro; inklusive integrierten Hosenträgern und Nierengurt; lieferbare Größen S, M und L. Anbieter: Held, Telefon 08321/66460(5) Sinisalo-Ellbogenprotektoren: Preis 28,50 Euro; mit Hartschalen aus Kunststoff und elastischen Befestigungsbändern. Anbieter: Zupin, Telefon 08669/8480(6) Wintex-Unteranzug: Preis 135 Euro; CE-Protektoren an Schultern, Ellbogen und Knien; Schaumprotektoren an der Hüfte; Fußschlaufen; lieferbare Größen 48 bis 58. Anbieter: Teka Racing, Telefon 07761/57213

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