Der Klassiker: Heizgriffe (Archivversion) Heiße Finger

So groß, wie das Angebot auf den ersten Blick erscheint, ist es gar nicht. Der Markt wird vom Hersteller Daytona dominiert, den alle Zubehör-Grossisten (Gericke, Götz, Louis, Polo et cetera) im Angebot haben. Kosten: um 60 Euro. Saito ist ein weiterer Hersteller, der gegen die Daytona-Dominanz anzukämpfen versucht. Daneben werden gelegentlich chinesische Noname-Produkte undefinierter Qualität auf den Markt geworfen.
Mit zwei Stufen, einer Start- und einer Dauerstellung, ist die Regulierung beim Marktführer Daytona zwar nicht besonders differenziert, aber praxistauglich. Je nach Modell stehen zwischen 48 und 57 Watt in der Startstufe im Datenblatt, die werden auch benötigt, um dicke, möglicherweise sogar nasse Winterhandschuhe durchzuwärmen. Um bei weniger widrigen Bedingungen die Finger nicht zu grillen, schaltet man auf die zweite Stufe, die in der Regel um 15 Watt leistet. Besagte Billigangebote be-gnügen sich meist mit maximal 30 Watt Heizleistung. Für kühle Herbstabende reicht das aus, bei richtiger Kälte jedoch nicht. Finger weg (!) von Sets, die lediglich über einen Ein-Aus-Schalter verfügen! Die Temperatur passt nie, es ist entweder zu warm oder zu kalt.
Beim Kauf der Heizgriffe sollte man darauf achten, dass die Kabel, besonders das des rechten Griffs, mit einem soliden Knickschutz versehen sind. Durch die ständige Bewegung des Gasgriffs ist der Übergang von Kabel zu Griff der kritischste Punkt im System. Kleiner Hinweis noch zur Montage: das Griffset nicht direkt an die Batterie anschließen. Zum einen ist es dann nicht abgesichert, zum anderen wird ganz schnell die Batterie leergesaut, wenn man vergisst, es auszuschalten. Als idealer Anknüpfungspunkt an die Bordelektrik gilt die Verbindung zur Hupe. Sie ist über die Zündung geschaltet, oft extra abgesichert und selten in Gebrauch, sodass eine Überlastung der Leitung kaum möglich ist.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel