Die Karbon-Story

Eine neue Ära im Handschuh-Design begann 1996: Dainese konstruierte für die Rennfahrer ein Modell mit geformten Hartschalen-Einsätzen aus Kevlar-/Karbon-Matten. Jeder einzelne Handschuh wurde für den Fahrer maßgefertigt und in aufwendiger Handarbeit zusammengesetzt, der Aufwand für die Näherinnen war vergleichbar mit einer kompletten Lederkombi. Allein Max Biaggi verbrauchte in der 96er GP-Saison 16 Paar. Einige warf er nach einem Sieg in die Zuschauermenge, was die Näherinnen bei Dainese wohl weniger witzig fanden. Auch Nicht-Dainese-Piloten waren scharf auf den Karbon-Fingerling, selbst Ralf Waldmann wurde damit gesichtet. 1997 kamen erste Serienmodelle in den Handel, deren Preis von anfangs 800 Mark auf mittlerweile 500 Mark sank. Bereits im vorigen Jahr tauchten die ersten in Fernost gefertigten Kopien auf, in diesem Jahr wird der Markt von einer wahren Kevlar-/Karbon-Welle überschwemmt.

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